wer kennt sich bei Homöopathische Globuli aus?

7 Antworten

Ich glaube nicht, außer gegen Angstzustände, ich würde mir bei MS auf diesem Gebiet nicht viele Hoffnungen machen, außer es ist am Anfang. Ein Mittel gegen Schuppenflechte (allopatisch) hilft angeblich gut.

außer es ist am Anfang

Das ist das "tolle" an Homöopathie - der eine Homöopath erzählt, dass eine bestimmte Krankheit kaum homöopathisch behandelbar ist (wie hier MS) - der nächste schreibt ein dickes Buch über die homöopathische Behandlung von MS (in allen Stadien), der eine behauptet man könnte sich mit Glaubuli vor Krankheiten wie Ebola, Milzbrand oder Malaria schützen, der nächste sagt, dass es keine homöopathische Prophylaxe geben kann - und alle haben sich lieb und sind der Meinung, dass natürlich am Ende der Patient Verantwortung für seine Krankheit und ihre Behandlung übernehmen muß - wenn sich schon die Homöopathen nicht einig sind.

Nur so interessehalber:

Wie kommst Du darauf, dass eine homöopathische Behandlung bei MS zum Beginn der Krankheit Sinn macht, später aber eher nicht mehr?

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Hallo gerti,

bitte pass' auf, dass Deine verständliche Verzweiflung angesichts einer schweren Erkrankung wie MS Dich nicht in den Dschungel der sogenannten Alternativmedizin treibt. Ein Dschungel ist es deshalb, weil dem Patienten dort genau die Versprechungen gemacht werden, die er in seiner Verzweiflung hören möchte - diese Versprechungen aber keineswegs durch irgendwelche Wirksamkeitsnachweise abgesichert sind.

Was Du aber brauchst, sind keine schönen Versprechungen, was Du brauchst, ist eine nachgewiesenermaßen spezifisch wirksame Therapie (also mehr als nur ein Placebo)

Und das ist die Homöopathie nicht, auch wenn sie sich gerne so darstellt. Die Grundprinzipien dr Homöopathie widersprechen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, auch wenn Homöopathen das abstreiten.

Und nein, das ist keine Privatmeinung. Die National Science Foundation listet die Homöopathie ganz offiziell unter den Pseudowissenschaften auf (hier nachzulesen http://www.nsf.gov/statistics/seind02/c7/c7s5.htm). Auch die Stanford Encyclopedia of Philosophy (" There is widespread agreement for instance that creationism, astrology, homeopathy, [...] are pseudosciences.") weist auf diesen unter Naturwissenschaftlern nicht mehr angezweifelten Sachverhalt hin. Für Naturwissenschaftler hat sich die Diskussion längst erledigt, zu groß sind die Widersprüche zu den sich täglich bewährenden Erkenntnissen, zu deutlich der nach 200 Jahren immer noch ausstehende Nachweis einer Placeboüberlegenheit in sauberen Studien. Dies dem medizinischen Laien nahezubringen, ist anbetracht des Werbeaufwandes der Homöopathen die ausstehende Aufgabe.

Bitte, glaube nicht einfach die Versprechen der Homöopathieverbände, sondern informiere Dich über diese Widersprüche zu den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die logischen Fehler im Gedankengebäude der Homöopathie sowie die Unhaltbarkeit zahlreicher Legenden, die über die Homöopathie erzählt werden.

Ein gutes Buch zum Thema ist "In Sachen Homöopathie - eine Beweisaufnahme" von Norbert Aust.

Hier bei dieser Frage habe ich ein paar der Grundprinzipien der Homöopathie erläutert und bin auf ihre Problematik eingegangen. Dort habe ich auch noch ein paar weitere Links angehängt, auf denen Du Dich weiter informieren kannst.

http://www.gutefrage.net/frage/symphytum-c6-dosierung

Viele Grüße und alles Gute für Deine Gesundheit

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Die Ausgaben für Werbung für homöopathische Medikamente stehen in keinem Verhältnis zu denen für Werbung für schulmedizinische Medikamente... Für die Werbung für schulmedizinische Medikamente wird enorm viel mehr Geld ausgegeben als für homöopathische...

