Wer ist Zuständig für meinen Sohn?

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9 Antworten

Da der Sohn seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" beim Vater hatte, warst/bist du dem Kind barunterhaltspflichtig.  

Wäre dem Vater die Sorge entzogen worden und das Kind in einer Einrichtung des Jugendamtes untergebracht worden, wäre auch der Vater barunterhaltspflichtig.

Hätte der Vater den Sohn bei einem Verwandten o.ä. untergebracht, so hätte er dafür sorgen müssen, dass dein Barunterhalt diesem Verwandten für das Kind zur Verfügung steht. Bei eurer Konstellation scheinst du dieser Verwandte zu sein.....

Würdest du nun das gemeinsame Sorgerecht für den Sohn einfordern und das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bekommen, so wäre der Vater dem Sohn künftig barunterhaltspflichtig.

  • (Da seit 2012 dem bisher nicht sorgeberechtigten Elternteil die gemeinsame Sorge nicht mehr verwehrt werden darf - auch gegen den Willen des bisher allein Sorgeberechtigten nicht - solange das Wohl des Kindes nicht gefährdet ist..., dürfte (d)ein diesbezüglicher Antrag beim Familiengericht eigentlich nur noch eine "Formsache" sein, da das Kind ja bereits mit Kenntnis des Jugendamtes bei dir lebt...)

Den Vater (als dann "barunterhaltspflichtigen Elternteil") würde dann zwar eine erhöhte Erwerbsobliegenheit treffen und ein Titel gegen ihn möglich (...), aber vermutlich würdest du erstmal trotzdem keinen Unterhalt für den Jungen von ihm bekommen... 

Unterhaltsvorschuss wäre auch nicht mehr möglich, da der Junge bereits über 12 Jahre alt ist. Dann würde erstmal erwartet werden, dass der Barunterhalt vom betreuenden Elternteil zusätzlich zu seinem bereits geleisteten Naturalunterhalt erbracht wird. Nur, wenn das nicht machbar ist, könnte staatliche Unterstützung beantragt werden.

  • Du erwirtschaftest zwar momentan selbst kein eigenes Einkommen, allerdings ist dein Ehemann dir gegenüber ggf. unterhaltspflichtig, wenn sein Einkommen das noch zulässt, so dass dieser mögliche Unterhalt dann dein Einkommen wäre, welches du für deinen Sohn einsetzen müsstest... 

Ansonsten hätte der Sohn selbst ggf. Anspruch auf  staatliche Unterstützung, (z.B. ALGII), weil er mit euch zusammen in einer dann "Bedarfsgemeinschaft" lebt...

Natürlich wäre und ist dein Exmann zum Unterhalt verpflichtet. Da er nun einmal nicht leistungsfähig ist (Hartz 4) und ihn niemand an seine erhöhte Erwerbsobliegenheit erinnert, wird dort nichts zu holen sein. ALG2 oder Sozialgeld zu beantragen für deinen Sohn wir dir nichts bringen, weil er mit deinem jetzigen Ehemann in einer Bedarfsgemeinschaft lebt und somit sein Einkommen auf euren gesamten Bedarf angerechnet wird.

Ich lese aber, dass dein Sohn in Form der Inobhutnahme bei euch lebt. Dein Ehemann sollte die Pflegeerlaubnis erwerben und dann Pflegegeld für den Jungen beantragen (SGBVIII, §34ff). Hier kann in der Tat eine Beartung durch einen Anwalt für Familienrecht helfen, denn Jugendämter zahlen ungern freiwillig. Das hier uU Ansprcuh auf Pflegegeld besteht, hätte man euch nämlich schon lange mitteilen können.

Eine gute Frage - aber eine rechtsverbindliche Antwort, die dir auch weiterhilft, wirst du hier kaum bekommen, und Meinungen der User hier klingen vielleicht gut, entsprechen aber nicht unbedingt der aktuellen Gesetzeslage. Wende dich ans Jugendamt und bitte dort um entsprechende Beratung. Alternativ kannst du dich an einen Fachanwalt (Familienrecht) wenden.

