Wer ist Schuld an Hunger & Armut auf der Welt? (Früher)

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Warum gibt es Armut und Hunger in Afrika?

Man darf nicht ausblenden, dass korrupte einheimische Politikerkasten sich am Vermögen der ärmsten Länder bereichern. Ihr einziges Ziel scheint Organisation und Erhalt von Macht zu sein. Einkommenunsgleichheiten hängen stark davon ab, was Regierungen tun oder getan haben, um auf ein höheres Wirtschaftswachstum zu kommen. In einem guten Investitionsklima mit leistungsfreundlichen Steuersystemen und einem funktionierenden Rechtswesen entwickeln sich Länder schneller, andere nicht. Es war eine Sternstunde der amerikanischen Außenpolitik, als US Präsident Obama und sein Außenministerin Clinton den afrikanischen Regierungen ins Gewissen geredet haben und dabei auch die korrupten Ölförderländer Angola und Nigeria nicht aussparten. Beide erklärten unmissverständlich, dass Fortschritt verantwortungsvolle und Resultate hervorbringende Regierungen, demokratische Mitwirkung des Volkes, Ablehnung von Korruption und Verlass auf Rechtsstaatlichkeit voraussetze.Der indische Nobelpreisträger Amartya Sen hat übrigens nachgewiesen, dass es in einer Demokratie mit Pressefreiheit noch nie eine Hungersnot gegeben hat. Rasantes Bevölkerungswachstum macht alles zunichte.

Die rasanten Bevölkerungszuwächse werden von vielen autoritären Herrschaftssystemen in Afrika nicht zur Kenntnis genommen und Entwicklungshilfeorganisationen schweigen Die Bevölkerung in Subsahara-Afrika hat sich seit 1990 fast verdoppelt.Selbst im „Land der Unbestechlichen“ wie Burkina Faso in deutscher Übersetzung heißt, hat die Korruption in den letzten Jahren um sich gegriffen. Wie überall in Afrika ist Bestechung beim Zoll, den Steuerbehörden, der Polizei, den Gesundheits-und Bildungseinrichtungen verbreitet. Die Presse in Burkina beklagt eine „Kultur der Straffreiheit“ und wird nicht müde im Villenviertel der Hauptstadt Ouga 2000 die Reichen , die dort im Überfluss und Verschwendung leben und keinen Blick für die Armut des Landes haben, anzuprangern. Leider ohne Folgen .

Das Sahel-Land Burkina Faso sollte gut vorankommen, denn es konnte 2011 30 Tonnen Gold exportieren und vom hohen Goldpreis profitieren Der Baumwollpreis ist in den letzten Monaten von 60 auf 150 Euro gestiegen. Also gute Voraussetzungen für den Abbau der Armut. Da jedoch jede Frau in Burkina durchschnittlich 6 Kinder bekommt wird es immer schwerer die Bevölkerung zu ernähren. In dem jährlichen UN Bericht über die menschliche Entwicklung bleibt Burkina auf Rang 181 von 187 aufgeführten Ländern. Negativ schlägt dort der geringe Bildungsstand (70 % der Bevölkerung sind Analphabeten und sind oft nicht beschäftigungsfähig), ein ungenügendes Gesundheitswesen und die unzureichende Nutzung der Potentiale in der Landwirtschaft. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"

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