Wer kennt sich mit Arbeitslosengeld 2 aus?

7 Antworten

Wenn sie ein Nettoeinkommen von 1500 € hat bzw.hatte und er dennoch Regelsatz + KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) bekommen hat,dann waren sie noch keine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ),denn sonst hätte man ihr Nettoeinkommen nach Abzug von 300 € Freibetrag nach § 11 b SGB - ll auf den gemeinsamen Bedarf angerechnet !

Spätestens ab dem Mutterschutz ( 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ) bilden sie eine BG - und deshalb wird nun ihr Einkommen auf den gemeinsamen Bedarf angerechnet.

Sie sollte im Mutterschutz bis 8 Wochen nach der Geburt ja ihren vollen Nettolohn von 1500 € weiter bekommen und danach dann Elterngeld,dass sollte dann bei min.65 % ihres Nettoeinkommens liegen,also um die 975 € sollte sie dann min.bekommen.

Wenn sie das Elterngeld dann auf 1 Jahr bezieht,dann bekommt sie vom Jobcenter von ihren ca.975 € theoretisch ein Freibetrag von 300 € abgezogen,hätte sie z.B. auch noch ein KFZ - könnte sie auch den auf den Monat entfallenen KFZ - Haftpflicht Beitrag absetzen und dazu auch noch eine 30 € Versicherungspauschale.

Also könnte sie auch ohne KFZ - dann min.330 € von ihrem Elterngeld abziehen,sie hätte dann noch um die 645 € anrechenbares Einkommen.

Der Bedarf an Regelsatz in einer BG - beträgt derzeit für die beiden Erwachsenen jeweils 368 €,macht zusammen 736 € und dazu kommt der Regelsatz fürs Kind,dieser beträgt derzeit 237 €.

Ihnen stünde also derzeit für die Regelsätze 973 € zu,davon abzuziehen wäre das derzeit volle Kindergeld von 192 € + die ca.645 € anrechenbares Elterngeld.

Dann würde ihnen noch etwa 136 € pro Monat für die Regelsätze zustehen + Neben / Betriebs / Heizkosten und sein Beitrag für die Kranken und Pflegeversicherung würde auch weiter vom Jobcenter übernommen.

Vorrangig wäre hier zwar Wohngeld und Kindergeldzuschlag,da gibt es im Internet kostenlose Rechner,aber dann müsste wieder der KK - Beitrag von monatlich ca. 180 € mit zum Bedarf addiert werden.

ALG - 1 ist eine Versicherung / Lohnersatzleistung,da spielt das Einkommen des Partners keine Rolle.

Jetzt sind die Begrifflichkeiten wichtig:

Sind die beiden bereits als Bedarfsgemeinschaft geführt und erhalten trotz Ihres Einkommens Alg II oder sind sie derzeit als Haushaltsgemeinschaft geführt, wofür ja der Untermietvertrag spricht?

Bedarfsgemeinschaft (Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft): Die beiden werden zusammen bei der Berechnung von Alg II mit ihren Einkommen veranschlagt. Dazu müssten die beiden sich mal dazu geäußert haben.

Haushaltsgemeinschaft (WG): Die beiden werden separat betrachtet, das nur das Einkommen deines Cousins wird mit seinen Bedarfen zur Berechnung herangezogen, nicht aber das der Freundin.

Im Falle der BG: Sollten die beiden bereits gemeinsam geführt werden und Alg II erhalten und nun steht die Geburt an, wird das Kind in die Bedarfsgemeinschaft mit aufgenommen.

Im Falle der vorherigen Haushaltsgemeinschaft: Hier könnten die Freunde recht haben. Dein Cousin muss dem Jobcenter mitteilen, dass er Vater wird (Er weiß es ja anscheinend), sonst kann es, wenn das später heraus kommt, als Sozialleistungsmissbrauch betrachtet werden. Das Einkommen der Freundin wird, sollte es Ihre Bedarfe (Regelsatz und Anteil der Bedarfe für Unterkunft und Heizung) übersteigen auch bei ihm und später auch bei dem Kind mit angerechnet werden.

Da die beiden in einer Wohnung zusammen wohnen, muss man davon ausgehen, dass die beiden durch das Kind ein BG bilden.

Also es ist so das er vor einiger Zeit schon mal arbeitslos war. Da wurden sie als BG geführt. Allerdings wurde von ihr nichts angerechnet. Er hat seinen Hartz4 Satz bekommen + die Miete für die Wohnung ( ausgebauter Dachboden). Sie hat einen Nettoverdienst von 1500 Euro.

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 sie vor zwei Wochen ein Kind bekommen haben. 

Das Kind ist schon da, also sind sie schon eine BG.

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Zusammen in einem Haus wohnen, zusammen ein Kind haben, also auch eine eheähnliche Gemeinschaft führen, ist an sich ein klares Zeichen für eine Bedarfsgemeinschaft. Da müßte sie mit ihrem Einkommen auch für ihn aufkommen.

Abhilfe: Er soll sich eine kleine Wohnung suchen und sich dorthin ummelden.

wo ist da der mehrwert für ihn? dann muss er unterhalt zahlen für mutter und kind.

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