Jugendamt am Wohnort des Sorgeberechtigten sagt, dass sie nicht zuständig sind, da Kind bei uns gemeldet.

Jugendamt bei uns im Bereich sagt, dass sie nicht zuständig sind, da der Sorgeberchtigte woanders wohnt.

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@Crissy81

Vielleicht sollten die Ämter sich mal einigen, wer zuständig ist ... da schiebt eins dem anderen den "schwarzen Peter" zu, um sich Arbeit zu sparen. Es wäre vielleicht zweckmäßig, wenn du erst mal das Sorgerecht für das Kind beantragst, dann wäre das Amt an deinem Wohnort zuständig. Oder gleich einen Fachanwalt einschalten, der kann den Ämtern gegenüber evtl. anders auftreten als du.

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Normal zahlt das JobCenter oder Sozialamt (weiß es nicht sicher) den Unterhalt für deinen Ex und stellt es ihm in Rechnung durch Darlehn 10% seiner Regelleistung und wenn er mal einen Job haben sollte den rest.

Aber das mit der duldung ist sicherlich auch ein problem am besten solltest du da einen Rechtsanwalt fragen er kann das sorgerecht + unterhalt einklagen auch vom JobCenter/Sozialamt die sich mit solchen Zahlungen immer schwer tuen.

Ich würde mich an deiner Stelle von einem Rechtsanwalt für Familienrecht beraten lassen. Das Geld ist sicher gut angelegt und dadurch wird einmal Klarheit geschaffen, wer für den Unterhalt für den Sohn aufkommt. Vielleicht ist es für das Wohl des Sohnes auch zu überlegen, ob du nicht auch das Sorgerecht für ihn bekommen könntest.

Warum immer gleich mit Anwalt kommen.
Die Ämter geben da schon Auskunft...
In diesem Fall würde aber ein Anwalt nichts kosten, wenn Gerichtskostenbeihilfe beantragt und genehmigt wird.

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Ich bin seit Oktober 2014 vor Gericht wegen Sorgerecht, dass zieht sich nur hin, da immer wieder Gründe für neue Termine gefunden werden. Mein Sohn möchte am liebsten selber gegen seinen Vater vor Gericht gehen.

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Also zuständig sind erstmal die beiden Elternteile.
Können diese, wie es bei EUCH der Fall ist, den dem Kind zustehenden Unterhalt nicht aufbringen (geht auch durch Naturalien oder Bereitstellung von Wohnräumen) steht dem Kind bzw der erziehungsberechtigten Person UVG zu.
UVG (UnterhaltsvorschussGesetz) wird beim Landratsamt bzw Jugendamt beantragt und läuft (soweit mir im Moment bekannt ist) maximal 72 Monate pro Kind.
Das zusändige Amt kann dir da sicher helfen.
Bedenke aber, das dadurch oft eine Betreuung mit bewirkt wird und - in deinem Fall der Kindesvater somit mehrere Tausend EUR Schulden beim Amt bekommt, was später wenn er arbeitet direkt zu einer Pfändung führen kann.
Wenn es nicht anders geht solltest du es natürlich in Anspruch nehmen.
UVG ist in etwa halb so viel wie der Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle.
Wie gesagt, am Besten direkt beim Landratsamt anfragen (könnte von Bundesland zu Bundesland abweichend sein) 

Unterhaltsvorschuss geht bis maximal 12 Jahre und mein Soh kam nach dem 12ten Lebensjahr zu mir.

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@Crissy81

OK, wie gesagt, die Ämter können das genauer sagen und es kann sich von Bundesland zu Bundesland auch unterscheiden.

bei mir lief UVG nur 72 Monate - auch mit zwischenzeitlicher Unterbrechung. Danach wurde nicht weiter bezahlt

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@FragGeCk0

FragGeCk)  Der Kindsvater bezieht seit 16 Jahren H4, das wird sich wohl auch nicht aendern, daher braucht es den Kindsvater auch nicht zu jucken, wo irgendwelche Schulden auflaufen, er wird sie ja eh nie begleichen koennen und muessen. Wo nichts zu holen ist, ist nun mal nichts zu holen.

