Wer kann mir sagen woher dieser Helm kommt?

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4 Antworten

Hallo plien96,

ich denke, dass es sich bei diesem Helm um einen Feuerwehrhelm der Fa. Ziegler handelt, der in dieser Form zwischen 1960 und ca. 1970 hergestellt worden ist. Vgl. hier: http://derfeuerwehrhelm.de/helm.php?id=1131732429&pic=1131732484#pics
Vorgängermodelle verfügten noch nicht über die hier zu erkennenden Belüftungslöcher bzw. hatten die ersten Belüftungslöcher sehr viel weiter oben, das Ziegler-Nachfolgemodell hat durch ein verändertes Innenleben andere Nieten und Bohrungen an anderen Stellen gehabt. Um das nun ganz genau beurteilen zu können, müsste man mehr über das Metall sagen: Das oben verlinkte Modell bestand noch aus Stahlblech, der Nachfolger schon aus Aluminium.

In den 1960er Jahren wurden die Helme nach und nach "leuchtend" durch fluoreszierende Farbe - allerdings wurden die schwarzen Helme teilweise noch bis in die frühen 1980er Jahre hinein getragen.

Die 1891 gegründete Firma Ziegler gibt es immer noch, sie ist bekannt als Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen und -Ausrüstung.

Kleine Exkursion in die Geschichte:
Die Helmform entspricht tatsächlich den alten Wehrmachtshelmen. Feuerwehren haben schon immer auf Helmmodelle des Militärs zurückgegriffen. Zum einen gab es diese ja bereits, so das nichts neu erfunden werden musste - zum anderen konnten die Feuerwehren so sehr günstig an ausgemustertes Material des Militärs kommen.
Diese Helmform wurde etwa ab 1916 beim Militär getragen (Stahlhelm M16) und löste die alten, ledernen und stark verzierten Pickelhauben ab (größere Reichweite der Waffen - kein Kampf "Mann gegen Mann" mehr sondern über größere Distanzen > Tarnung war nun gefragt und dem standen die Pickelhauben mit ihren glänzenden Spitzen usw. entgegen). Der Wehrmachtshelm hat dann in den Folgejahren mehrere materielle Veränderungen erfahren (Modelle M1934, M1943, ...).
Ab 1933 wurde der wurde der Wehrmachtshelm leicht abgeändert (Nackenschutz etc.) auch bei den Feuerwehren eingesetzt.
Nach dem Krieg mangelte es dann bekanntlich an allem... nur nicht an ausgedienter Militärausrüstung. Zu der Zeit wurden dann viele Wehrmachtshelme durch die Feuerwehren weiter genutzt (meist schwarz überlackiert, um die Wehrmachts- und Nazisymbole zu überdecken) und später dann auch verändert (Nackenleder, Schutzvisir) als Feuerwehrhelme weiter produziert. Ab 1964 nach DIN genormt und mit nachleuchtender, fluoreszierender Farbe lackiert.
Erst seit ca. 20 Jahren gibt es auf dem deutschen Markt verschiedenste Helmformen für Feuerwehren - allerdings auch noch die alte Wehrmachtsform, wenngleich inzwischen auch aus Kunststoff.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr

Immer wieder schön zu sehen, wie hilfsbereit manche Leute doch sein können. Top Antwort!

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Halte mal einen Magnet dran. Wir hatten hier auch Feuerwehrhelme, die aus alten Wehrmachtshelmen (Stahlhelmen) umgebaut wurden, die haben dann auch ein Nackenleder bekommen (Schutz, dass keine glühenden Teile hinten in den Kragen fallen), das ist hier nicht dran. Nach dem Krieg mussten die halt das verwenden, was da war.. Wenn der Helm nicht magnetisch ist, ist es vermutlich ein Feuerwehrhelm neuerer Herstellung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und wenn er magnetisch ist ?

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@plien96

Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es ein umgearbeiteter Stahlhelm der Wehrmacht oder des Luftschutzes ist. Bei einem Feuerwehr-Helm, den ich mal gesehen habe, war unter der schwarzen Farbe noch ein schwarz-weiß-rotes Wehrmachtsemblem.

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Ein Stahl-Feuerwehrhelm der Firma Ziegler. Wahrscheinlich kurz nach dem 2. WK im Einsatz gewesen.

Ist zwar nicht sehr viel Wert, aber bei Sammlern trotzdem beliebt, wenn der Zustand passt.

Das scheint mir ein Feuerwehrhelm zu sein. Firma Ziegler gibt es immer noch.

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