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@reliregi

Bitte versuch nicht abzulenken.

Hier geht es um Homöopathie.

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@reliregi

Für rezeptpflichtige Medikamente darf keine Werbung gemacht werden...

Davon abgesehen werden Globuli weder bei MS noch bei einer anderen Erkrankung auch nur ein bisschen dadurch wirksamer, dass für schulmedizinische Medikamente (also Medikamente deren Wirksamkeit im Gegensatz zu homöopathischen Mittel belegt werden muß) Werbung gemacht wird - auch dann nicht wenn es um Milliarden an Werbegeldern gehen würde.

Trotzdem - netter Ablenkungsversuch: Aber wie Auskunft schon gesagt hat geht es hier um Homöopathie.

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@reliregi

Ganz aktuell zum Thema MS gibt es ja auch ein schönes Beispiel aus der Rubrik Geschäfte der Pharmafirmen mit Krankheit:

Das Medikament Tecfidera, dessen Wirkstoff ursprünglich und bisher als kostengünstiges Pülverchen gegen Schuppenflechte eingesetzt wurde, ist jetzt auf dem Weg, ein Patent als Mittel gegen MS zu bekommen. Zufällig wurde entdeckt, dass der enthaltene Wirkstoff sich auch günstig auf diese Erkrankung auswirkt. Und schon kostet das Mittel nicht mehr rund 1600 EUR pro Jahr und Patient, sondern rund 30.000 EUR.

Übrigens, der Placeboeffekt von MS-Medikamenten ist nicht zu unterschätzen. Und ich rede nicht von homöop. Arzneien! Wie gut, dass wir diesen Placeboeffekt haben. Er sorgt für Linderung in vielen Lebensbereichen!

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@charmpagner

Das Medikament Tecfidera, dessen Wirkstoff ursprünglich und bisher als kostengünstiges Pülverchen gegen Schuppenflechte eingesetzt wurde, ist jetzt auf dem Weg, ein Patent als Mittel gegen MS zu bekommen. Zufällig wurde entdeckt, dass der enthaltene Wirkstoff sich auch günstig auf diese Erkrankung auswirkt.

Zufällig reicht es aber nicht aus, wenn so eine Wirkung entdeckt wird. Das Mittel muss auch für dieses neue Einsatzgebiet einen neuen Zulassungsprozess durchlaufen und der kostet viel Zeit und Geld und in den meisten Fällen scheitert die Zulassung am Ende doch auch noch.

Es ist halt nicht so einfach wie bei bei homöopathischen Glaubuli, wo der Hersteller ein Registrierungsformular ausfüllt und fertig ist das marktfreife Mittel.

Übrigens, der Placeboeffekt von MS-Medikamenten ist nicht zu unterschätzen. Und ich rede nicht von homöop. Arzneien! Wie gut, dass wir diesen Placeboeffekt haben.

Besser ist es allerdings wenn Arzneimittel noch mehr Wirkung als nur den Placeboeffekt vorweisen können.

Arzneimittel müssen das im Rahmen der Zulassung nachweisen - Globuli sind davon dank Sonderregelung befreit.

Aber wie auch immer - auch wenn die Pharmaindustrie eine Million Euro für ein Multiple Sklerose Arzneimittel verlangen würde dann würde dadurch homöopathische Mittel trotzdem kein bisschen wirksamer werden (oder gibt es da einen geheimen Zusammenhang?)

Also nicht ablenken - hier geht es um homöopathische Mittel für MS - und ob die wirken oder nicht hat nichts mit den Preisen von Arzneimitteln aus der wissenschaftlichen Medizin zu tun.

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Für eine Selbstbehandlung ist MS eine zu schwere Krankheit. Wenn du dich homöopathisch behandeln lassen möchtest, dann such dir bitte einen Arzt oder Heilpraktiker, der mit klassischer Homöopathie arbeitet. Eine Heilung von MS ist meines Wissens nicht möglich, wohl aber ein deutliches Hinausschieben der Schübe und eine Milderung der Symptome. Wenn du jetzt anfängst, selbst "herumzudoktern", dann kann es sein, dass du damit eine spätere professionelle homöopathische Behandlung erschwerst.