Du hast UV bezogen und weisst so wenig darueber? Das ist sonderbar. Du solltest dann wirklich wissen, dass es UV nur bis 12 Jahre gibt, aber eben laengstens 72 Monate. Und das ist von Bundesland zu Bundesland absolut gleich.

Da die Fragestellerin zudem auch noch neu verheiratet ist, faellt der Unterhaltsvorschuss bereits aus diesem Grund weg, denn verheiratet sind vom Unterhaltsvorschluss ausgeschlossen.

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Das wird wohl dein jetziger Ehemann tun muessen, wenn er gut verdient. Er hat dich geheiratet und gewusst, dass du Kinder hast und warauf er sich einlaesst mit der Heirat. Wenn deine Umschulung nun abgeschlossen ist, kannst du dir ja jetzt einen Vollzeitjob suchen und dann hast du genug Einkommen, um selbst fuer dein Kind aufzukommen.

Wenn dein Ex H4 bezieht, ist er nicht leistungsfaehig, auch wenn er unterhaltspflichtig ist. Von da ist daher nichts zu holen. Unterhaltsvorschuss ist auch ausgeschlossen ( Kind ist ueber 12 Jahre alt und du bist verheiratet).

Bliebe also nur noch H4 und da wird das Einkommen der ganzen Familie angerechnet, weil ihr eine Bedarfsgemeinschaft seid, also auch das Einkommen deines Mannes. Da wird es dann auch nichts geben.

Hallo, An und für sich schaut es so aus, derjenige welcher das Kind versorgt trägt die Unterhaltskosten. Der zweite Elternteil muss aber dennoch Unterhalt leisten. Da er es duldet, dass dein Sohn bei dir ist, ist er rein theoretisch unterhaltsverspflicht deinem Sohn gegenüber. Nun stellt sich die Frage, ob bei ihm überhaupt etwas einzufordern ist, wenn er Hartz4 bezieht. Ich kenne nur die österreichische Seite so genau, dass ich dir sagen kann, dass in Österreich der Staat in solchen Fällen vorzählt und der Vater, bzw unterhaltspflichtige dann quasi Schulden beim Staat hat. Da diese Forderungen aber aufgrund der Tätigkeitslosigkeit sowieso nicht exekutierbar sind ist das sowieso obsolet. Vermutlich kannst du dir aber den Unterhalt vom Staat auf "Vorschuss" bezahlen lassen. Sofern ihr nicht irgendwelche Einkommensgrenzen überschreitet. Da du ja wieder verheiratet bist und dein neuer Mann prinzipiell auch für seinen Stiefsohn unterhalt leisten könnte.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen Gute nacht :)

ääääh - nee! Grundsätzlich sind beide Elternteile "gleichberechtigt" für den Unterhalt zuständig. Der, bei dem das Kind lebt, leistet seinen Anteil in Form von "Dach überm Kopf, Essen geben, Wäsche waschen, Hausaufgaben betreuen" und was sonst so anliegt, und derjenige, bei dem das Kind nicht lebt, leistet seinen Anteil in Form von Geld. So wie du schreibst, muss derjenige, bei dem das Kind ist, gar nichts ...?? Zumindest in Deutschland ist das so. 

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Normal muss der vater unterhalt für kind zahlen wen du sorgerecht hast und er bwi dir wohnt

Ich habe kein Sorgerecht und das Kind lebt bei mir.

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wer hat es den ?

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Ja dann würde ich das ändern, weil das nicht so geht 😅 entweder beide oder nur du  - dann muss mann auch zahlen für das kind das es bei dir lebt ( unterhalt)

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Aber ich versteh nicht wie kannst du dann das kindergeld von dem kind beziehen ?

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@zeytinx

Kindergeld steht dem zu, wo das Kind sich aufhält. Da er bei uns lebt und wir das gerichtlich haben klären lassen, bekamen wir im April`15 das Kindergeld ab August`14 bezahlt. Der Vater muss das Kindergeld, welches er unrechtmäßig erhalten hat nun zurückzahlen in Raten.

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