Wer kennt sich aus mit Führerschein Entzug; brauche bitte eure Hilfe?

8 Antworten

Hallo Nicolai,

hierfür ist wichtig, WO du den Verstoß begangen hast. Denn den Bußgeldbescheid erstellt ja die für diesen (Tat)Ort zuständige Bußgeldstelle und die will auch deinen Führerschein haben.

Das steht auch in dem Bußgeldbescheid - diesen also auch mal genau durchlesen ;-)

Wenn der Verstoß in einem anderen Bundesland begangen wurde, kann das einen ganz schönen Aufwand bedeuten.

War es im eigenen Bundesland oder auch im eigenen Landkreis und die zuständige Bußgeldstelle ist dennoch weiter weg, kannst du den Führerschein unter Umständen auch an der für dich zuständigen Fahrerlaubnisbehörde / Führerscheinstelle abgeben.

Sonntags ist das natürlich nicht möglich.

Du kannst den Führerschein auch per Post hinschicken, was aber zum einen weitere Kosten für und Rückversand produziert und die Dauer künstlich verlängert. Denn der Postweg wird nicht als Zeit des Fahrverbots angerechnet.

Bei der Polizei kann man ihn auch abgeben. Das ist aber nicht überall möglich.

Für das Abgeben an der Fahrerlaubnisbehörde oder der Polizei musst du dich auf jeden Fall vorher erkundigen, ob das möglich ist.

Siehe auch anhängenden echten Fall.

Ein Fahrverbot von einem Monat dauert auch immer genau einen Monat - unabhängig davon, wie viele Tage der Monat hat.

Gibst du den Führerschein am 1. eines Monats ab, gilt es immer bis zum letzten Tag des Monats - egal, ob der Monat 28, 29, 30 oder 31 Tage hat. Ab dem 1. des folgenden Monats bekommst du ihn wieder.

Gibst du ihn am 29. eines Monats ab, gilt das Fahrverbot bis einschließlich des 28. des nächsten Monats. Ab dem 29. des nächsten Monats kannst du ihn wieder abholen.

Viele Grüße

Michael

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Hier noch ein echtes Beispiel:

Wohnhaft in Hessen an der Grenze zu Bayern und geblitzt im tiefsten Süden Bayerns. Folge: 1 Monat Fahrverbot.

Er wurde aufgefordert, den Führerschein nun auch genau dort abzugeben. Persönlich war das allerdings Blödsinn, da gut 450 km entfernt.

Versenden wollte er den Führerschein aus oben genannten Gründen nicht.

Das "eigene Landratsamt" wollte den Führerschein nicht haben, da Hessen und nicht Bayern.

Also hat er kurzerhand mit der Familie einen Sonntagsausflug ins nahe gelegene Bayern gemacht und hat den Führerschein an einer bayerischen Polizeidienststelle abgegeben.

Er wurde sogar über die komplette Dauer dort aufbewahrt. Die Bußgeldstelle wurde natürlich darüber informiert.

Nach Hause gefahren ist dann natürlich seine Frau ;-)

Nach einem Monat hat er ihn auch genau dort wieder abgeholt.


Das Fahrverbot beginnt erst wenn er in Amtliche Verwahrung genommen wurde .

Lässt sich die Polizei darauf ein und leitet ihn weiter so beginnt das am tag der Abgabe . ( Bestätigen lassen, vorher abklären  )

Verschickst du den FS , beginnt das Fahrverbot erst wenn ein Beamter den FS in den Händen hält . Postlaufzeit berücksichtigen !

Das Fahrverbot endet genau einen Monat später nachdem der FS in amtliche Verwahrung genommen wurde . Er wird dir vorher zugeschickt !

 

Bei der Polizei kannst Du ihn nicht abgeben, die werden ihn nicht annehmen. In dem Bescheid müsste stehen, an welche Behörde (welches Ordnungsamt) du den Führerschein schicken musst. Normalerweise ist es das Ordnungsamt des Kreises in dem der Verstoß begangen wurde. Die Rücksendung erfolgt dann automatisch nach Ablauf der Frist. Denk aber dran, das Ding per Einschreiben zu verschicken!!!

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