Weiterhin würde ich dir raten, ein Fachforum für Homöopathie zu besuchen, da es hier auf GF.net eine Anti-Homöopathie-Gruppe gibt, die jede positive Erfahrung mit Homöopathie zerredet. Da Menschen, die GF.net nur freizeitmäßig und nicht hauptberuflich besuchen keine Zeit für ständige Endlosdiskussionen haben, äußern sich hier kaum noch wirkliche Homöopathiekenner.

Weiterhin würde ich dir raten, ein Fachforum für Homöopathie zu besuchen, da es hier auf GF.net eine Anti-Homöopathie-Gruppe gibt, die jede positive Erfahrung mit Homöopathie zerredet. Da Menschen, die GF.net nur freizeitmäßig und nicht hauptberuflich besuchen keine Zeit für ständige Endlosdiskussionen haben, äußern sich hier kaum noch wirkliche Homöopathiekenner.

Vielleicht sind ja auch einige davon in der Zwischenzeit klüger geworden.

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Eine Heilung von MS ist meines Wissens nicht möglich,

Warum eigentlich nicht?

Was spricht aus homöopathischer Sicht eigentlich dagegen, dass MS geheilt werden kann?

Bzw. wie erklären sich Homöopathen, dass ihre Globuli da versagen?

wohl aber ein deutliches Hinausschieben der Schübe und eine Milderung der Symptome.

Und gibt es dazu auch ein paar Daten (ein Hinausschieben der Schübe könnte man ja relativ einfach statistisch erfassen) oder basiert das jetzt auf "Bauchgefühl" ?

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@Wincarloc

Aber bis Antworten auf meine Fragen kommen dauert es dafür wohl umso länger :-)

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@ Wincarloc

da es hier auf GF.net eine Anti-Homöopathie-Gruppe gibt, die jede positive Erfahrung mit Homöopathie zerredet.

Ein ganz typisches Zeichen für unwissenschaftliches Vorgehen in der Homöopathie ist zum Beispiel der Versuch, sich gegen vorgebrachte sachliche Kritik nur durch Angriffe auf die Person, die ein Argument vorträgt zu immunisieren.

Der logische Fehlschluss heißt "Argumentum ad Hominem".

"In einer rationalen Diskussion geht es immer um die Sache. Die Beteiligten sind eher nebensächlich. Auf ein Argument für oder gegen eine These folgt entweder Zustimmung oder ein Gegenargument, wieder für oder gegen eine These. Leider ändert sich oft die Diskussion, wenn einer Seite die Argumente ausgehen. (...) Ob ein Argument richtig oder falsch ist, wird korrekterweise am Argument selbst festgemacht, nicht an der Person, die das Argument führt." (Zitiert von http://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-8-argumentum-ad-hominem)

Und wer, bitte, sagt, dass ich micht nicht sehr intensiv mit Homöopathie auseinander gesetzt habe?

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@uteausmuenchen

Jawoll - "uteausmuenchen ist auch da! Dann ist die Riege ja bald komplett.

Die sachlichen und unendlichen beiderseitigen Argumente hatte wir doch schon in mehreren Diskussionen. Da ich keine Lust mehr auf Ihre Wortverdreherei habe, ihre Nicht-Akzeptanz persönlicher Erfahrungen u.v.m., müssen Sie sich zum Diskutieren nun jemand anderes suchen. Im Gegensatz zu Ihnen will ich nämlich niemanden bekehren. Wer, so wie Sie, Homöopathie ablehnen will, kann das ruhig weiterhin tun. Jeder ist ja für seine Gesundheit selbst verantwortlich. Gute Nacht.

PS. Wer lesen möchte, wie diese Endlos-Diskussionen aussehen, kann ja mal hier reingucken: http://www.gutefrage.net/frage/traumeel-s-tabletten-quecksilber#answer99772334

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@Wincarloc

@ Wincarloc

Danke für den Link, ich hätte das jetzt auf die Schnelle nicht wiedergefunden.

Die von mir vorgetragenen Argumente dort beschreiben den Placeboeffekt doch sehr schön und veranschaulichen, warum man, wenn man als Einzelperson "Vorher"-"Nachher" vergleicht, sehr oft den Eindruck gewinnt, das Mittel habe geholfen - auch wenn das gar nicht der Fall war.

