Wer kann Auskunft zum Unterhalt eines gerade volljährig gewordenen Kindes Auskunft geben?

6 Antworten

Mit den Ende des Titels liegt es an Ihren Sohn den Unterhalt neu zu fordern. Dazu muß er Sie und und seine Mutter zur Auskunft über das Einkommen aufforderung die die Auskünfte entsprechend weiterleiten.

Die Berechnung erfolgt dabei so, das die Einkommen addiert werden, und der entsprechende Unterhalt im Verhältnis der Leisungsfähgikeit ( Einkommen - Selbstbehalt) auf die beiden Elternteile verteilt wird. 

Solange sie die Auskunft über das Einkommen der Mutter nicht haben, sollten sie den Unterhalt nach auslaufen des Titels einstellen. Sie können das Kind auch anschreiben und diesbezüglich vorwarnen.

Zu beachten ist ferner das mit Volljährigkeit der Unterhalt auf das vom Kind zu bestimmende Konto zu zahlen ist. Außerdem besteht ein Unterhaltsanspruch nur noch für die Schul- und Berufsausbildung ( Lehre, Studium, ...). D.h. nach den Abi muß das Kind darlegen, was es tut. Ferner ist es nach der Schule auch nicht mehr priviligiert, d.h. der Selbstbehalt steigt und das Kind fällt im Rang zurück.

Bitte deinen Sohn, sich an das zuständsige Jugendamt zu wenden und um Hilfe bei der Berechnung des Unterhaltes zu bitten. Das machen die bis er 21 Jahre alt wird. Oder- er kann Schüler- oder StudentenbaföG beantragen, dann werden beide Eltern auch zur Auskunft aufgefordert.

Wenn einer einen Anwalt benötigt, ist es nun dein Sohn, denn ER muss sich darum kümmern, seinen Unterhalt von Euch beiden zu bekommen. Auch wenn die Mutter sich darauf beruft, ihm Naturalunterhalt in Form von Unterkunft und Verpflegung zu bieten muss trotzdem der Anteil beider Eltern festgelegt werden.

Er kann sich auch, da ohne eigenes Einkommen, einen Beratungsschein vom Jugendamt geben lassen und dann einen Anwalt konsultieren.

DU musst gar nichts tun- außer ihm zu erklären, dass du erst einmal nichts zahlen wirst, bis die Quote feststeht.

Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, wird er es verstehen!

Ab seinem 18. Geburtstag ist der Sohn selbst dafür zuständig, sich um seinen Unterhalt zu kümmern. 

Wenn er das nicht tun würde, bräuchtest du theoretisch auch nichts mehr an ihn zahlen..., denn ohne einen selbst erwirkten Titel könnte der Sohn nichts mehr von dir fordern... (und falls er sich anfangs nicht kümmern würde, könnte er nichts nachträglich titulieren lassen...)

  • Das Jugendamt könnte den Sohn aber noch beraten (- wenn er die Einkommensnachweise der Eltern mitnimmt, würde ihm ausgerechnet werden, in welcher Höhe jeder Elternteil ihm künftig verpflichtet wäre - er selbst müsste dies dann von den Eltern einfordern...).

Die "Lebensstellung" des Sohnes wird sich in nächster Zeit voraussichtlich mehrmals ändern - und somit ggf. auch die Höhe seines "unterhaltsrechtlichen Bedarfs", von dem du ja künftig nur noch einen Anteil als Unterhalt zahlen musst...

Auf jeden Fall sind die Eltern nun beide jeweils anteilig unterhaltspflichtig - im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander.

  • Dazu muss das "unterhaltsrelevante" Einkommen beider Eltern addiert werden (- vorausgesetzt, beide sind "leistungsfähig", erzielen also Einkommen oberhalb ihres "Selbstbehaltes"...)
  • Anhand dieser Summe wird ermittelt, welchen prozentualen Anteil jeder Elternteil daran hat.
  • In diesem Verhältnis ist dann der jeweils berechnete Gesamtunterhalt auf die Eltern aufzuteilen. (Ändert sich das Einkommen eines Elternteils, muss dieses Verhältnis neu berechnet werden...).

Dem Sohn steht für seine gesamten Lebenshaltungskosten (Verpflegung, Unterkunft...) je nach "Lebensstellung" ein bestimmter Betrag zu - sein "unterhaltsrechtlicher Bedarf".

Von diesem "Bedarf" ist dann jeweils das Kindergeld (in voller Höhe) abzuziehen und auch mögliches eigenes anrechenbares Einkommen des Sohnes - der "Rest" ist der auf die Eltern aufzuteilende Unterhalt.

