Wer kann mich von der Dreifaltigkeit überzeugen?

19 Antworten

Vom Katholizismus oder anderen christlichen Kirchen bzw. Gemeinden kann und will ich niemandem überzeugen, aber eben davon, dass die Bibel m. E. Gottes wahres Wort und Offenbarung uns Menschen ist (vgl. 2. Timotheus 3,16-17).

Das Vorbild sollten die Beröer sein: "Sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apostelgeschichte 17,11).

Die Trinität (Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit) wird in der Bibel beschrieben. Bereits im ersten Vers steht: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mose 1,1). Das Wort für "Gott" ist hebräisch Elohim, das ist die Mehrzahlform von Eloah und wird von nicht wenigen Auslegern als erster Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes gedeutet bzw. darauf, dass Gott aus mehreren Personen besteht.

Wichtig ist dabei das Verständnis der Trinität (Dreieinigkeit) Gottes: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (Gott als 3 Personen und doch eins; also Christen glauben an einen einzigen Gott).

Man kann das vielleicht mit drei Kreisen vergleichen, die sich in der Mitte überschneiden. Es sind drei Kreise, sie gehören aber zu einem Gesamtbild. Oder mit Wasser in seinen Aggregatszuständen: Wasser flüssig, als Eis oder als Dampf und trotzdem eben Wasser. Diese Beispiele erklären durchaus nur unzureichend und mit unserem begrenzten menschlichen Verstand, was Dreieinigkeit (Trinität) bedeutet. Aber vielleicht hilft dir das, dir vorzustellen, dass Gott gleich: Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist, also drei Personen und doch eins (also ein Gott) ist!

Das Johannes-Evangelium beginnt z.B. damit, dass Jesus von Anfang an bei Gott war und dass alles durch ihn entstanden ist!

Johannes 1,1-3: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist."

"Das Wort" (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus (vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Ein schöner Bibelvers über die Trinität ist z. B. 1. Johannes 5,7: "Denn drei sind es, die Zeugnis ablegen im Himmel: der Vater, das Wort und der Heilige Geist, und diese drei sind eins." (Übersetzung Schlachter 2000)

Sehr interessant und empfehlenswert zur Frage sind auch folgende Seiten:

Der Katholizismus und seine Lehre ist meiner Meinung nach am nahesten an der Wahrheit von Jesu und des Vaters Willen. Mich hat der Band aus dem Parvis Verlag "Der Gottmensch" vollkommen überzeugt - das alles wahr ist. Als Jugendlicher zweifelte ich lange an der Existenz Gottes. Heute bin ich von seiner Existenz überzeugt.

Das er sagt, wer den Vater sieht, sieht mich und der Vater und ich sind eins, daran erkennt man schon, dass Gott nicht bloss eine "Person" ist.

Manfred Lütz:

                       Die Armut in der Heiligsten Dreifaltigkeit

Die Armut hat ihre Quelle in Gott, der der Arme schlechthin ist. Tatsächlich
birgt das Dreifaltigkeitsgeheimnis in seiner Tiefe eine grenzenlose Armut. Das Geheimnis wäre nicht möglich ohne die grundsätzliche Armut jeder der drei göttlichen Personen. Sie entäußern sich, um sich vollkommen einander hinzugeben und sich gegenseitig zu empfangen.

Wenn eine göttliche Person etwas für sich zurückbehielte, dann würde der
anderen Person -rein menschlich gesprochen- etwas fehlen, und sie wäre dann nicht mehr vollkommen Gott. Jede der göttlichen Personen kann nur empfangen, wenn die andere gibt. Da alle drei gleich Gott sind, muss jede göttliche Person sich vollkommen verschenken, besonders der Vater, den man deswegen mit Recht auch als den Armen bezeichnen kann. Alles , was er hat  und was er ist, das gibt er unaufhörlich an den Sohn, indem er sich -bildhaft gesprochen- in ihn ergießt und nichts für sich zurückbehält.

Man erkennt hier deutlich: Wer liebt , macht sich arm. Er gibt alles,
nämlich sich selbst.Wenn der Vater sich nicht völlig an den Sohn verschenkte, dass man im Sohn den Vater sehen kann, könnte der Sohn nicht gleichen Wesens mit dem Vater sein!

Wenn nun -menschlich gesprochen- der Sohn plötzlich zum Egoisten würde
und alles ihm vom Vater Geschenkte für sich behielte, würde der Vater aufhören zu existieren.