Außerdem finden wir dort (wenn man wie von Ihnen empfohlen nach oben scrollt) ein wunderbares Beispiel für die "Argumente" der Homöopathen.

Sie bringen die Wasserlinsen-Studie ins Spiel, die sich bei genauem Hinsehen als fehlerhaft erweist. Sobald Dr. Aust seine Analyse dieser Studie in seinem Blog verlinkt, reagieren Sie unsachlich, werden persönlich und beschweren sich, dass der Studientext auf Englisch vorliegt. Ein sachlicher Einwand fehlt ebenso wie ein Einräumen, ein unhaltbares Argument gebracht zu haben.

Da ich keine Lust mehr auf Ihre Wortverdreherei habe, ihre Nicht-Akzeptanz persönlicher Erfahrungen u.v.m

Mit Verlaub, bitte lesen Sie selbst noch einmal meine Schilderungen. Es ist keineswegs so, dass ich irgendwo schreibe, diese persönlichen Erfahrungen würden nicht gemacht. Mein Argument gegen den Beweis durch eigene Erfahrung geht und ging darum, dass die einzelne Erfahrung keinen Überblick bieten kann, was für Erfahrungen andere Menschen denn mit der Methode machten; doch genau diesen Überblick braucht man, um ein Verfahren beweren zu können.

Diesen Überblick in sauberen Studien zu fordern bedeutet also keineswegs, die persönliche Erfahrung zu ignorieren oder nicht zu akzeptieren; es bedeutet vielmehr die Erfahrung anderer Patienten ebensowenig zu ignorieren, auch der Patienten, die ein anderes Mittel oder ein Placebo bekamen. Eine Studie ist nicht mehr als ein Aufsummieren und Vergleichen aller persönlichen Erfahrungen.

Gerade weil man allen Patienten das Recht einräumt, dass ihre Erfahrungen zur Bewertung eines Mittels betrachtet werden, macht man Studien. Und in sauberen solchen Studien können Homöopathika nicht eindeutig und reproduzierbar belegen, das sie besser als Placebos sind.

Ist nicht meine Schuld. Ich überbringe die Nachricht nur. Sie dürfen mich aber gerne weiter deswegen beschimpfen, wenn es Ihnen gut tut. An der Tatsache ändert es nichts.

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@uteausmuenchen

Und meine Argumente in dem o.g. Link beschreiben sehr schön, welch gute Erfahrungen man mit homöopathischer Behandlung machen kann. Auch, warum herkömmliche Studien sich nicht 1:1 auf homöopathische Behandlungen anwenden lassen, steht dort. Ebenso habe ich dargelegt, dass das Argument mit dem Placeboeffekt nicht mehr haltbar ist, wenn man sich den jeweiligen Einzelfall genau anguckt.

Wir brauchen uns hier also nicht immer wiederholen. Wir haben eben gegensätzliche Standpunkte. Im übrigen wüsste ich nicht, dass ich Sie beschimpft habe. Das ist auch wieder eine Ihrer Verdrehungen. Ich habe lediglich deutlich gesagt, dass ich nicht so viel Zeit wie Sie habe, jedesmal ihre langen Kommentare richtigzustellen. Unsachlich waren meine Antworten im obigen Link übrigens nie. Tatsache ist, dass sie das, was Sie nicht hören wollen, einfach übergehen. Sie wollen es nicht wahrhaben, dass homöopathische Behandlungen sehr heilend sind, wenn das für den jeweiligen Patienten individuell richtige Mittel gefunden wurde und sich der Patient an die Einnahmeregeln hält. Es passt nicht in Ihr Weltbild, weil die Wirkungsweise und das genaue Wie der Informationsübertragung mit unseren derzeitigen wissenschaftlichen Methoden zur Zeit nicht erklärbar ist. Trotzdem sollten Sie es akzeptieren können, wenn andere Menschen sich gerne homöopathisch behandeln lassen wollen. Sehr viele Menschen, die sich der Homöopathie zuwenden, waren jahrelang in "schulmedizinischer" Behandlung (die ich keinesfalls per se ablehne) und gelten dort als "austherapiert". Sie wollen einfach einen Weg finden, doch noch eine Linderung ihrer Beschwerden zu erhalten. Es gibt Hunderte von Fällen bei Mensch und Tier, in denen die Homöopathie eine Heilung erreicht hat, obwohl die "Schulmedizin" diesen Patienten nicht mehr weiterhelfen konnte. Nur weil diese Fälle nicht in einer wissenschaftlichen Studie erfasst wurden, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt. Und wer sich die Einzelfälle genau anschaut, der wird eindeutig erkennenn, dass in den allermeisten Fällen die Heilung nicht durch einen Placeboeffekt und auch nicht durch die fürsorglichere Art des Heilpraktikers zustande gekommen ist, sondern durch das homöopathische Mittel.

