Wer kann mir in Bio helfen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Moin,

Transportmöglichkeiten durch eine Biomembran:

Die Zellmembran ist semipermeabel. Das heißt, dass sie bestimmte Teilchen wie kleine Wassermoleküle oder fettlösliche Moleküle durch eine einfache Diffusion passieren lässt, während sie für andere – vor allem für Ionen oder große Moleküle – zunächst eine unüberwindliche Barriere darstellt.

Es gibt allerdings Membranproteine, die relativ spezifisch Ionen oder hydrophilen organischen Molekülen ein Passieren durch die Membran ermöglichen. Diese Transportform bezeichnet man als erleichterte Diffusion. Sie kann über Trägerproteine (Carrier) oder Porenproteine (Kanalproteine)
erfolgen. Erstere nehmen das zu transportierende Molekül auf, machen dann eine Konformationsveränderung durch und geben dabei das Molekül auf der anderen Membranseite wieder ab, wodurch sie in ihre ursprüngliche Konformation zurückkehren.
Ionen gelangen dagegen meist durch Kanalproteine von einer auf die andere
Seite. Dabei können die Kanalproteine ständig geöffnet sein oder sie öffnen
sich erst auf ein spezifisches Signal hin (zum Beispiel Veränderung der
Spannung, Andocken von Neurotransmittern oder Hormonen). Da in den bisher betrachteten Fällen der Stofftransport entlang eines Konzentrationsgefälles erfolgt, wird weder für die einfache noch für die erleichterte Diffusion Energie in Form von ATP gebraucht. Darum bezeichnet man diese Formen als passiven Transport.

Es kommt aber oft genug vor, dass Teilchen gegen ein Konzentrationsgefälle transportiert werden müssen. Das erfordert den Einsatz von Energie (ATP), weshalb man von einem aktiven Transport spricht. Der aktive Transport erfolgt entweder ebenfalls über Carrier oder über Pumpenproteine. Man unterscheidet weiter den primär aktiven von einem sekundär aktiven Transport.
Im ersten Fall wird ATP direkt als Energiequelle genutzt, um Teilchen gegen das Gefälle zu transportieren. Das kann sowohl über Carrier als auch über Pumpen erfolgen. So ist zum Beispiel die Natrium-Kalium-Pumpe ein solches System, das unter ATP-Verbrauch nacheinander drei Natrium-Ionen aus der Zelle heraus und zwei Kalium-Ionen in die Zelle hinein befördert, selbst wenn im Außenmedium bereits mehr Natrium-Ionen und im Innenmilieu mehr Kalium-Ionen vorhanden sind. Weil der Transport der Ionen fast gleichzeitig, aber in entgegengesetzter Richtung erfolgt, spricht man auch von einem Antiport. Das so entstehende Konzentrationsgefälle kann nun seinerseits als Antrieb für einen Transport gegen ein anderes Konzentrationsgefälle genutzt werden. So gibt es beispielsweise Carrier-Proteine, die Natrium-Ionen wieder in eine Zelle lassen, aber nur, wenn gleichzeitig ein weiteres Transportmolekül (zum Beispiel Glucose oder Aminosäuren) mit eingeschleust wird. Weil hier ein gleichzeitiger Transport in die gleiche Richtung erfolgt, bezeichnet man diese Form auch als Symport. Der Symport kann das mit eingeschleuste Molekül auch gegen dessen Konzentrationsgefälle transportieren, weil das Natrium-Ionengefälle als Antrieb dient. Da andererseits das Natrium-Ionengefälle nur auf die ATP verbrauchende Aktivität der Natrium-Kalium-Pumpe zurückzuführen ist, spricht man von einem sekundär aktiven Transport.

Häufig schaffen Energie verbrauchende Protonenpumpen die Voraussetzung für sekundär aktive Transportprozesse durch die Membran. Die Protonenpumpen sorgen unter Verbrauch von ATP für die Anreicherung von positiver Ladung auf der Außenseite der Membran und bauen so ein Ladungsgefälle auf. Das Ladungsgefälle wird dann als Antrieb genutzt, um andere Ionen (zum Beispiel Kalium-Ionen) durch Kanalproteine in die Zelle zu überführen, selbst wenn im Inneren im Vergleich mit dem Außenmilieu ein Überschuss an Kalium-Ionen herrschen sollte.