"Selig die Armen, in die der Geist sie einführt" (Mt 5,3)

In diesem Sinn ist Armut, sich ganz zu geben, um dann ganz für ein neues
Empfangen frei zu sein. Deswegen kann man auch vom Sohn sagen, er sei der große  Arme, weil er aus sich nichts besitzt, nichts ist.Er empfängt sich ganz aus dem Vater, lebt aus ihm, wäre nichts ohne ihn. Das ist Wirklichkeit!

Deshalb sagt der Sohn: Ich habe nichts aus mir selbst. Ich und der Vater
sind eins (Joh10,1).

Wenn Jesus geschaffen wäre, existierte er nie von Ewigkeit her. Er ist
aber von Ewigkeit, denn der Vater ergießt sich von Ewigkeit in den Sohn. Weil der Vater nie Egoist war,wählte man das Wort "gezeugt, nicht
geschaffen". Das bedeutet: Er geht vollkommen aus einem anderen hervor:
aus Gott Vater.

Der Heilige Geist hält sich sozusagen im Hintergrund. Auch er ist der
große Arme, denn er existiert nur durch den Vater und den Sohn. Er ist
gleichsam der sprudelnde Quell ihrer gegenseitigen Liebe.

Die Bewegung des Nehmens und Gebens im dreifaltigen Gott, erzeugt in
ihrer Kraft der Liebe die Welt, viele Welten, ein ganzes Universum, all das,
was wir Schöpfung nennen. In der Philosophie wird gesagt, das Gute wolle sich verströmen, es wolle sich nicht einbehalten. Liebe wird sich nie einbehalten wollen.

Betrachten wir noch einen anderen Bereich des Dreifaltigen Gottes, in
dem seine Armut begründet ist, nämlich die "Menschwerdung".

Jesus hatte zwei Nauren in einer Person, die göttliche und die menschliche, somit einen göttlichen, aber auch einen vollkommen freien menschlichen Willen. Wir tun so, als hätte Jesus nichts anders handeln können,
aber das stimmt gar nicht.Im Leiden ist Jesus ganz menschlich. Jesus hat seinen menschlichen Willen dem göttlichen Willen untergeordnet. Doch das war auch für ihn immer wieder ein heftiges Ringen.

Bei der Erlösung ist es der Vater, der seinen Sohn hingibt, und es wird
uns nun bewusst, dass der Vater dabei nie nur Zuschauer war, auch der
Heilige  Geist nicht. Die Erlösung ist das Werk der heiligsten Dreifaltigkeit.

Der Abstieg ins Fleisch bedeutet für Gott die wahre Armut. Der ungeschaffene, ewige Gott wird um unsertwillen ein geschaffenes Wesen. Das ist die totale Armut.

Obgleich er reich war, ward er euretwegen arm (Kor 8,9), schreibt
Paulus.

Vinzenz Pallotti meint: Gott, du bist zum Narr deiner Liebe geworden! So
wie er seine Göttlichkeit bei der Menschwerdung ablegte, sich entäußerte, so streifte er bei der Erlösung sein Menschsein von sich ab. Er gibt sich ganz hin, stirbt nicht nur, sondern man entstellt seinen Leib durch Quälereien. Er war, wie der Prophet sagt, unansehnlich, bis zum Äußersten erniedrigt. Er gibt also auch sein Menschsein hin.

Auch für den Menschen ist nicht sein Leben das wertvollere Gut, sondern
seine Ehre. Menschen nehmen sich sogar deswegen das Leben, weil ihre Ehre in den Staub getreten wurde. Sein Leben hinzugeben bedeutet für Jesus in gewissem Sinn wenig. Schrecklich aber war es für ihn, seine Ehre zu opfern, zum Gespött des Volkes zu werden, dessen König er war und dessen Gott.

Die Nacktheit des Kreuzes ist nur das Symbol einer viel weitreichenderen
Entblößung. Es ist die totale Armut Gottes! Wir können uns nicht vorstellen,
was es bedeutet, dass sich – wie am Kreuz – die Sünde zwischen Vater und Sohn stellt. Es ist das Widerlichste, was es für ihn gibt.

Niemand fragt, was das für ein Leiden für den Vater war.Um unsertwillen
lässt der Vater diese Trennung vom Sohn zu. Das ist aber auch das Leiden des Heiligen Geistes.

Hier ist das Geheimnis der Heiligsten Dreifaltigkeit und des Leidens
verborgen, eines Gottes der unbegreiflichen Liebe: Wenn du etwas von mir
willst, Herr, selbst wenn du mir Leiden zumutest, ist es immer nur deine
unbegreifliche Liebe. Vielleicht finden wir dann auch leichter zu einem : Ja, Vater!

