Wer kennt 2 klassische und 2 moderne Theaterstücke?

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klassisch - Frag nach bei Shakespeare

standard z.B. Hamlet "Sein oder nicht sein", einer der bekanntesten Monologe überhaupt.

Auch Goethe hat gute Monologe im Faust...

Modern:

Heiner Müller: Germania 3 Gespenster am toten Mann

Elfriede Jelinek: Bambiland

und sorry, wer Schauspiel studieren will, aber nicht mal klassische Werke kennt, sollte sich vllt. überlegen, ob das der richtige Weg ist.

Wie schon bei anderen erwähnt gibt es Vorsprechbücher, die einem bereits gekürzte Monologe anbieten. Um sich eine Übersicht zu schaffen, was geht oder nicht, sind die auch nicht schlecht... allerdings rate ich jedem ab sich einer dieser Monologe zu wählen. Am Ende sehen die Prüfer immer die gleichen Texte aus den gleichen Büchern und so wird es schwer noch wirklich aufzufallen unter der Masse, die alle das gleiche machen. Lest euch die Monologe in diesen Büchern durch und schaut welche Autoren euch gefallen. Sucht euch von diesen Autoren Stücke heraus, die ihr - der Kurzfassung nach- spannend findet. Lest die Stücke ganz (!!!), denn nur so lässt sich eine Aussage über das Verhalten, den Charakter, die Ziele der Figur treffen. Wenn ihr dann etwas gewählt habt, fragt euch nicht, was ein Germanist darüber schreibt, ein Theaterwissenschaftler analysiert oder euch Lektürehilfen sagen. Es geht darum, wie ihr die Figur versteht! Spielt sie so, wie sie zu euch im Kopf spricht, während ihr das Stück lest. Seid mutig und packt möglichst viel von eurer Persönlichkeit mit hinein, denn nur das ist, was die Komission sehen will. Es geht überhaupt nicht daru, ob es perfekt ist oder nicht, aber man möchte euren Mut und eure Kreativität sehen, den Zugang den IHR zum Stück und zur Figur gefunden habt. Natürlich muss man das Stück verstanden haben, und es geht nicht darum etwas komplett anderes zu spielen, als es der Autor vorsieht. Doch der ist meistens eh schon tot, also fragt euch bloß nicht: Was wollte der Autor damit sagen! Das ist der Tod einer jeden Eigeninterpretation!

Um nur ein paar Autoren zu nennen, auch wenn das wirklich ein wnig platt und zu einfach sortiert ist, die seltener gewählt werden: ("klassisch", komisch: Molière, Beckett,) ("modern" Xavier Durringer, Dea Loher, Bernhard-Marie-Koltès)

Natürlich kann man auch mit einer mutigen, tollen Interpretation der gewohnten Vorsprechmonologe, wie Hamlet, die Räuber oder Frühlingserwachen punkten, man muss sich jedoch im Klaren sein, dass die Prüfer das schon tausendmal gesehen haben und es somit schwerer ist zu überzeugen. Oftmals kommen auch selbstgeschriebene Monologe gut an, oder Szenen, die auf einem Roman basieren (funktioniert z.B. bei Dostojewski gut). Auf Mut und Kreativität kommt es an.

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