So, Ende des Romans. Habe mich doch wieder hinreißen lassen.

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@Wincarloc

Im übrigen wüsste ich nicht, dass ich Sie beschimpft habe.

"Da ich keine Lust mehr auf Ihre Wortverdreherei habe.." ???

Und meine Argumente in dem o.g. Link beschreiben sehr schön, (...) warum herkömmliche Studien sich nicht 1:1 auf homöopathische Behandlungen anwenden lassen,

Falsch. Sie haben diese Behauptung aufgestellt. Auf meinen Hinweis, dass Claudia Witt, Professorin für Komplementärmedizin und Verfechterin der Homöopathie dem widerspricht, hatten Sie nichts entgegenzusetzen.

(""Claudia Witt 2009 in einem Interview: ""Selbstverständlich sind entsprechende Untersuchungsdesigns möglich und auch schon mehrfach durchgeführt worden. Die Patienten werden ganz normal untersucht, aber weder Arzt noch Patient wissen, ob das Medikament ein Scheinmedikament (Placebo) ist oder echt. "" "")

Und wer sich die Einzelfälle genau anschaut, der wird eindeutig erkennenn, dass in den allermeisten Fällen die Heilung nicht durch einen Placeboeffekt und auch nicht durch die fürsorglichere Art des Heilpraktikers zustande gekommen ist, sondern durch das homöopathische Mittel.

Nein.

Um das zu belegen, muss man sich ansehen, wie oft nach Mitteleinnahme eine Besserung eintrat im Vergleich zur Zahl der Fälle, in denen nach Mitteleinnahme keine Besserung eintrat - und das ganze im Verhältnis zu denselben zahlen bei Placebogabe als Vergleich.

Dass das so gemacht werden muss, hat auch erst einmal gar nichts mit der Homöopathie zu tun, es gilt ganz allgemein für medizinische Fragestellungen.

Es passt nicht in Ihr Weltbild, weil die Wirkungsweise und das genaue Wie der Informationsübertragung mit unseren derzeitigen wissenschaftlichen Methoden zur Zeit nicht erklärbar ist.

Sie wissen schon, dass wir uns vor allem im Kreis drehen, weil Sie mir immer wieder diesen Punkt unterstellen, der einfach falsch ist?

Es geht bei der Homöopathie nicht um eine fehlende Erklärung für ein eindeutiges Phänomen. Es geht bei der Homöopathie um ein mit den gesicherten Erkenntnissen der Naturwissenschaften (Avogadro, Atommodell, Ununterscheidbarkeit quantenmechanischer Zustände, thermische Bewegung,...) in Widerspruch stehendes Gedankenmodell, dem in 200 Jahren kein eindeutig nachweisbares Phänomen zugeordnet werden konnte.

Mein Weltbild, das Sie so gerne zitieren, hat mit der Sache nichts zu tun. Naturwissenschaftler sind pflegliche Diskussionspartner. Ja, ich bin aus dem ganannten Grund nicht unvoreingenommen. Aber was soll's? Man könnte mich durch stichhaltige Argumente überzeugen. Nur kommen da keine.

Es kommen Einzelerfahrungen, von denen man ganz unabhängig von der Homöopathie weiß, dass sie als Beleg einer spezifischen Wirksamkeit untauglich sind.

