Wer kassiert die Filmgewinne?

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2 Antworten

Ich schreibe das bisschen, dass ich weiß. Für die Erstellung von Filmen werden in der Regel Gesellschaften gegründet, typischerweise eine GmbH oder GbR. Die hat vielfältige Zwecke. Zum einen werden die Geldgeber für diese Filme an dieser Gesellschaft beteiligt.

Zum anderen wird ein Ansprechpartner für die Geschäftsbeziehungen gebraucht. Auch die Finanzverwaltung hat gerne eine klare Zuordnung, wen sie anspricht. Der Film "gehört" also den Gesellschaftern, die meistens unterschiedlich daran beteiligt sind. Der Film verursacht erstmal Kosten für Schauspieler, für Requisiten, Mieten für Räume.

Hier weiß ich nicht so genau Bescheid, aber ungefähr so wird es sein: Filme werden Filmverleihern gegen eine Gebühr überlassen. Die Verleiher verleihen diese Filme an Kinos, schicken den Kinos also Kopien. Die Kinos wiederum müssen einen Anteil der Einnahmen an die Verleiher abgeben, die Verleiher wiederum an die Filmgesellschaft. Die Filmgesellschaft bezahlt damit, wenn sie Gewinn gemacht hat, ihre Schulden.

Der Überschuss wird, je nach Gesellschaftbeschluss - vielleicht wollen die Gesellschafter ja das Geld auch in der Gesellschaft lassen für ein neues Projekt - an die Gesellschafter ausgezahlt.

Dazu gibt es noch Gebühren der Gema für Schauspieler, Regisseure und Filmgesellschaften. Das ist aber im Vergleich nicht die Welt.

In der Regel? Du redest von den in Europa üblichen Abschreibungsmodellen zum Thema Film. Das ist aber wohl nicht die Regel. Außerdem handelt es sich dabei um Personengesellschaften um die Verlustzuweisungen machen zu können. Allerdings ist mir in dem Bereich auch keine GbR bekannt. Das wäre ja auch Wahnsinn, dann könnte jeder der drin ist nach außen machen was er will. Es handelt sich am ehesten um Kommandit -Gesellschaften.

Wenn sie Gewinn macht, dann zahlt sie ihre Schulden? Interessant! Es geht ja genau darum die Kosten über die Anleger zu decken. Wenn die Einlagen nicht reichen, dann kommt die Nachschusspflicht. Zu der haben sich die Eigner mit Kauf des Anteils verpflichtet. Oder der wird gleich kreditfinanziert.

Und um den Bogen fertig zu schlagen: Wenn jemand einen Anteil über 40.000 einbezahlt, dann hat er über die Haftung/Kredite von insgesamt 100.000 gezahlt und sich verpflichtet.

Alles sofort abzugsfähig, wenn es gut gemacht ist. Wer im Spitzensteuersatz von 40% liegt, der bekommt jetzt eine Steuerersparnis i.H.v. 40.000 € angerechnet. Die Wirkung wird im Verkauf so dargestellt, dass er 40.000 gibt und bekommt die vom Finanzamt wieder. Solange der Film die 60.000 € einspielt soweit auch kein Problem. Nur zahlt er natürlich Steuern auf den Zufluss aus Gewinnen. Egal ob er sie erhält oder der Kreditgeber.

Man sollte also etwas genauer lesen, wenn man im Glashaus sitzt. Sonst wird nämlich ganz schnell klargestellt, dass man selber keinen Unfug geschrieben hat und man fühlt dem anderen mal auf den Zahn.

Wobei Fehler passieren können. Dann sollte man darauf hinweisen und nicht versuchen Häme zu verbreiten. So wird dem anderen wenn er wirklich im Unrecht ist, es schwer gemacht sich zu entschuldigen. Ich hätte es trotzdem getan. Natürlich nicht bei Dir, sondern beim Fragesteller.

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@Dirk-D. Hansmann

Was hat das denn mit Abschreibungsgesellschaften zu tun? Und wieso kann in einer GBR jeder machen, was er will? Wieso gibt es die dann überhaupt? Die Kosten über die Anleger decken? Ja, anfangs, wenn noch keine Einnahmen fließen. Später will der Anleger seine Kohle zurück und Gewinn, wenn möglichst. Und welche Nachschusspflicht? Ich breche das weitere ab. Ich habe nicht sehr viel Ahnung, du aber hast die Brocken, die du aufgeschnappt hast, zu einer Soße verquirlt, die mit Wissen nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Du hast einen Fehler gemacht? Nein, es stimmt von hinten bis vorne nicht. Und das musste in dieser Deutlichkeit mal raus! Deswegen breche ich hier ab.

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Bestimmt nicht in Gänze. Außerdem kommen da auch die Verträge z.B. mit Schauspielern zum Tragen. Die können nämlich auch Tantieme Ansprüche für Wiederaufführungsrechte usw. erhalten.

Eigentlich werden Schauspieler, Regie und alle anderen von den Produktionskosten bezahlt. Darum heißen die ja auch so.

Dann ist die Frage wer das Geld gegeben hat. Dem oder der Geldsammelstelle gehört der Film. Die Erträge werden an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Geldsammelstelle? Die Produktionskosten bezahlen die Schauspieler? Lol. Man sollte nur schreiben, wenn wenn man was weiß.

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@Dekkert

Ich habe keine Ahnung wie Du darauf kommst, dass ich das so geschrieben habe. "von den Produktionskosten bezahlt." heißt für mich nicht, dass die Schauspieler zahlen oder gezahlt haben.

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