Von der Dreifaltigkeit kann Dich niemand wirklich glaubhaft ünerzeugen, weil dies eine unbiblische Lehre ist.

Schau mal, was Gott in 5. Mose 6:4 über sich selbst sagt:

„Höre Israel: Jahwe, unser Gott, ist ein einziger Jahwe!“ (EB).

Woher kommt diese unbbl. Lehre von der Dreifaltigkeit?

Als Konstantin Alleinherrscher des Römischen Reiches wurde, war man sich über die Beziehung zwischen Gott und Christus uneins. War Jesus Gott? Oder wurde er von Gott erschaffen? Um das zu klären, berief Konstantin eine Bischofssynode nach Nizäa ein — nicht jedoch, weil ihm etwas an der religiösen Wahrheit lag, sondern weil er verhindern wollte, dass die Religion sein Reich spaltete.

Konstantin verlangte von den Bischöfen eine einvernehmliche Einigung, doch ohne Erfolg. Er schlug dann der Synode eine mehrdeutige Formel vor, wonach Jesus und der Vater homoousios („wesenseins“, „wesensgleich“) seien. 

Dieser nicht biblische Begriff aus der griechischen Philosophie bildete die Grundlage für die Dreieinigkeitslehre, wie sie sich später in den kirchlichen Glaubensbekenntnissen darstellte. Ende des 4. Jahrhunderts, nachdem die sogenannte dritte Person der Gottheit, der heilige Geist, dazugekommen war, hatte die Dreieinigkeitslehre im Wesentlichen ihre aktuelle Ausprägung.

Jesus behauptete nie, Gott gleich zu sein. Vielmehr betete er Gott an (Lukas 22:41-44).

Und Jesus sagte: „Der Vater ist größer als ich [Jesus]“ (Johannes 14:28)

„Ich [Jesus] gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott“ (Johannes 20:17)

„So haben doch wir nur einen Gott, den Vater“ (1. Korinther 8:6)

„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus“ (1. Petrus 1:3)

„So spricht Er [Jesus], der ‚Amen‘ heißt, . . . der Anfang der Schöpfung Gottes“ (Offenbarung 3:14)

„In der Bibel gibt es noch keine Lehre von der göttlichen ‚Dreifaltigkeit‘ “ (Theologische Realenzyklopädie)

Es werden als Beweis für die Dreifaltigkeit gern diverse Bibelstellen genannt, die Jesus als Gott darstellen. Dass Jesus EIN Gott ist (Titel für ein höheres Wesen), steht ausser Frage. Aber er ist nicht der Schöpfer JHWH / JAHWE / JEHOVA. Er ist als Sohn Gottes selbst eine Schöpfung Gottes.

Selbst Satan wird in 2. Kor. 4:4 als Gott bezeichnet.

In dieser Argumentation ist die sogenannt dritte Person der Trinität (heilige Geist) nicht mal einbezogen. Der hlg. Geist ist keine Person, sondern die wirksame Kraft Gottes. Man kann keine Person auf Menschen ausgiessen, wie zu Pfingsten 33 u. Z. geschehen:

„Da er [Jesus] nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist und den verheißenen heiligen Geist vom Vater empfangen hat, hat er das ausgegossen, was ihr seht und hört.“ (Apg. 2:33)

Dass die wirksame Kraft Gottes in der Bibel gelegentlich personifiziert wird, ist ein legitimes Stilmittel, das in der Bibel auch an anderer Stelle angewandt wird. Hier ein Beispiel, wo Wasser personifiziert wird:

„Und einer von den sieben Engeln ... sprach: „Komm, ich will dir das Gericht über die große H*re zeigen, die auf vielen Wassern sitzt, ... Und er spricht zu mir: „Die Wasser, die du sahst, wo die H*re sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen.“ (Offb. 17:1, 15)

Hier ein Beispiel, wo die Erde personifiziert wird:

„Die ganze Erde nun hatte weiterhin e i n e Sprache und einerlei Wortschatz.“ (1. Mose 11:1)

Wer die Wahrheit aus Gottes Wort erkennt, wird mit dem katholischen Glauben Schwierigkeiten haben. Dieser kath. Glaube ist entstanden aus einer Abspaltung von der Urkirche, die im 1. Jh. von Christus gegründet wurde. Kaiser Konstantin erhob diese Abspaltung zur römisch katholischen Kirche, um seine Macht zu stärken. Dazu vermischte er christliche und heidnische Lehren, um auch den heidnischen Römern gerecht zu werden. 

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