Wer ist verachtenswerter, der Amokläufer oder die Mobber, die ihn jahrelang in ein psychisches Wrack verwandelt haben?

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15 Antworten

Ich finde es schwierig, hier eine Täter-Opfer-Trennung vorzunehmen.

Beide sind Täter und zugleich Opfer.

Was bringt Mobber dazu, andere seelisch und körperlich zu quälen?
Zu geringes Selbstbewusstsein, sich gegen die anderen Mobber zu stellen?
Angst davor, selbst gemobbt zu werden?
Wie ist die Beziehung dieser Menschen zu ihren Eltern  und anderen Erwachsenen?
Denn wer von seinen Eltern mies behandelt wird, neigt entweder dazu, sich Mobbern anzuschließen oder zum Gemobbten zu werden.

Die Fragen sollen keine Entschuldigung für ihr Verhalten sein - gleiches gilt für den Amokläufer, sondern vielmehr dazu dienen, dass es dabei kein reines Schwarz oder Weiß gibt.

Auch wird nicht jeder zum Amokläufer, der so unmenschlich behandelt wurde.
Kommt allerdings Unverständnis seitens der Eltern hinzu sowie keine andere Person, die sich wenigstens halbwegs in den Menschen hinein zu versetzen, dann ist das Risiko höher.

Ebenso ist es alles andere als förderlich, wenn der Gepeinigte durch den Zwang in die(se) Schule gehen zu müssen, keine Chance hat seinen Peinigern zu entkommen.
Ein Schulwechsel ist nämlich mitnichten immer (einfach) durchzuziehen.

Dann sind da auch noch Lehrer, die bei dieser fiesen Sache mitmachen ebenso wie Schulleiter, die den (nicht mehr vorhandenen) guten Ruf der Schule versuchen aufrechtzuerhalten.

Ich sehe die Wurzel des Problems im zwanghaften stundenlangen auf relativ kleinem Raum zusammensitzen mit Gleichaltrigen, die im Grunde nichts gemeinsam haben als ihr Alter.
Dass welche mit gleichen Interessen darunter sind, ist eher reiner Zufall.

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Verachtenswert - um das Wort würde ich mich gerne drücken.

Solange jemand eine Wahl hat, ist er immer direkt als erstes für eine Tat verantwortlich.

Erst im zweiten Schritt kann man untersuchen, wie es dazu gekommen ist. Jemanden zu einer Tat zu drängen oder ihn anzustiften, ist auch nicht okey, sogar schlimm, aber entbindet den späteren Täter nicht von seiner Verantwortung.

Mobbing ist schrecklich.
Amoklaufen ist schrecklicher.

Verwerflich ist beides. Am besten, man mobbt nicht und man läuft keinen Amok.

__________

Ob etwas verwerflich ist, würde ich nicht daran messen, ob mit Konsequenzen für den Täter zu rechnen ist.

Mobbing kann eine Tat nachvollziehbar machen, aber niemals entschuldigen.

Sollten deiner Meinung nach Menschen, die eine schlimme Kindheit hatten, machen können, was sie wollen?  
Verstehen und Tolerieren sind unterschiedliche Paar Schuhe.

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Also ich finde einen Großteil der Schuld trifft auch die, die ihn gemobbt haben. Und ich denke das sollte an Schulen auch intensiver Verfolgt und bestraft werden.
Allerdings hätte der gemobbte selbst die Schule wechseln können, bzw. sich seinen Eltern oder Lehrer anvertrauen hätte können.
Ein Amoklauf billigt das Mobbing zwar noch lange nicht, da nicht die Mobber getroffen wurden, sondern Unschuldige Menschen.
Aber trotzdem wird in unserer Gesellschaft über vieles hinweggesehen, wo man einfach mehr Aufklärung betreiben müsste.
Und gerade diejenigen die täglich jemanden mobben, sollten sich täglich fragen,warum sie das tun, und wie es ihnen erginge, wenn sie die Gedemütigten wären.
Trotzdem ist jeder Mensch dazu angehalten und zu helfen.
Hätten sich die Menschen, die dem Amokläufer helfen wollten, zu einer Gruppe zusammengeschlossen, oder hätten den Lehrer informiert, wäre es nie soweit gekommen.

Das ist meine Meinung, und ich wollte damit jetzt niemand angreifen.

Lg Irina

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Es fängt schon bei einem grundsätzlich menschlichen Problem an, dass sich jemand für besser als andere hält und sich über andere erhöht. Um noch weiterzugehen, ist ein mangelndes Selbstwertgefühl als Ursache auf Seiten der Mobbenden anzuführen. Aus diesen Ursachen entwickelt sich ein Teufelskreis des Übels.

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Sie tragen eine gewisse Mitschuld, aber in unserer Gesellschaft werden Mobber zu Helden und Opfer zu Psychos. 
Finde auch, dass Mobbing viel härter bestraft werden sollte. Bei extremen Mobbing sollte es sogar Jugendknast oder Abstufung der Schulform geben. 

