Wer kennst sich mit der Heizung aus?

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7 Antworten

Die Brennwerttechnik ist mittlerweile ausgereift und funktioniert, wenn sie richtig eingebaut und eingestellt ist optimal und mit geringem Brennstoffverbrauch. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe dagegen ist die denkbar ungünstigste Form der Wärmepumpe, die man sich denken kann. Sie funktioniert als Warmwasserbereitung in warmen Zeiten ausreichend. Aber wenn die Luft als Ausgangswärmeträger kälter wird, dann ist es mit dem Wirkungsgrad und der Energieeinsparung Essig. Da die meisten Luft-Wärmepumpen als Zusatzheizer eine Elektropatrone integriert haben, entstehen bei nicht ausreichender Lufttemperatur ziemlich hohe Energiekosten, weil dann das Warmwasser mit Hilfe von Elektroenergie auf Temperatur gebracht werden muß. Nach meiner Erfahrung ist eine Wärmepumpe, wenn überhaupt nur mit Wasser als Ausgangswärmeträger wirtschaftlich zu betreiben. Sicherer ist, wenn die Heizungsanlage und die Warmwasserbereitung durch den Einsatz von Solarheizflächen unterstützt wird. Die Solartechnik ist bereits seit vielen Jahren in Gebrauch und ist miitlerweile ausgereift und sicher zu betreiben. Daß das Warmwasser nicht ausreichend sein wird, ist nicht zu befürchten, wenn die Anlage nicht zu sparsam projektiert und gebaut wurde. Allerdings erhöhen sich die Kosten immens, je öfter der  Wärmepumpe die Leistung fehlt, um das Warmwasser wieder nach zu heizen. Eine echte Alternative zur Wärmepumpe ist ein Blockheizkraftwerk, daß Elektroenergie produziert und nebenbei noch die Heizung übernimmt. Dabei wird das Gas steuerlich vergünstigt für das BHKW geliefert und die erzeugte Elektroenergie wird vergütet und bei Einspeisung in das öffentliche Netz gibt es noch einmal eine Vergütung oben auf. Wärmepumpen hören sich schön an, haben aber einige systembedingte Nachteile, die meiner Meinung einem wirtschaftlichen Einsatz entgegenstehen.

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Kommentar von MrNikeAir
12.01.2016, 20:30

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Jetzt wollte ich aber doch nochmal nachfragen. Da es ja ein Neubau ist denke ich, dass dies auf dem neuesten Stand ist bzw. den neusten energetischen Anforderungen entspricht. Es wird zudem Energieeffizienzklasse A angegeben, dass hat doch mit dem Verbrauch zu tun oder?

Hier mal das Angebot:

http://www.immonet.de/angebot/26445637?drop=sel

Über eine weitere Antwort würde ich mich sehr freuen.

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Kommentar von Simko
13.01.2016, 06:37

Die Ausführungen zu LWP sind nicht korrekt!

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Nun, wenn man sich eine Wohnung kaufen möchte, sollte man sich zunächst die vollständigen Berechnungsunterlagen zur Heizungsanlage und WW-Bereitung vom Anbieter zeigen lassen und von einem verkaufsunabhängigen Fachmann gegenchecken lassen.

Sehr empfehlenswert, im Kaufvertrag eine maximal zulässige Anlagenaufwandszahl zu vereinbaren, andernfalls ist der Griff in´s Klo vorprogrammiert!

Die anlagentechnische Kombi GBW u. LWP bei der Wärmeerzeugung ist bei einem Neubau völlig sinnfrei!

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Kommentar von realistir
12.01.2016, 13:27

erkläre sinnfrei bitte genauer

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Das sind ein bisschen wenig Daten.

Ich selber bin kein Fan von Luft-Wärmepumpen. Die Wirtschaftlichkeit sinkt bei fallenden Außentemperaturen - also im Winter. Irgendwann muss die Gastherme zuheizen.

Bei einem Neubau, in dem nur eine geringe Vorlauftempetatur gebarucht wird, mag das gehen.

Wenn plötzlich das Warmwasser weg bleibt, ist es keine Frage des Systems, sondern der Auslegung.

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Ich habe auch Gasheizung und Warmwasser gekoppelt. Der Warmwasser-Behälter beinhaltet 80 Liter Wasser. Wenn ich davon verbrauche und das Wasser muß nachgeheizt werden, fällt kurzzeitig die Heizung herunter, was aber kaum bemerkt wird. Es handelt sich um eine Junkers Therme! Das kalte Wasser in der Leitung läuft normal weiter.

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Die eigentliche Frage wäre doch, kennen sich die heizungsanlagen Verkäufer ausreichend genug mit dem Kram aus, den sie verkaufen?