Es kommen Studien und pseudowissenschaftliche Arbeiten, die sich beim Durchlesen als fehlerhaft herausstellen - und die trotzdem nicht von den Webseiten der Homöopathievertreter entfernt werden, sondern unermüdlich immer wieder als "Beleg" zitiert werden. In der echten Naturwissenschaft wäre so etwas unmöglich.

Warum nur stellt sich niemand die Frage, weshalb sich die Homöopathie auf derartige Scheinbelege berufen muss?

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@Bennykater

Ich habe leider nicht die Möglichkeit und auch nicht die Zeit, ein eigenes Video mit Einzelfallbeschreibungen einzustellen. Ich habe aber in meiner eigenen Antwort zu der "Traumeel-Frage" bereits erläutert, warum die Thesen der "Heilung durch Zeitablauf" bei genauer Betrachtung vieler Einzelfälle nicht haltbar sind. Wenn ein homöopathisches Mittel wenige Minuten nach der Einnahme eine starke Wirkung zeigt, der Patient also z.B. innerhalb weniger Minuten schmerzfrei ist oder die seit Monaten bestehende sogenannte "doppelte Atmung" eines Pferdes 30 Minuten nach der Behandlung plötzlich verschwunden ist, dann wäre es ein wenig zu viel des Zufalls, um ernsthaft zu glauben, dass sich diese Selbstheilungskräfte auch ohne die Gabe des homöopathischen Mittels just zu diesem Zeitpunkt sowieso gerade Bahn brechen wollten.

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@Wincarloc

Wenn ein homöopathisches Mittel wenige Minuten nach der Einnahme eine starke Wirkung zeigt, der Patient also z.B. innerhalb weniger Minuten schmerzfrei ist

Schmerzempfinden ist ein Klassiker des Placebos. Das Video, das ich bei der Traumeel-Frage verlinkt hatte, ist leider auf YouTube entfernt worden, hier ein neuer Link;

bitte ab Minute 23:20 schauen: https://www.youtube.com/watch?v=fzsrmMl0XJ0

Gezeigt wird ein Experiment, das zeigt, wie der Placeboeffekt das Schmerzempfinden der Probanden beeinflusst.

Die Sache mit dem Pferrd und ähnliche Geschichten habe einen Haken: Sie sind nicht mehr nachvollziehbar. In der Medizin spielen tatsächlich vielfältige Einflüsse eine Rolle und im Nachhinein ist für einen einzelnen Fall nicht mehr festnagelbar, was genau die Genesung begünstigte.

Manchmal spielen auch falsche Eindrücke eine Rolle, die eine unmittelbare Heilung vorgaukeln, die gar nicht besteht. Man denke an die allgemein bekannte Tatsache, dass einem im Wartezimmer des Zahnarztes die Zähne nicht mehr weh tun. Daheim aber schon wieder...

Fakt ist: In Studien konnten ähnliche Wunder nie erzielt werden. Warum nur? Nehmen nur unfähige homöopathische Therapeuten an Studien teil???

Belassen wir es dabei.

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@uteausmuenchen

In meiner Familie gibt es viele durchaus nachvollziehbare Fälle, auch bei Babys und auch bei Tieren. (Ich habe teilweise darüber ein Tagebuch geführt). Menschen und Tiere wurden selbstverständlich immer liebevoll behandelt, nicht nur unter homöopathischer Behandlung. Deshalb kann hier ein Placeboeffekt ausgeschlossen werden. Dieser hätte dann auch schon bei "schulmedizinischer" Behandlung auftreten müssen, und zwar mit einer größeren Wahrscheinlichkeit, da daran geglaubt wurde. Die Homöopathie lief anfangs eher als Versuch Aber all das habe ich ja schon mehrmals erklärt. Belassen wir es also dabei...

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@Wincarloc

genau! das Argument mit dem Placeboeffekt, der merkwürdigerweise bei der schulmedizinischen Behandlung NICHT auftrat, soll mal jemand widerlegen...

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@Wincarloc

Deshalb kann hier ein Placeboeffekt ausgeschlossen werden.

Schön das Sie das können - die Pharmaindustrie braucht dazu randomisierte placebokontrollierte Doppelblindversuche mit ausreichend großen Teilnehmerzahlen und recht komplizierte statitsche Auswertungen der Daten.

