Wer kennt sich hier gut mit Pilzen aus?

8 Antworten

Ich würde nie behaupten, dass ich mich mit Pilzen auskenne. Vielleicht etwas über 150 Arten können spontan erkannt werden. Ein Pilzsachverständiger schafft ca. 350 Arten sicher. Das ist schon sehr respektabel.

Da es aber nur 50 wirkliche Speisepilze gibt, sollten zuerst die giftigen Doppelgänger sicher bestimmt werden können. Deshalb ist vom Frauentäubling erst mal abzuraten, bis Du dich an die Farbgebungen gewöhnt hast, welche ja nach Wuchsgebiet variieren können. Nehme erst die grünen Täublinge, Schwarztäubling und mit etwas Kenntnis dann die Speisetäublinge. Bei allen kannst Du erst mal das Abbeißen, Schmecken, Riechen und Ausspucken lernen. Schmecken sie deutlich nach Nüssen, hast Du gewonnen. Damit hast Du die Grundlage, um Frauentäublinge erkennen zu können. Bei roten Täublingen kann eine Kostprobe durchaus dazu führen, dass Du für die nächste Stunde nichts mehr schmecken kannst. Eine Pfefferschote ist dagegen ein leichtes Würzmittel. Ein Speitäubling macht seinen Namen alle Ehre.

Auch gibt es gute Speisepilze, die roh giftig sind und vor der eigentlichen Zubereitung abgekocht werden müssen (Kochwasser wegschütten). Z.B. Perlpilz, Scheidenstreifling und Hallimasch. Diese dann separat sammeln, denn oft findet man noch andere Pilze, die nicht abgekocht werden müssen.

Der von @italomaus erwähnte Riesenschirmling(Parasol) ist relativ einfach zu erkennen, wenn auf die Natterung des Stieles geachtet wird. Einfarbige Stiele sind nichts für Anfänger.

Wenn Du auf diese Art jedes Jahr drei neue Pilzarten sicher bestimmen kannst, bist Du als 70jähriger ein richtiger Experte.

Wenn Du Dich nicht wirklich gut auskennst, lass das besser mit dem Pilzesammeln ;-) 

Wissen erweitern kannst Du ja - "theoretisch"...

Und falls Du doch sammelst, zeige sie einem Förster oder jemandem, der sich wirklich auskennt und Dir sagt, was man essen kann (in manchen Gemeinden gibt es Menschen, die sowas ehrenamtlich machen). 

Aber auch das ist meiner Meinung nach mit Risiko verbunden, weil man z.B  nicht mehr sieht, wo der Pilz gewachsen ist, wie der Stiel unten aussieht usw.

Ich muss sagen, dass ich deiner Antwort nicht zustimmen kann. Du findest also, dass er/sie nicht Pilze sammeln soll. Das finde ich etwas komisch. Außerdem erwähnst du, dass er/sie sich nicht so gut auskennt mit den Pilzen. Anhand der zahlreichen Pilze, die er kennt, kann ich behaupten, dass er/sie sich schon gut mit Pilzen auskennt. Ich selber kenne von den Essbaren Pilzen nur den Pfifferling (Eierschwammerl) und den Parasolpilz gut. Und deshalb Sammle ich sie auch. Ich finde man muss nicht alle Pilze kennen, um überhaupt Pilze zu sammeln.

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Leg dir doch mal ein gutes Bestimmungsbuch zu! Ich empfehle dir "Der große Kosmos Pilzführer" von Laux, alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgängern. Den grünen Frauentäubling zu sammeln ist nicht ungefährlich, er wird sehr schnell mitt dem grünen Knollenblätterpilz verwechselt!

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