Theoretisch funktioniert ja fast alles und nicht nur theoretisch ist sogar mit Schrott Geld zu machen

Du schreibst oben, du hast 0 Ahnung! Trotz Null Ahnung willst du aber eine Kombination von GBW und LWP haben! Kapierst du wenigstens, wenn du mit solcher Anfrage bei den Heizungsverkäufern vorspricht, klingeln denen schon im Kopf die Kassen.

Wozu also so eine Kombination? 
Angenommen die GBW kann max 20 KW leisten und min runde 7. Glaubst du dann, die LWP solle und könnte diese 0 bis 7 KW dann ersatzweise abdecken und vermutlich für welche Laufzeit/Betriebszeit? 

Du willst also zwei mal eine Menge Geld ausgeben, um möglichst sparsam heizen zu können, weißt aber nicht, ob solch eine Kombination viel Sinn macht und außerdem sehr gut miteinander arbeiten kann?

Nur weil du eine eventuelle Mehrleistung eines Wärmeerzeugers vermeiden willst, so einen Aufwand? Überlege mal, ob dein Auto mit sagen wir 100 PS diese 100 PS fast immer braucht. Meist nicht, garantiert nicht. Aber dort zählen solche Zahlenspielchen nicht, da macht sich niemand Gedanken über diesen Unsinn. Bei sonstigem wird gerne übertrieben!

Übrigens, die meisten Regelungen arbeiten fast alle nach einen blöden Prinzip an das sich alle Hersteller gewöhnt haben. Vorlaufgesteuerte Regelung nach Aussentemperatur. Ist der größte Scheibenkleister ähnlich Microsoft Windows, hat sich aber so eingebürgert, da denkt niemand mehr drüber nach.

Eine Rücklauftemperaturregelung wäre optimaler, aber damit kennt sich kaum jemand aus, haben die Anlagenhersteller kein Interesse usw.
Verschwendet wir also nicht nur bei Autos eine ganze Menge, auch durch nicht gewollte Verbesserungen wird verschwendet.

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Kommentar von MrNikeAir
12.01.2016, 15:47

Habe ich vielleicht falsch formuliert. Wir wollen die Wohnung kaufen und das Haus ist schon im Bau. Alles wurde vom Bauträger geplant. Ich habe mich nicht für diese Heizung entschieden.

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Du willst also eine Wohnung kaufen????????

Von der Heizung verstehe ich etwas, was die Fachleute schrieben ist, so wie ich es verstehe, alles richtig.

Aber du gehst, nach meiner Meinung, den Kauf etwas leicht an. Es sind andere  Dinge viel wichtiger, die du aber nicht nachfragst.

Wieviel Wohnungen hat die Wohnanlage, wer verwaltet sie, wie gestaltet es sich mit den "Rücklagen", wer ist der Bauträger und wie seriös ist er.

Den Kaufvertrag nicht mit anderen Parteien in einer Veranstaltung beim Notar unterschreiben sondern einzeln und vorher durch eine RA prüfen lassen. Das oft angeführte Argument, dass das dann billiger sei, kann teuer werden.

Wenn der Verwalter im Kaufvertrag schon festgeschrieben wird, dann ist was "unklar".

Da gibt es dann noch andere Sachen die beachtet werden sollten u. a. die Bauabnahme und Fehlerbeseitigung.

Die derzeitigen Zinsen bleiben nicht so niedrig. Die Unterschrift ist schnell geleistet, aus dem Vertrag kommst du danach nicht mehr raus.

Der Bauträger, der Immobilienvermittler und die Bank wollen nur dein Bestes, dein Geld. Lass dich durch nettes gerede nicht einlullen, sondern sei äußerst wachsam. MfG


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Kommentar von MrNikeAir
14.01.2016, 07:38

Also die Wohnanlage hat 2 Gebäude mit je 3 Wohneinheiten. Die Bauträgerin zieht selbst dort ein und hat dies als Privatperson bauen lassen und nicht als Firma. Die Firmen die dort Arbeiten sind mir alle bekannt und sehr seriös. Auch die Maklerin hat in unserer Region einen guten Ruf und ist sehr bekannt. Es ist Käuferprovisionsfrei. Es gibt keine "Notarveranstalltung" 4 Wohnungen sind schon verkauft. Ich kann den Notar selbst wählen.

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Wen eine Gastherme in der eigene Wohnung ist hat das nichts mit dem Warmwasserverbrauch des nachbarn zu tun den Deine Gastherme wird wohl Für die Heizung und dem Warmwasserverbrauch zuständieg sein.

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