Aber vermutlich hat die Pharmaindustrie einfach (im Gegensatz zu Ihnen natürlich) den Trick noch nicht raus, wie man sich den ganzen Aufwand sparen kann.

So wird es wohl sein....

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@SirGawain

@ Sir Gawain

das Argument mit dem Placeboeffekt, der merkwürdigerweise bei der schulmedizinischen Behandlung NICHT auftrat, soll mal jemand widerlegen...

Gerne, das ist leicht.

1) Natürlich tritt der Placeboeffekt grundsätzlich auch bei einer medizinischen Behandlung auf.

Gerade aber, wenn man wie Wincarloc hier "Wirksamkeit" mit "Besserung" gleichsetzt - was medizinisch falsch ist - wird einem der Placeboeffekt in der Phase einer Krankheit, in der auch durch medizinische Behandlung noch keine spürbare Besserung erzielt wird, nicht auffallen.

Ein Beispiel: Ich habe Husten, ja? Die Bronchien sind belegt. Das Abhusten wird mit Sicherheit noch einige Tage dauern. Ich könnte jetzt zum Beispiel ein hustenlösendes Mittel aus der Apotheke nehmen. Nach ein paar Tagen huste ich aber immer noch. Trat also kein Placeboeffekt auf? Doch - und das Mittel kann seine spezifische Wirkung sogar noch entfaltet haben, nur merke ich davon noch nichts, weil das Abhusten noch andauert - und ich ohne Vergleich mit Erkrankten, die kein hustenlösendes Mittel nahmen auch nicht beurteilen kann, ob ich nicht schon deutlich kockerer huste. (Daher die Forderung nach Studien...) Mich nervt einfach nur der noch andauernde Husten.

Greife ich nun aber genervt zu, sagen wir Gummibärchen - was wird passieren? Richtig: nach wenigen weiteren Tagen werde ich erfolgreich abgehustet haben. Trotzdem helfen Gummibärchen nicht gegen Husten.

Auch der Placeboeffekt kann den Husten nicht lösen. Er ist unspezifisch. Er kann nur dabei helfen, den Husten als überwindbar und daher als nicht so schlimm zu empfinden. Genesen muss der Körper von alleine. Und das dauert eben so lange, wie es dauert. Das ist das ganze Geheimnis.

2) Es ist zu hoffen, dass sowohl Menschen als auch Tiere auch vor der homöopathischen Behandlung liebevoll behandelt wurden. Ein Argument dafür, dass deswegen ein Placeboeffekt auszuschließen sei, ist das jedoch keineswegs.

3) Nicht nur Zuwendung bedingt einen Placeboeffekt. Dieser wird auch durch Rituale (wie der Behandlung selbst) gefördert. Im Nachhinein ist praktisch unmöglich nachzuvollziehen, welche unbewussten Effekte beim Halter eines Tieres sich durch die Hoffnung auf eine neue Therapieform, getriggert u.U. durch ausgedehnte Gespräche mit dem Therapeuten (Stichwort: "sich verstanden fühlen") auf ein gefühlsmäßig eng verbundenes Haustier übertragen.

4) Es ist unverständlich, warum in diesem Zusammenhang explizit auf "Babys" und "Tiere" hingewiesen wird. Bei beiden ist der Placeboeffekt bestens nachgewiesen.

Vielleicht wirklich noch einmal das kurze Video angucken, das ich verlinkt habe, da sind die Mechanismen, die zu solchen falschen Eindrücken führen können eigentlich sehr schön erklärt.

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@Hoppalla2013

Womit wir uns wieder mal im Kreise drehen: Hier ein Auszug aus meinem obigen Kommentar --> "meine Argumente in dem o.g. Link beschreiben sehr schön, welch gute Erfahrungen man mit homöopathischer Behandlung machen kann. Auch, warum herkömmliche Studien sich nicht 1:1 auf homöopathische Behandlungen anwenden lassen, steht dort". Ebenso hatte ich dargelegt, dass das Argument mit dem Placeboeffekt in vielen Fällen nicht mehr haltbar ist, wenn man sich den jeweiligen Einzelfall genau anguckt.

