Wer kann mir etwas zur Organspende sagen?

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6 Antworten

Es gibt psychologische Gespräche vorab, da wird geklärt das nicht nur körperlich alles zusammen passt sondern auch im Kopf :)

Lebendspende ist halt opti, man kann alles perfekt ohne Zeitdruck vorbereiten und das Organ hat keine "Liegezeit".

Das Argument mit weniger Sport oder Leistung zurückfahren kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn alles gut geht sind beide Seiten danach top fit.

Ich arbeite mit Spenderniere Vollzeit, körperlich oft hart, habe keinerlei Einschränkungen und meine Mutter, von der ich eine Niere bekommen habe, leitet mit 65 Jahren 3 Sportkurse wöchentlich ...

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Kommentar von Sitzzwerg68
11.07.2016, 20:32

Danke.... Toll etwas zu lesen von jemandem der aus eigener Erfahrung spricht.

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Deine Sorgen sind durchaus berechtigt. Wie schon in einer anderen Antwort zu lesen: das ist kein Spaziergang.

Eine sehr aufschlussreiche Seite ist die hier:

 https://www.organspende-info.de/

Hier werden alle Themen rund um Organspende beleuchtet Bevor es tatsächlich zur Lebendspende kommt wird der potenzielle Spender auch Gespräche mit Psychologen führen. Die LSK (Lebendspendekommision) muss zum Spender eine gutachterliche Stellungnahme abliefern.

Nur weil jemand aus medizinischen Gründen als Spender in Frage kommt, heißt das noch nicht, dass er tatsächlich Spender wird.

Ich empfehle die weitere Gespräche mit deiner Frau. Was sagt eigentlich ihre Schwester dazu? Würde sie überhaupt wollen, dass ihre Schwester dieses Risiko eingeht?

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Dem Beitrag von Rosswurscht kann ich nur hinzufügen, dass auch aus medizinischer Sicht die Lebendspende einer Niere heutzutage nur noch mit einem sehr geringen Risiko für den Spender verbunden ist.

Das Langzeit- Überleben nach der Organentnahme ist genauso gut wie in der übrigen Bevölkerung! Zwar gibt es ein geringes Risiko von Komplikationen während und unmittelbar nach der Operation, dafür werden Organspender anschließend medizinisch besonders gut überwacht, so können Krankheiten früher erkannt und behandelt werden.

Das Risiko einer Nierenerkrankung ist nicht per se erhöht. Natürlich ist es ein Problem, wenn die übrige Niere zufällig schwer geschädigt wird, aber das kann auch Menschen mit zwei Nieren passieren.

Was es auf der anderen Seite für den Empfänger bedeutet, ein passendes und gesundes Organ zu bekommen und damit meist viele Jahre ohne Dialyse leben zu können, kann sich wohl jeder vorstellen :-)

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Kommentar von JuxSinnlos
11.07.2016, 23:16

Womit ich natürlich die Sorgen der Angehörigen nicht abtun will! Das wichtigste ist es, darüber in der Familie zu sprechen, sich gute Informationen zu beschaffen und von den entsprechenden Ärzten (Nephrologen/ Urologen/ Chirurgen) beraten zu lassen.

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Nun, ich weiß nur eines: wenn du selber eine Niere spendest und dir dann die gesunde kaputt geht - was machst du dann? Sowas käme für mich nur in Frage, wenn es um Ehepartner oder eigene Kinder geht. Ob du psychisch als Spender in Frage kommt - das musst du tatsächlich mit den Ärzten klären. Eventuell erweitert im Familienkreis, wenn es um Leben oder Tod geht. Aber genau da kommt das ins Spiel: die eigene Psyche.

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Kommentar von Sitzzwerg68
11.07.2016, 16:40

Danke für deine Antwort.

Um genau zu sein, es geht um meine Frau die als Spenderin für ihre Schwester in Frage kommt. Die beiden haben ein sehr intensives und liebevolles Verhältnis zueinander und ich mach mir jetzt einfach Sorgen um meine Frau. Sorgen darüber, dass ihre Entscheidung von ihren Gefühlen getragen wird und sie dabei vergisst an sich selbst zu denken. Egal welche Entscheidung meine Frau trifft, ich stehe hinter ihr und werde sie unterstützen...aber ich mache mir eben auch Sorgen.

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ich hab meine Facharbeit darüber geschrieben, würd dir gerne mehr erzählen.
Auf jeden Fall kann die Spende Leben retten!
Wenn du allerdings eine Niere spendest, darfst du nach nur noch leichten Sport machen und solltest die arbeit zurückstufen.. das leben geht auch mit 1 Niere weiter

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