Größere Partikel oder Flüssigkeitsmengen können auch über Ein- bzw. Ausstülpungen von Membranen in die Zelle aufgenommen oder aus der Zelle hinausbefördert werden. Dabei spricht man von einer Endocytose, wenn etwas in die Zelle aufgenommen wird, und von einer Exocytose, wenn etwas Größeres aus der Zellen hinausbefördert wird. Mit Phagocytose meint man, dass feste Bestandteile (zum Beispiel ein Nahrungspartikel) aufgenommen wird, während die Aufnahme von Flüssigkeiten Pinocytose genannt wird.

Zusammenfassung:

1) Der passive Transport
• Kleine oder fettlösliche Moleküle können durch einfache Diffusion die Biomembran passieren (zum Beispiel Wasser);
• geladene Ionen oder größere Moleküle können die Biomembran durch eine erleichterte Diffusion passieren, wenn Kanalproteine oder Trägerproteine (sogenannte Carrier) in der Membran vorhanden sind (zum Beispiel Kaliumionen wandern durch ständig geöffnete Kaliumionen-Kanäle).

Man bezeichnet diese Art von Transport als "passiv", weil dabei keine Energie in Form von ATP verbraucht wird, sondern der Transport entlang eines Konzentrations- und / oder eines Ladungsgefälles erfolgt.

2) Der aktive Transport
a) Primär aktiver Transport
• Es gibt auch Trägerproteine (Carrier), die unter ATP-Verbrauch Teilchen von einer Seite einer Biomembran auf die andere befördern.
• Es gibt Pumpenproteine, die unter ATP-Verbrauch Teilchen von einer Membranseite auf die andere befördern.

b) Sekundär aktiver Transport
• Scheinbar passive Transporte durch eine Biomembran entlang eines Konzentrations- oder Ladungsgefälles, die aber nur möglich sind, weil zuvor ein ATP-verbrauchender (und damit aktiver) Transport für das Gefälle gesorgt hat.

Werden verschiedene Teilchen (beinahe) gleichzeitig transportiert, spricht man von einem Antiport, wenn die eine Teilchensorte aus einer Zelle hinaus, die andere hinein befördert wird.
Ein Symport ist die Beförderung von Teilchen auf die gleiche Seite der Biomembran.

Alles klar?!

LG von der Waterkant.

Vielen Dank

0

Ach so, ja, ich hätte beinahe die Sache mit den Pflanzen- und Tierzellen vergessen:

Pflanzenzellen erkennst du an
• vorhandenen Chloroplasten (bzw. anderen Plastiden)
• einer Zellwand aus Cellulose
• einer Zentralvakuole (einem mit einer Membran umgebenen Zellorganell, das einen wirklich großen Raum in der Zelle einnimmt)
• Plasmodesmen ("Tüpfel"; das sind kleine Löcher in den Zellwänden, durch die pflanzliche Zellen in einem Gewebe miteinander in Verbindung treten können)

Tierzellen erkennst du an
• ständig vorhandenen Centriolen (das sind membranlose Zellorganellen, die für die Zellteilung wichtig sind. Die gibt es zwar auch in Pflanzenzellen, aber nur, wenn sich die Zelle gerade teilt. In pflanzlichen Zellen werden die Centriolen also ständig auf- und wieder abgebaut, während sie in Tierzellen ständig vorhanden sind)
• Desmosomen (das sind Zell-Zellverbindungen, über die Tierzellen miteinander in Verbindung treten können)

Alle anderen Zellorganellen kommen in beiden Zelltypen vor.

Nochmal ein lieber Gruß von der Waterkant.

1

Ich kenne alle Seiten, aber habe mch für gute Frage net entschieden

Ich habe mich entschieden, solche Art der "Nachhilfe", die der blanken Bequemlichkeit geschuldet ist keinesfalls zu unterstützen.

Bitte keine doofen Kommentare wie ''Geh doch auf You-Tube'', ''google es doch'', ''Wozu gibt es Wikepedia'' ... etc.

Andere kannst du nach den gegebenen Umständen kaum erwarten. Sie sind auch nicht "doof", sondern richtungweisend.

Das ist mir ehrlich gesagt völlig egal, denn ich verstehe es einfach nicht !!!! Warum kann man mir nicht einfach Antworten und versuchen zu erklären. Ich bin nicht faul ! Ich bin eine sehr fleißige Person, das muss ich sogar sein, da ich verdammt nochmal 2 beste aus der Klasse bin und ich nicht runter kommen möchte. Also könnt ihr eure blöden Kommentare für euch behalten. Ich brauche nur Hilfe mehr nicht !

Schönen Abend noch ;)

0

Geh am besten auf Youtube, Wikipedia oder Google nachschauen :)

^^

0

Ja, @Kaxxli2001, das kann man so stehen lassen.

0

Was möchtest Du wissen?