Du hast dich einmal beschwert, dass deine Fragen in den Kommentaren nicht beantwortet wurden. Das liegt daran, dass die Antworten (so wie hier) bereits gegeben wurden und ich nicht die Zeit und Muße habe, jedesmal wieder darauf einzugehen.

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@Wincarloc

Wincarloc

1) mein letzter Kommentar ging ganz deutlich an SirGawain, den edlen Ritter

2) Lies Dir vielleicht selber noch einmal durch, was hier und im anderen Thread steht.

Du hattest lediglich behauptet, Studien wären nicht 1:1 auf die Homöopathie anwendbar. Auf einen sachlichen Einwand, dass diese Behauptung falsch ist, hast Du nicht geantwortet.

Du hattest lediglich behauptet, das Argument mit dem Placeboeffekt sei nicht haltbar. Den sachlichen Einwand, dass eine Einzelperson aber nur eingeschränkten Überblick haben kann und daher genau diese Schlussfolgerung nicht treffen kann, ignorierst Du ebenso wie meinen Hinweis auf die fundamentalen Widersprüche zu gesicherten naturwissenschaflichen Erkenntnissen.

Du musst nicht jedesmal darauf eingehen. Ich korrigiere lediglich so nicht haltbare Aussagen im Interesse des Fragestellers. Es sollen ja keine falschen Ratschläge weitergegeben werden.

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@uteausmuenchen

1) mein Kommentar bezog sich nicht auf dich, sondern auf Hoppala

2) Ich habe nicht behauptet, sondern ich habe erklärt. Und deine "gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse" habe ich nicht ignoriert, sondern darüber haben wir auch bereits ausführlich diskutiert.

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@Wincarloc

Habs schon erwartet, dass eine solche Antwort kommt auf mein Argument bez Placeboeffekt. Es wird halt mal so mal so beleuchtet, je nachdem ob sichs um Homöopathie oder um Schulmedizin handelt, und die argumentativen Löcher sind offensichtlich. Jeder erfahrene Homöopath hätte anderes zu berichten, aber die Fachleute haben hier schon lange das Feld geräumt - sehr schade. Offensichtlich haben die Gegner mehr Zeit und Energie übrig. Jedenfalls hab auch ich weder Lust noch Zeit, länger zu diskutieren - es wird da nie eine Öffnung geben, wie es zum Wohle der Patienten nötig wäre...

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@SirGawain

@ SirGawain: Dein obiger Kommentar geht an Hoppalla2013, oder?

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@Wincarloc

Nein, Wincarloc, an "uteausmünchen"! Danke für die Nachfrage. es ist eben unpraktisch hier, dass man nicht direkt unter einem Kommentar antworten kann. Das müsste mal geändert werden.

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@SirGawain

Jedenfalls hab auch ich weder Lust noch Zeit, länger zu diskutieren - es wird da nie eine Öffnung geben, wie es zum Wohle der Patienten nötig wäre...

Aber hoffentlich sachliche und korrekte Aufklärung abseits des Niveaus von Fernsehprogrammbeilagen. Das ist zum Wohle und Schutz des Patienten vor sinnlosen "Behandlungen".

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@Bennykater

Ja, das sehe ich auch so. Sachliche Aufklärung über alle Heilmethoden und nicht nur eine General-Ablehnung der Alternativen zur "Schulmedizin". Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie, Ostheopathie..., das sind durchaus ernstzunehmende Alternativen, die schon vielen Patienten Heilung oder Linderung gebracht haben. Diese Möglichkeiten sollte man keinem Patienten vorenthalten, da sie ihm ohne chemische Belastung des Körpers zu wesentlich höherer Lebensqualität verhelfen können. Das heißt nicht, dass die "Schulmedizin out ist. Im Gegenteil, sie ist besonders - aber nicht nur - in Notfällen und zur Diagnosestellung lebensnotwendig. Und deshalb ist es das Beste, wenn sich die Vertreter der jeweiligen Bereiche nicht gegenseitig bekämpfen, sondern Hand in Hand zusammenarbeiten. Bei vielen Ärzten klappt das auch schon wirklich gut.

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