Wer kennt sich juristisch aus?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ich habe mit der Filmbranche und Rechtehandel zu tun.

Also wenn im Vertrag nur geregelt ist, wann er mit seinem Film frühestens auf den Markt darf (als Schutz für den offiziellen Film) und zum thema Werbung ist nichts gesagt, dann haben die eben beim Vertrag geschlafen.

Natürlich kann er Werbung für seinen Film machen, der erst nächstes Jahr herauskommt. Er darf dabei aber weder den Titel des Anderen verwenden, noch Bezug darauf nehmen. auch darf er nciht Dinge verwenden wie "offizieller Film des...." usw.

Erscheinungsdatum ist eben nicht das Datum, an dem erst mit Werbung begonnen werden darf; dann hat der Vertrag an der Stelle wahrscheinlich eine Lücke. Außerdem könnten die Druckmittel, die verwendet wurden, um den ehrenamtlichen Filmer zur Unterschrift zu bewegen, evtl. rechtlich bedenklich sein, so dass der Vertrag sittenwidrig und damit nichtig wäre.

Zunächst: Urheberrecht und Recht zur Verwertung können auseinanderfallen. Inhaber der Urheberrechts bleibt immer derjenige, der das Werk geschaffen hat, selbst wenn er die Rechte verkauft; genaugenommen verkauft er nur das Verwertungsrecht. Soweit er Teile des Verwertungsrechts nicht verkauft hat, verbleiben sie bei ihm. Darüberhinaus - aber jetzt wird's schwammig - hat er unter Umständen ein Recht darauf, daß der grundsätzliche Charakter seines Werkes erhalten bleibt.

Die Frage ist also, wer das werk hier geschaffen hat; wer also als der geistige Urheber anzusehen ist.

Ist dies Filmer 1, kann er wohl die Werbung und den Verkauf der Gutscheine verbieten, da dies offenbar nicht von dem Vertrag mit dem Veranstalter geregelt ist.

Ob und inwieweit Filmer 1 also als Urheber anzusehen ist, hängt davon ab, inwieweit er geistig auf das Großereignis Einfluß genommen hat - und wie evtl. seine Vertragsgestaltung mit dem Veranstalter aussieht.

Jedenfalls: Wenn Filmer 2 seine Gutscheine verkauft, werden Anwälte etwas zu tun haben.

Wie hoch ist eigentlich der Streitwert? ;-)

Beide Filmer haben mit dem Ereignis an sich rein überhaupt gar nix zu tun, sie haben nur Veranstaltungen während dieses Ereignisses gefilmt etc. Und wollen das nun zu einem Erinnerungs-Film zusammenschneiden. Streitwert? Keine Ahnung...

0

Was möchtest Du wissen?