Wer kennt sich mit Erbrecht oder Schenkung aus?

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7 Antworten

Stirbt dein Vater, erbt deine Mutter und du von der Hälfte deines Vaters. Stirbt deine Mutter erbt dein Vater, deine Schwester und du. Stiefkinder sind nicht erbberechtigt, deshalb erbt deine Halbschwester nicht wenn dein Vater stirbt. Deine Schwester erbt aber sehr wohl wenn deine Mutter stirbt, da ihr beide leibliche Kinder deiner Mutter seit. Das wäre die gesetzliche Erbfolge wenn kein Testament oder Erbfolgevertrag gemacht wurde. Ist ein Testament beim z.B. Amtsgericht hinterlegt (wenig Kosten) so gilt das was in diesem Testament steht. Oder aber man geht zum Notar Bayern nur Notar) andere Bundesländer RA + Notar und macht mit allen beteiligten einen Erbfolgevertrag. Dieser ist verbindlich für alle beteiligten und kann nur mit Zustimmung aller Beteiligten wieder geändert werden.

Das Haus gehört beiden, also erbst Du von der Mutter und vom Vater, deine Schwester nur von der Mutter. Wenn kein Testament gemacht wird: Wenn Deine Mutter zuerst sterben sollte, dann erbt Dein Vater von der Mutter (wahrscheinlich 50%, aber das weiß ich nicht genau) und ihr beide (Du und Deine Schwester)gleichberechtigt von der Mutter (dann jeweils 25%, aber da bin ich unsicher). Wenn dann später der Vater stirbt, dann erbst dann nur Du (100 % vom Vater). Das heißt deine Schwester erbt weniger als Du. Du wirst später 75% haben, deine Schwester 25% (was ich denke, aber Experten fragen, z.B. Amtsgericht, Steuerberater oder Notar). Wenn Dein Vater erst stirbt, dann erbt Deine Mutter 50% (?) und Du 50% (?). Deine Schwester erbt wieder von der Mutter 50%, also ist es wieder 25% vom Gesamtteil.

Wenn Dein Vater als einziger Besitzer eingetragen werden würde, dann würde Deine Schwester nichts mehr erben. Falls das so gewünscht wird, dann kann die Mutter festsetzen bei der Übertragung des Hauses, dass die Schwester Nacherbe auf den Vater sein soll und zu welchem Anteil. Notar fragen, der weiß das. Das rentiert sich auf jeden Fall.

Ich würde sagen ja, denn sie ist ja die Tochter deiner Mutter und hat somit auch ein Erbrecht, da das Haus ja auch deiner Mutter mit gehört!

In diesem Fall sollten sich deine Eltern überlegen, ob sie deine Schwester nicht "auszahlen" wollen. Das heißt, deine Schwester erhält einen gewissen Geldbetrag (mit dem sie natürlich einverstanden sein muss) und verzichtet dafür (vor einem Notar!) auf ihr zukünftiges Erbe. Selbst wenn deine Mutter ihren Anteil am Haus deinem Vater überläßt könnte die Tochter aus 1. Ehe Ansprüche geltend machen. Deine Mutter sollte sich vielleicht einmal ausführlich von einem Fachmann (Notar) beraten lassen. Hier irgendwelche Spekulationen über mögliche Erbfälle und erbrechtliche Konstellationen anzustellen würde zu weit gehen. Eine Rechtsberatung kann dir sowieso niemand hier geben. Klug wäre es allemal, die Situation jetzt zu klären. Damit würde allen Beteiligten gedient, auch dir und deiner Schwester.

Wenn Ihre Mutter ihren Miteigentumsanteil noch zu Lebzeiten an ihren Mann oder an Sie überträgt, erbt Ihre Schwester zunächst keinen Anteil an dem Grundstück und Haus. Wenn Ihre Mutter allerdings innerhalb von 10 Jahren nach der Schenkung verstirbt, kann Ihre Schwester von den Erben eventuell einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend machen. Wenn nämlich der Erbteil ohne Grundstück/Haus weniger ist als der Pflichtteil, müssen die Erben das Erbe Ihrer Schwester anteilig auf den Pflichtteil aufstocken. Ihre Schwester bekommt zwar keinen Teil des Hauses, aber einen Zahlungsanspruch in Geld gegen die Erben nach Ihrer Mutter.

Wenn Ihr Vater vor Ihrer Mutter verstirbt, ist Ihre Mutter neben Ihnen gesetzlicher Erbe. Verstirb dann Ihre Mutter, so ist Ihre Schwester neben Ihnen erbberechtigt. Auf diesem Weg kann Ihre Schwester zu Miteigentum am Grundstück/Haus kommen, auch wenn Ihre Mutter ihren Miteigentumsanteil zu Lebzeiten übertragen hatte.

Ihre Eltern sollten sich von einem Anwalt oder Notar über die Erbfolge und ein Testament beraten lassen. Dabei sollten sich Ihre Eltern aber gut überlegen, ob sie Ihrer Schwester einen so wichtigen Teil des Erbes vorenthalten, was den Beziehungen innerhalb der Familie schweren Schaden zufügen kann.

Wenn Dein Vater alleiniger Besitzer des Hauses ist, ist Deine Schwster nicht automatisch erbberechtigt. Das müsste dann im Testament stehen, da Dein Vater in keinerlei verwandtschaftlichen Beziehung zu ihr steht.Stiefkinder haben somit keinen Anspruch auf einen Pflichtteil. Wenn Deine Eltern Dir nun das Haus schenken, sieht es etwas anders aus. Bis zu 10 Jahre nach einer Schenkung hat Deine Schwester Anspruch auf 12,5 % des Wertes. Die 12,5% ergeben sich daraus , dass Deiner Mutter das Haus eh nur zu 50% gehörte (wenn beide im Grundbuch standen), davon 25% an dich gehen und sie von den 25% dann die Hälfte Pflichtanteil hätte. Wenn Deine Eltern in dem Haus, dass sie Dir schenken, weiter wohnen bleiben und dies schriftlich fixiert wird (Wohnrecht) hat sie sogar noch länger als 10 Jahre das Recht ihren Anteil einzufordern. Das entscheiden dann die Gerichte.

Ein Anwalt kann Dir da sicher besser helfen.

Ooooh, diese wuerde meinen Antworten !...brrrrrrr.

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