Wer kann mir das Video mit einfachen Worten erklären ( Mendelsche Gesetze)?

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1 Antwort

Hi,

ich kann's versuchen :)

Es geht um die klassische Genetik, also die Mendel'schen Gesetze.

Hier liegt ein dominant-rezessiver Erbgang vor.

In der Parentalgeneration P haben wir eine rote und eine gelbe Paprika. Die Allele, die für die Farbe codieren, gibt es einmal dominant (rot) und rezessiv (gelb). Beide Individuen der Parentalgeneration sind homozygot - bei der roten Schote homozygot dominant, bei der gelben homozygot rezessiv.

Nun musst du dir ein Kreuzungsschema aufzeichnen. Du schaust, welchen Genotyp die Individuen der ersten Filialgeneration F1 haben. Du wirst feststellen: Sie haben alle den Genotyp Aa, sie sind also alle heterozygot. Der Phänotyp der Schoten ist rot, da das dominante Allel das Merkmal ausprägt.

Daraus ergibt sich die erste Meldelsche Regel, auch Uniformitätsregel genannt:
Kreuzt man zwei Individuen derselben Art, die sich in einem Merkmal homozygot unterscheiden, so sind die Nachkommen der ersten Filialgeneration genotypisch und phänotypisch uniform.

Kreuzt du nun die Individuen der ersten Filialgeneration, erhält man die zweite Filialgeneration F2. Wir erhalten ein Mal AA (homozygot dominant), zwei Mal Aa (heterozygot) und ein Mal aa (homozygot rezessiv). Daraus folgt, dass drei der Schoten das Merkmal "rote Farbe", eine jedoch aufgrund der homozygoten Rezessivitität des Allelpaars das Merkmal "gelbe Schote". Die Genotypen sind also im Verhältnis 1:2:1 aufgespalten, die Phänotypen im Verhältnis 3:1.

Daraus ergibt sich die zweite Mendelsche Regel, auch Spaltungsregel genannt:
Kreuzt man zwei Vertreter der F1-Generation miteinander, so treten die Nachkommen der F2-Generation in bestimmten Zahlenverhältnissen auf. Das Zahlenverhältnis der Genotypen beträgt 1 (homozygot dominant) : 2 (heterozygot) : 1 (homozygot rezessiv), das der Phänotypen 3 (dominant) : 1 (rezessiv).

Fehlt noch die dritte Mendelsche Regel. DIe besagt einfach, dass Neukombinationen entstehen können, wenn man zwei Individuen derselben Art kreuzt, die sich in mehreren Merkmalen genotypisch unterscheiden, da die Merkmale unabhängig voneinander vererbt werden.

Hier nochmal die Fachbegriffe mit Erklärung:

  • Merkmal: Beobachtbare Eigenschaft
  • Merkmalsausprägung: Konkrete Ausbildung eines Merkmals
  • Monohybride Kreuzung: Kreuzung zweier Individuen, die sich in einem Merkmal reinerbig unterscheiden
  • Homozygot: reinerbig (z.B. Allelkombination AA oder aa)
  • Heterozygot: mischerbig (z.B. Allelkombination Aa)
  • Allele: Unterschiedliche Zustandsformen eines Gens, codieren aber für dasselbe Merkmal
  • Erste Mendel’sche Regel (Uniformitätsregel): Kreuzt man zwei Individuen derselben Art, die sich in einem Merkmal homozygot unterscheiden, so sind die Nachkommen der ersten Filialgeneration phänotypisch und genotypisch uniform.
  • Phänotyp: Ausprägung des Merkmals
  • Genotyp: Gesamtheit seiner Gene 
  • Dominant: vorherrschend
  • Rezessiv: zurücktretend
  • Zweite Mendel’sche Regel (Spaltungsregel): Kreuzt man zwei Vertreter der F1-Generation miteinander, so treten die Nachkommen der F2-Generation in bestimmten Zahlenverhältnissen auf. Das Zahlenverhältnis der Genotypen beträgt 1 (homozygot dominant) : 2 (heterozygot) : 1 (homozygot rezessiv), das der Phänotypen 3 (dominant) : 1 (rezessiv).
  • Dritte Mendel’sche Regel (Neukombinationsregel): Kreuzt man zwei Individuen derselben Rasse, die sich in mehreren Merkmalen unterscheiden, so werden diese unabhängig voneinander vererbt. Es können Neukombinationen entstehen.

Bei Fragen melde dich, hoffentlich hat es etwas geholfen.

LG

Luksilla 26.02.2017, 08:53

Wie lassen sich die Gesetze von Gregor Mendel auf die menschliche Genetik übertragen ?

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