Wer ist Immanuel in Jesaja 7:14?

7 Antworten

Jesus Christus ist der Immanuel aus Jesaja 7,14.

In der MacArthur-Studienbibel findet sich zu Immanuel: "Dieser Titel, der in Matthäus 1,23 auf Jesus angewendet wird, bedeutet »Gott mit uns«."

In Matthäus 1,23 steht: "»Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: »Gott mit uns«."

Im Walvoord-Kommentar steht zu Matthäus 1,23: "Marias wundersame Empfängnis erfüllte damit Jesajas Prophezeiung, und ihr Sohn sollte wahrhaft Immanuel ... Gott mit uns sein."

Hallo Itkin

Jesaja ist als Prophet bekannt und wird auch in der Bibel als solcher bezeichnet (Jesaja 38:1 u.a.m.)

In dieser Eigenschaft hat er unter göttlicher Inspiration  - neben vielen anderen Vorhersagen  - etwa 15 Mal nähere Umstände in Verbindung mit dem Kommen des Messias vorhergesagt.

Der von Dir hinterfragte Text  (Jesaja 7:14) ist einer davon, und lautet:

„Deshalb wird euch der Herr [Jahwe] selbst ein Zeichen geben. Seht, die unberührte junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den sie Immanuël (Gott mit uns) nennt“  (Neue evangelistische Übersetzung)

Der ursprüngliche und direkte Anlass für diese Prophezeiung war folgender: Der König von Israel und der König von Syrien hatten dem Königreich Juda  (etwa um 760 v. u. Z.) n den Krieg erklärt. Ihr Ziel war es Jerusalem einzunehmen, König Ahas zu stürzen und ihn durch jemand ersetzen, der vielleicht gar kein Nachkomme König Davids war (Jesaja 7:5, 6). Der König von Israel hätte allerdings wissen müssen, wie sinnlos diese Verschwörung war. Schließlich hatte Jahwe verfügt, dass auf seinem Thron immer ein Nachkomme Davids sitzen sollte. Und Gottes Wort bleibt nie unerfüllt (Josua 23:14; 2. Samuel 7:16).

Zuerst sah es damals so aus, als hätte die syro-israelitische Allianz die Oberhand gewonnen. Ahas verlor in einer einzigen Schlacht 120 000 tapfere Soldaten und Maaseja, der „Sohn des Königs“, wurde getötet (2. Chronika 28:6, 7). Jahwe entging all das jedoch nicht. Er gedachte seiner Verheißung gegenüber David und ließ Jesaja genau jene überaus ermunternde Botschaft verkünden, die Du jetzt hier hinterfragst.

Und gäbe es nun   -  den ebenfalls von Gott inspirierten   -  Hinweis des Apostel Matthäus nicht, der Jahrhunderte später die übernatürlichen Umstände der Geburt Jesu beschreibt und dabei feststellt, dass „das alles in Wirklichkeit geschah, damit sich erfülle, was Jahwe durch seinen Propheten geredet hatte, welcher sagt: ‚Siehe! Die Jungfrau wird schwanger werden und wird einen Sohn gebären‘ “ (Matthäus 1:22, 23)  -  gäbe es also diesen Hinweis nicht, könnten wir keinen Zusammenhang zwischen der Geburt Jesu und Jesajas Prophezeiung herstellen.

So aber wissen wir, dass sich Immanuël (Gott mit uns) auf den von einer Jungfrau (oder unberührten jungen Frau) ins Leben gebrachten Jesus bezieht.

Wie immer legt sich auch in diesem Fall die Bibel einmal mehr selber aus.

Was aber hatte denn nun diese Prophezeiung bei ihrer ersten Erfüllung damals bei der Bedrohung Jerusalems bewirkt?

Darauf gibt der Kontext in Jesaja 7:16 eine Antwort

„Und bevor er [der Immanuel] alt genug ist, Gut und Böse zu unterscheiden, wird das Land der beiden [angreifenden] Könige verwüstet sein, vor denen dir jetzt graut.“

Die Bedrohung hatte sich also aufgelöst – wie das geschah, das berichtet die Bibel nicht.

Fakt ist nur, dass nicht lange nach Jesajas bemerkenswerter Ankündigung seine Frau schwanger wurde und einen Sohn bekam, der den Namen Maher-Schalal-Hasch-Bas erhielt. Dieser könnte der „Immanuel“ gewesen sein, von dem Jesaja sprach. In biblischen Zeiten konnte ein Kind bei der Geburt — vielleicht zur Erinnerung an ein besonderes Ereignis — einen bestimmten Zusatz-Namen erhalten, wenn auch seine Eltern und Verwandten ihn bei seinem Rufnamen riefen (2. Samuel 12:24, 25). Dafür, dass Jesus jemals Immanuel gerufen wurde, gibt es indes keinen Beweis. (Jesaja 7:14; 8:3, 4.)

Vielleicht hilft Dir das ein wenig weiter.

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Alles Gute

Immanuel bedeutet "Gott ist mit ihm/uns".

Jesaia war ein Prophet am Königshof. Als das Land durch Feinde bedroht wird, verkündet er, dass eine der jungen Frauen (des Königs Ahas - König von Juda aus dem Hause Davids! ) schwanger ist und einen Sohn gebären wird dem man den Namen "Gott ist mit uns/ihm) geben wird. Dieser Sohn wird in Wohlstand aufwachsen (Milch und Honig) und noch bevor er mündig und weise sein wird, werde das Land der Feinde verlassen sein (ihr Reich untergegangen und zerstört). Über das umstrittene Gebiet namens Efraim (ausgestossene Juden aus dem Gottesbund, welche Ahas zu einer Koalition mit dem König von Assur zwingen wollen) werde der König von Assur kommen (es erobern).

Der Sohn des Königs Ahas bekam dann den Namen Hiskaia! Hiskaia bedeutet Gottes Stärke ist mit ihm! Ist also eine Steigerung des Namens Immanuel (Gott ist mit ihm - Gottes Stärke(Macht) ist mit ihm!)...

in einer anderen Prophezeiung (späteren) wird auch wieder Hiskia als grosser Herrscher aus dem Hause Davids welcher Frieden bringen wird verkündet/bestätigt:

"5 Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schulter gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. 6 Die große Herrschaft und der Frieden sind ohne Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit, von jetzt an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das vollbringen."

Hiskaia herrscht dann auch erfolgreich und besiegt gemäss der Bibel mit Gottes Hilfe das riesige Heer der Assyrer. Er brachte Frieden und Wohlstand (Wasserversorgung in Jerusalem) und vereinigt das Reich wieder.

Ehrliche Frage: Bist du generell so bibelfest, hast du beruflich mit der Bibel / Religion zu tun - oder woher hast du deine weitreichenden Kenntnisse ?? Ich frage nur, weil ich auch diese Frage beantworten wollte, dies aber voller Scham unterließ, als ich deine gute Antwort las !! DH !

pk

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@paulklaus

Nein - Ich habe nicht beruflich mit Religionen zu tun. Aber ziemlich ähnliche Interessen wie diejenigen, welche du auf deinem Profil aufführst. Du hättest diese Frage wohl ebenso gut beantworten können wie ich.

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