Bandscheibenvorfall und Aufstockung - wer kann mir bitte eine nützliche bzw hilfreiche Antwort darauf geben?

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2 Antworten

Eure Aufstockung wird sich erhöhen,weil du durch dein Krankengeld weniger Einkommen hast,aber insgesamt werdet ihr weniger Geld im Monat zur Verfügung haben,weil dein Krankengeld fast vollständig auf euren Bedarf bzw.Leistungen angerechnet wird !

Denn deine Freibeträge nach § 11 b SGB - ll gelten nur bei Erwerbseinkommen und das erzielst du ja derzeit nicht.

Demnach blieben dir von deinem Krankengeld deine 30 € Versicherungspauschale und Beiträge für gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen,wie z.B. KFZ - Haftpflicht,diese würden dir dann theoretisch von deinem Krankengeld abgezogen.

Wenn du nicht gekündigt bist,dann muss dein AG - dir in den ersten 6 Wochen dein Einkommen weiter zahlen,aber darauf hast du dann keine erhöhten Freibeträge,weil es sich ja nicht um Erwerbseinkommen,sondern um Lohnersatz wegen Krankheit handelt.

Deshalb könnte es dann in diesen 6 Wochen weniger Aufstockung vom Jobcenter geben,weil du dann von deinen angenommenen 1300 € Brutto deine 300 € Freibetrag nach § 11 b SGB - ll nicht von deinem angenommenen Netto von 980 € geltend machen kannst.

Dann eben nur mal angenommen deine 30 € Versicherungspauschale,wenn du nicht noch gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen zahlen musst,es würden dann also ca.950 € anrechenbares Netto übrig bleiben und nicht wie beim Erwerbseinkommen ca. 680 €,nachdem die 300 € Freibetrag theoretisch abgezogen worden.

Das macht also eine Differenz von ca.270 € und 355 € habt ihr bekommen,dann sollte es für die ersten 6 Wochen noch ca. 85 € geben.

Erst wenn die 6 Wochen um sind und du weiter krank sein würdest,dann bekommst du dein Krankengeld von deiner KK - gezahlt und das ist dann deutlich weniger.

Dir stehen dann vom Bruttoeinkommen 70 % zu,aber nicht mehr als 90 % vom Netto,vom geringeren Wert gehen dann Sozialabgaben ab,dass dürften so um die 12,5 % sein und das ergibt dann das Netto Krankengeld,was dann durch 30 Tage geteilt den Tagessatz ergibt.

Wenn ich also von 1300 € Brutto ausgehe,dann würdest du nach den 6 Wochen mit 70 % bei 910 € Brutto liegen und 90 % von deinen ca. 980 € Netto würden ca. 882 € ergeben und das ist dann der geringere Betrag der dann als Brutto zur Berechnung herangezogen würde.

Es gingen dann also von den ca. 882 € die ca.12,5 % ab,dann sollte dein Krankengeld nach den 6 Wochen vom AG - noch ca. 771,75 € betragen.

Das würden dann also ca. 882 € Brutto sein,geteilt durch 30 Tage = ca. 29,40 € Tagessatz Brutto.

Die ca. 771,75 € Netto pro Monat,geteilt durch 30 Tage ergeben dann ca. 25,72 € Tagessatz Netto.

Wenn ich von 1300 € Brutto ausgehe und 980 € Netto und ihr vorher noch 355 € Aufstockung bekommen habt,dann solltet ihr also ca. 680 € anrechenbares Nettoeinkommen gehabt haben.

Da euch in einer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) derzeit jeweils ein Regelsatz von 360 € zusteht,würden das schon mal 720 € nur für die Regelsätze sein.

680 € + 355 € Aufstockung = 1035 € Bedarf im Monat,abzüglich der 720 € für die Regelsätze ergibt das noch ca. 315 € für eure KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung,also der Warmmiete.

Du schreibst aber das die 355 € genau dafür wären,demnach müsste eure Miete ja über 355 € liegen und dann könnten die 1300 € nicht Brutto,sondern es müsste Netto sein.

Dann hättest du bisher ein anrechenbares Netto nach Abzug der 300 € Freibetrag von ca. 1000 € gehabt und nach Abzug der 720 € für die Regelsätze noch 280 € für die KDU - und wenn ihr noch 355 € Aufstockung bekommen habt,dann sollte eure Miete bei ca. 635 € liegen.

Somit würde dann auch die Berechnung des Krankengeldes nicht stimmen,dass kannst du dir ja aber dann selber ausrechnen,die Prozente hast du ja.

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Kommentar von Bigbaris55
07.11.2015, 15:15

Also Ich bekomme 1300 Netto nicht brutto.Krankengeld bekomme Ich Seit 7.10 insgesamt 820 Euro Cirka.Und die Aufstockung für meine Freundin plus unserer neugeborenen Tochter liegt Bei 355,- Euro.Aber jetzt weiss Ich halt nicht wieviel Aufstockung Ich Bei 820 Euro Krankengeld bekomme. Unsere miete liegt Bei 710 Euro warm.Danke für Deine freundliche und teils hilfreiche Antwort :) 

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Ergänzend zur Antwort von isomatte (sie ist in Sachen Grundsicherung sehr erfahren):

Vorsorglich diese Hinweise von mir:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen). Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum und Unterschrift“).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten). - Nicht (oder angeblich nicht) abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. - Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit jobcenter unterlagen verloren.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein. Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch **Infos im Vertrauen** landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“ (wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen. Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem
           Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem
           Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

Ämterlotsen
Behördenlotsen
Behördenbegleiter
Hartz IV Mitläufer
Hartz IV Gegenwind e.V.
Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und (die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus. (Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft): Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu lassen. - Einzig nicht mehr aktuell in der Info: Darin wird erklärt, dass Beistände sich nicht ausweisen müssen (liest Du ja dann dort). Das Sozialgericht Stuttgart urteilte unlängst: Ämter können vom Beistand verlangen, dass er sich ausweist.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es gesagt.

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Kommentar von Bigbaris55
07.11.2015, 15:13

Also Ich bekomme 1300 Netto nicht brutto.Krankengeld bekomme Ich Seit 7.10 insgesamt 820 Euro Cirka.Und die Aufstockung für meine Freundin plus unserer neugeborenen Tochter liegt Bei 355,- Euro.Aber jetzt weiss Ich halt nicht wieviel Aufstockung Ich Bei 820 Euro Krankengeld bekomme. Unsere miete liegt Bei 710 Euro warm.Danke für Deine freundliche und teils hilfreiche Antwort :) 

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