Wer kann bei Tinnitus außer einem Ohrenarzt noch helfen?

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15 Antworten

Ein 2 Jahre alter Tinnitus ist chronisch und geht in aller Regel nicht mehr weg. Das Einzige, was hilft, ist Streßvermeidung. "Runterfahren" ist ganz wichtig. Man muß erreichen, dass man den Ton nicht mehr ins Zentrum seiner Aufmerksamkeit stellt. Höre einfach draußen nach Geräuschen, und du wirst Dich wundern, was da alles zu hören ist. Schenke diesen Geräuschen Deine Aufmerksamkeit. Infusionstherapie ist schon lange out. Sie bringt nur insofern was, als Du für die Zeit der Infusion ruhig liegen mußt und etwas entspannen kannst. Ansonsten bringt sie dem HNO-Arzt Cash. Deine Frau sollte sich in einer Tinnitus- Spezialklinik behandeln lassen. Dort lernt sie Entspannungstechniken in Verbindung mit Tinnitus-Retraining-Therapie. Ich selbst als 20-jähriger Tinnitus habe sehr gute Erfahrungen mit der Römerwall-Klinik in Mainz und der psychosomatischen Fachklinik in Berus/Saarland gemacht. Umfassende Info kriegst Du bei der Deutschen Tinnitus-Liga (www.tinnitus-liga.de). Die geben auch eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift heraus, die über alles inclusive Behandlungsmöglichkeiten pp informiert.

Evtl. mal eine Infusionstherapie machen Google am besten mal nach "Stennart-Schema". Ansonsten selber viel leise klassische Musik hören, das hilft mehr, als man glaubt.

klassische Musik ist ein guter Tipp. Informiere dich über die tinnitus retraining therapie (gib das bei wikipedia ein! dort ist es sehr gut beschrieben)

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Also, ich hatte jahrelang mit Tinnitus zu kämpfen. Dieses Brummen, dunkler Ton, hatte ich nicht andauernd, sondern ca. zweimal wöchtentlich für 2 Tage. Bin zu verschiedenen HNO Ärzten, die mir diese Krankheit auch als Meniersche Krankheit bestätigten und mit Tabletten für ein ganzes Jahr verschrieben. Da ich immer Probleme mit dem Halswirbel und der Schultermuskulatur habe bin ich ins Studio und habe mit dem Training begonnen. Und siehe da: Die Ohrgeräusche verschwanden. Vielleicht hilft es auch bei Dir.

Da kannst Du noch 100 andere Ärzte nehmen, wenn der Tinnitus schon zwei Jahre alt ist, gibt es zur Zeit kaum Möglichkeiten auf Heilung. Die Forscher arbeiten zwar mit Hochdruck daran, sind aber bisher zu keinem Erfolg gekommen. Sauerstofftherapie hilft meistens nur bei ganz frischem Tinnitus und das Mittel Gegenton wird auf Dauer auch nur nerven. Meine Frau hat da seit 10 Jahren Erfahrung und hat das Ding in die Ecke geschmissen. Tut mir Leid, aber es gibt zur Zeit keine Heilung.

Der Tipp "Sprechstunde" ist gut! Ich habe eben an Biofeedback gedacht. Damit kann deine Frau zumindest ggf. lernen, den Tinnitus zu beeinflussen. Auch ein Neurologe könnte vielleicht Rat wissen ... Ist denn gesichert, dass die Erkältung auslösend war? Oder könnte sie eine Art "Trigger" gewesen sein? Hat deine Frau Stress? (Tinnitus wird damit oft assoziiert). Gute Besserung! Anell

Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist eigentlich schon der zuständige Arzt. Geht doch vieleicht mal in eine spezielle Tinnitus-Sprechstunde einer Uni-Klinik.

Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit einer Heilpraktikerin am Bodensee gemacht. Schon nach der ersten Behandlung ging es mir besser, ich war ruhiger und gelassener nicht mehr so gehetzt wie früher. Mein Tinitus gilt heute als geheilt und ich kam als Akutpatient. Wenn du noch mehr wissen willst schick mir ne PM. Hier ihre Adresse; M.Lahmari Tel.07731 185784 kann ich nur wärmstens Empfehlen.

Mittlerweile kann ein Tinnitus mit Hilfe eines "Gegentons" behandelt werden. Hierbei sendet ein Gerät (in etwa so groß wie ein Hörgerät) einen Ton, der das Brummen oder Piepen im Ohr neutralisieren kann.

Auch Infusionen sollen helfen können.

Das alles machen Ohrenärzte. Vielleicht sollte sie den Arzt wechseln und mal eine zweite Meinung einholen.

vielmehr ein "weißes rauschen", denke ich... Stichwort "Tinnitus Retraining Therapie" - bei Wikipedia eingeben! Ich werde es auch probieren

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Von Infusionen habe ich bei Tinnitus noch nicht gehört, sondern bei Hörstürzen. (Das heißt nicht, dass es das nicht geben könnte.) Anell

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@Anell

@Anell:

Als Rheologika (z. B. Pentoxifyllin, Dextran, Naftidrofuryl, Hydroxyäthylstärke [HAES]) werden Medikamente bezeichnet, die den Blutfluss besonders in kleinen Gefäßen erhöhen sollen, indem sie die Blutfließeigenschaft verbessern. Dies wird durch die Steigerung der Verformbarkeit der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), eine Erniedrigung der Blutviskosität ("Zähflüssigkeit" des Blutes) und eine Hemmung der Verklumpung der Blutplättchen (Thrombozyten) erreicht. Bei dem Wirkstoff Pentoxifyllin wird zusätzlich eine gefäßerweiternde Wirkung vermutet. Durch die genannten Wirkungen sollen die Gewebsdurchblutung des Innenohrs gesteigert und mögliche Schäden, die zum Tinnitus führen könnten, verhindert werden. Die Gabe dieser Medikamente beruht aber - wie dargestellt - auf keiner medizinisch begründeten Basis, und so ist die Verordnung der Rheologika sehr umstritten. Zusätzlich zu den Rheologika werden Vitamine gegeben. Auch die Gabe von Kortison per Infusion für drei Tage wird in einigen Fällen durchgeführt. Kortison soll entzündliche Reaktionen im Innenohr verhindern, die auch als Ursache für einen Tinnitus gelten.

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Ich habe auch lange einen Tinitus und mir hilft es einfach mal entspannungsübungen zu machen oder einfach abschalten nach der Arbeit usw... Das kann echt wunder bewirken RUHE... zumindest bei leichtem Tinitus

Stress vermeiden

mfg

Habt ihr denn mal einen anderen HNO-Arzt befragt, oder ist es immer derselbe?

Ein anderer Ohrenarzt. Man sollte sich nie auf die Fähigkeiten eines einzelnen verlassen wenn es nichts wird.

es geht nur mit dem HNO Arzt

Versucht es mal bei einem Heilpraktiker.

ich weiß jetzt nicht wie der wirkliche Name des Gerätes ist, aber es heißt, wenn du in einer Druckkammer das Tieftauchen simulierst wird das Innenohr mit mehr Sauerstoff versorgt was mitunter die Leiden lindern kann

Aber erkundige dich in der Richtung genauer

Vorsicht, man hört im Ohr was, aber deshalb hat es noch lange nichts mit dem Ohr zu tun! Die hyperbare Sauerstofftherapie ist sehr riskant und kann es verschlimmern. Habe noch nichts gutes von Patienten darüber gehört/gelesen, was Tinnitus angeht.

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@QuestionMonkey

sicher, aber es wurde nach einer Alternative zur Tinitusbehandlung gefragt

und noch dazu habe ich gesagt, daß man sich in diese Richtung weiter informieren kann/soll

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google doch nach neuen behandlungsmethoden oder ärzte speziell für so was

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