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  • Amoklauf und Massenmord geht gar nicht. Punkt. Da irgendwelche relativen "wer ist schlimmer" auch nur zu diskutieren, geht mir zu weit. Massenmord ist extrem verwerflich und unentschuldbar. An diesem Amoklauf gibt es absolut gar nichts zu relativieren oder schönzureden. Die Opfer waren unschuldig. Anders würde meine Position aussehen, wenn er sich nur an seinen Tätern gerächt hätte. Auch dann ist Mord natürlich der falsche Weg, aber wäre irgendwie emotional nachvollziehbar. So aber ist der Amoklauf einfach nur grausig.
  • Du hast aber durchaus recht, dass Mobbing eine üble Sache ist und in Deutschland leider viel zu wenig verfolgt und bestraft wird, gerade unter Kinder und Jugendlichen nicht. Lehrer und Eltern sind hoffnungslos überfordert, schauen desinteressiert weg oder sind schlichtweg unfähig. Hier müsste dringend etwas geschehen -- bei Betreuung, Erziehung, und Bestrafung gleichermaßen. Aber bei sogenannten "Kindern" schauen immer alle weg und reden sich das schön. Strafen gibt es keine, Strafmündigkeit wird nicht einmal diskutiert. Die Täter werden fast immer aufmerksamer behandelt und geschont als die Opfer. Wir haben hier riesige Defizite im Land.
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Ich wurde auch jahrelang gemobbt und "psychisch Vergewaltigt". Meiner Meinung nach haben die Mobber schuld daran, dass ich jetzt ein sch**ß Leben habe und ein "psychiches Wrack" bin und das ich unter sozialen Ängsten leide. Ich kann da nichts für! Aber mittlerweile habe ich professionelle Hilfe und das hätte sich der Amokläufer auch suchen sollen.

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Sicherlich hat das Mobbing den Täter stark beeinflusst. Seine Taten haben mehrere Menschen das Leben gekostet, die Mobber jedoch haben niemandem getötet. Sie sollten für ihre Vergehen (Nötigung, Körperverletzung etc. ) gemäß ihres Alters angemessen bestraft werden, aber eine Entschuldigung für den Täter stellen sie nicht dar. 

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Die Mobber haben schon eine gewisse Teilschuld daran 

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Jeder weiß das es am mobbing liegt, will jedoch keiner wahr haben, denn die Schuld am mobbing ist die Schuld der Schüler und Lehrer die nix dagegen unternehmen, sogar manchmal daran gefallen finden! Hier werden die eigentlichen Opfer zu Tätern, und die eigentlichen Täter zu Opfern. Dann werden sie betuddelt weil sie so schreckliches erlebt haben, dabei sind sie nur ihrer gerechten Strafe entkommen. Dann sucht man immer Ausreden woran es liegen kann das Menschen ausrasten und Massenmord begehen.

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Beides ist Verachtenswert ! Es gibt allerdings möglichkeiten gegen mobbing vorzugehen ! Nicht zuletzt Körperlich ! Damit meine ich nicht seine Tat sondern das Vorfeld. Währe er schon im Vorfeld ( notfalls Körperlich ) gegen seine Peiniger vorgegangen, währe es eventuell nicht soweit gekommen ! Psychologie ist keine exakte Wissenschaft ! Die erstellte Diagnose ist immer nur die Meinung des " Verhörenden " Psychiaters. Und die Psychologische hilfe ist meistens ein ratespiel !

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Kommentar von DeinHerrscher
19.08.2016, 19:46

Dann versuch mal als Einzelner gegen mehrere Leute körperlich vorzugehen. Leute, die ihm helfen wollten, wurden massiv bedroht. Irgendwann hat sich keiner mehr getraut, einzugreifen, da die Mobber einfach in der Überzahl waren. Gegen eine Übermacht hat man nur mit Waffen eine Chance.

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man hätte eigentich eine öffentliche erklärung von den mobbern erwartet warum sie ihn krankenhausreif geschlagen haben und erniedrigt haben.

Die Mobber waren die Ursache, aber der Amokläufer der Selbstauslöser. Leider wird es unschuldigen die dabei gestorben sind, eine zweite chance auf Leben immer verwehrt. Das ist das eigentlich traurigste daran.

Die nahstehenden Personen wollen ja wissen warum ihr Familienmitglied/Freund/in dadurch sterben mussten.

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Nun verachtenswerter ist auf jeden Fall, dass töten von Menschen.

Mobbing, bzw. das erniedrigen/beleidigen von Menschen ist schlimm. Aber Nichts rechtfertigt das ermorden von unschuldigen Menschen.

Beim Mobbing geht es um Macht. In dem ich einen anderen erniedrige, stelle ich mich über ihn.

Du hast dir wohl sehr viel Gedanken gemacht, was diesen jungen Menschen zu solch einer Tat getrieben hat. Aber dann musst du auch hinterfragen, was seine Mitschüler dazu getrieben hat, ihn zu mobben.

Mobber sind meist auch Opfer. Man erniedrigt keine anderen Menschen, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein hat, oder ein entspanntes Verhältnis zu sich selbst.

Gründe gibt es immer. Aber nicht für alles gibt es eine Rechtfertigung. Die Tat des Ali David Sonboly ist mit Nichts zu rechtfertigen.

Viele leiden unter Mobbing. Und für viele war die Schulzeit die Hölle. Oder sogar die gesamte Kindheit. Aber über 99% dieser Opfer, laufen nicht Amok.

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Die Mobber sollten ins Gefängnis.

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Nur ein toter Mobber ist ein guter Mobber

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