Solange der Sohn noch zur Schule geht (Abi) und bei der Mutter wohnt, orientiert sich sein Bedarf an der "Düsseldorfer Tabelle" - als Einkommen gilt dann das Gesamteinkommen der Eltern, sein "Bedarf" ist dann in der Spalte "ab 18" abzulesen....

  • Der Sohn gilt hier noch als "privilegiert" (einem minderjährigen Kind gleichgestellt) und beide Eltern haben dann noch einen "Selbstbehalt" von je 1080 Euro...
  • Der Elternteil, bei dem der Sohn lebt, kann seinen errechneten Anteil statt als Bargeld in geldwerter Form (Verpflegung, Unterkunft) leisten, das Kindergeld wird an ihn gezahlt und kann ebenfalls dafür verwendet werden.

Sobald der Sohn die Schule beendet hat, gilt er nicht mehr als privilegiert und der Selbstbehalt der Eltern steigt dann auf je 1300 Euro. 

  • Liegt eines der Einkommen darunter, braucht dieser Elternteil gar keinen Unterhalt mehr zu zahlen.
  • Der andere Elternteil müsste dann nur noch maximal soviel Unterhalt zahlen (bzw. in geldwerter Form leisten), wie er es nach seinem eigenen Einkommen laut "Düsseldorfer Tabelle " müsste.
  • Andere mögliche Unterhaltsverpflichtungen haben nun Vorrang vor denen des Sohnes (Minderjährige oder Ehepartner), nur, wenn deren Bedarf gedeckt ist und dann noch mehr als der Selbstbehalt übrig ist, müsste auch dem Sohn noch Unterhalt geleistet werden.
  • Ist der Bedarf des Sohnes nicht gedeckt, müsste er ggf. staatliche Unterstützung für sich beantragen.

In der Zeit zwischen Schulende und Beginn seiner Ausbildung/Studium hat der Sohn nur noch max. vier Monate Anspruch auf Unterhalt.

  • Wird diese Frist überschritten müsste der Sohn sich seinen Unterhalt selbst verdienen....
  • Mit Beginn seiner Ausbildung/ Studium würde sein Anspruch wieder aufleben - falls er dann kein eigenes ausreichendes Einkommen erzielt...

Muss der Sohn für die Ausbildung/ Studium von zu Hause ausziehen, so liegt sein "Bedarf" - unabhängig vom Einkommen der Eltern - bei insgesamt 735 Euro.

  • Der daraus resultierende Unterhaltsanspruch ist wie gehabt auf beide Eltern aufzuteilen....

Will ausziehen. Kann meine Mutter mich zwingen Zuhause zu bleiben. Wer bestimmt über Unterhalt? 18

Hallo ersteinmal alle zusammen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen =)

Ich bin 18, wohne bei meiner Mutter und möchte ausziehen. Meine Eltern sind geschieden und mein Vater zahlt Unterhalt. meine Mutter naturalen Unterhalt, heißt ich darf bei ihr wohnen. Jetzt möchte sie mich allerdings rechtlich zwingen bei ihr wohnen zu bleiben und bezieht sich dabei auf

§ 1612 Art der Unterhaltsgewährung (1) Der Unterhalt ist durch Entrichtung einer Geldrente zu gewähren. Der Verpflichtete kann verlangen, dass ihm die Gewährung des Unterhalts in anderer Art gestattet wird, wenn besondere Gründe es rechtfertigen.

(2) Haben Eltern einem unverheirateten Kind Unterhalt zu gewähren, können sie bestimmen, in welcher Art und für welche Zeit im Voraus der Unterhalt gewährt werden soll, sofern auf die Belange des Kindes die gebotene Rücksicht genommen wird. Ist das Kind minderjährig, kann ein Elternteil, dem die Sorge für die Person des Kindes nicht zusteht, eine Bestimmung nur für die Zeit treffen, in der das Kind in seinen Haushalt aufgenommen ist.

(3) Eine Geldrente ist monatlich im Voraus zu zahlen. Der Verpflichtete schuldet den vollen Monatsbetrag auch dann, wenn der Berechtigte im Laufe des Monats stirbt.

Ich habe einen Studienplatz und eine WG in der ich noch heute einziehen könnte, jedoch in der Umgebung. Desweitern verlangt sie 3 Monatsmieten im Voraus, wenn ich jetzt ausziehen möchte. Außerdem behauptet sie, dass das Recht hat über den Unterhalt meines Vaters zu verfügen.

Wie sieht das jetzt aus? Darf ich ausziehen? Wer verfügt über den Unterhalt den mein Vater zahlt? Was ist mit dem Kindergeld?

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