Wer ist Schuld bei einem Unfall auf dem Parkplatz?

7 Antworten

Wenn beide Fahrzeuge in Bewegung sind, kommt es zu einer Aufteilung der Schuldverhältnisse, denn es geht von beiden Fahrzeugen eine Betriebsgefahr aus. Dies gilt insbesondere auf Parkplätzen ohne Verkehrsregelung, da dort mir erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit gefahren werden muss.

Das Dümmste was man machen kann ist, panikartig den Rückwärtsgang einzulegen und Gas zu geben und somit jeden Anderen auf dem Parkplatz, inklusive Fussgänger, zu gefährden. Entschuldigung, aber Du befandest dich auf einem Parkplatz und nicht auf der Rennbahn. Außerdem ist ein solches Mannöver für keinen der dort anwesenden Verkehrsteilnehmer vorausschaubar.

Ich bin ziemlich sicher, das geht 50/50 aus, mindestens aber 75/25 zu Lasten des älteren Herren. 100% Schuld des Parkenden sehe ich nicht, man muss auf einem Parkplatz mit Parkmannövern rechnen, auch wenn sie nicht dem Lehrbuch entsprechen, Stichwort gegenseitige Rücksichtnahme.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass auf der Überwachungskamera das Verhalten des Fahrers so exakt zu sehen war. Aber egal.

Da auf Parkplätzen besondere Vorsicht geboten ist und beide rückwärts gefahren sind, dürfte hier keiner unschuldig am Crash sein und jeder trägt seinen Schaden selbst.

wobei ich angenommen habe er fährt rückwärts raus richtet das Fahrzeug aus und fährt erneut vorwärts rein , dies war nicht so gedacht

Du sollst nicht denken, was andere tun - sie tun meist das Gegenteil.

Wenn ich schon sehe, dass da einer den Rückwärtsgang drin hat und blinken auf Parkplätzen eh für unnötig erachtet wird, dann warte ich lieber, bis der sein Parkmanöver beendet hat, bevor mir einer in die Karre fährt.

Ja, durchaus möglich, dass es zu einer "50:50 Regelung" kommt. Jeder ist also in gleichem Maße Schuld an der Situation.

Unfall Parkplatz Schuldfrage

Hallo,

ich hatte gestern eine Begegnung auf einem öffentlich zugänglichen Kundenparkplatz.

Zur Örtlichkeit: Es handelt sich um einen Kundenparkplatz vor einem langgestreckten Verkaufsgebäude. Vor dem Gebäude verläuft eine ca. 8 m breite Fahrgasse. Dahinter sind im rechten Winkel zur Fahrtrichtung Parktaschen markiert.

Zum Hergang: Ich fuhr mit Schrittgeschwindigkeit in ständiger Bremsbereitschaft die Fahrgasse entlang. Um die zu Fuß gehenden Kunden vor dem Gebäude und im Eingangsbereich nicht zu gefährden hielt ich nach rechts zum Gebäude einen Abstand von ca. 2 Metern. Nach links zu den markierten Parkflächen hielt ich einen Abstand von ca. 4 Metern. Aus einer der Parkbuchten fuhr ein Fahrzeug rückwärts in die Fahrgasse. Ich bemerkte dieses Fahrzeug und stoppte sofort. Um den anderen Fahrer vor der Kollision zu warnen, hupte ich. Das Fahrzeug stoppte nicht und stiess mit meinem bereits stehenden Fahrzeug zusammen.

Von der Polizei wurde ein Unfallbericht erstellt und mir wurde vorgeworfen, gegen das Rechtsfahrgebot verstossen zu haben, wozu ich erwiderte, dass ich einen seitlichen Abstand einhielt, um eine Gefährdung der Fussgänger zu auszuschliessen und dass ich meiner Sorgfaltspflicht durch das Fahren mit Schrittgeschwindigkeit und die Bremsbereitschaft nachgekommen bin. Von der Polizei wurde festgestellt, dass mein Fahrzeug zum Zeitpunkt der Kollision stand.

Nun meine Fragen an die Experten: War mein Verhalten korrekt oder kritikwürdig? Mit welcher Schuldverteilung muss ich speziell vor dem Vorwurf einer Missachtung des Rechtsfahrgebotes rechnen?

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