Wer ist hier zuständig? Forderung wg. Umzug, Aufrechung mit Schadensersatz.

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3 Antworten

Zunächst ist deinem Vater als Kind des Verstorbenen der Nachlass, mithin die Verbindlichkeiten des Verstorbenen, automatisch zugefallen: § 1922 BGB.

Sofern er nicht innerhalb der 6-Wochen-Frist formal beim Nachlassgericht oder über einen Notar ausschlug, haftet er für die Verbindlichkeiten seines Vaters - ob er das Erbe ausbezahlt bekam, abtrat, spielt keine Rolle.

Wurde er enterbt, hatte er mit der Rechnung nichts zu tun und es war seine Pflicht, den Erben die Rechnung vorzulegen, ohne hier Auftrag zu erteilen :-O

Auch kann es nicht angehen, daß er einen Mangel reklamiert und dann der Firma nicht weiter mitteilt, das der Auftrggeber verstarb und nunmehr er. bzw. die Erbengemeinschaft die Rechtsnachfolge der Verbindliuchkeit angetreten haben.

Richtig ist, daß Schäden beim Umzug von der Forderung einbehalten werden dürfen - dumm nur, daß die Beweisstücke vernichtet wurden und es keinen Kostenvoranschlag der notwendigen Instandsetzungsarbeiten gibt.

Zweifelsohne ist die Rechnung dem Grunde nach beanspruchbar und ging auf deinen Vater bzw. die Miterben über.

Ich würde die Zahlungsaufforderung plus Manhnkosten unter realistischem Abzug der Schäden bezahlen. Ein Mahnbescheid kostet unnötig Geld und der Schaden dürfte anhand der Fotos eher nicht gutachterlich bezifferbar sein.

G imager761

mein vater hat damals alle ansprüche abgetreten, schon vor über 10 jahren. ich weiß nicht genau wie sowas läuft, aber es wurde ein vertrag vor einem notar geschlossen. also haftet er trotzdem? dann kann man sich den notar ja sparen.

wir haben einen kostenvoranschlag machen lassen. und die sachen lange eingelagert, wodurch ja auch kosten entstanden sind.

außerdem wissen die schon seit einem jahr, dass mein opa tot ist :( und adressieren trotzdem an ihn. zu meinem vater kommt die post durch das heim, nicht durch das unternehmen. ist das wirklich unser problem? weil wir haben denen ja nie gesagt wohin mit der post und auch nicht, dass wir uns darum kümmern.

die kosten waren ca. 500 €, der schadensersatz ergibt nach einem gutachter 1200 €, ergo müssten wir geld von denen kriegen und nichts zahlen. ich kann ja nicht -700 € zahlen oder denen einfach geld abbuchen.

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Dein Vater hat rechtlich mit der Geshichte nichts zu tun, die Firma sollte sich selbst bemuehen, den Rechtsnachfolger ausfindig zu machen. Ich wuerde nach so offen praktizierter Ignoranz auf Stur schalten und einfach nicht reagieren.

Ein Anwalt kostet in erster Linie Geld, das Ihr vermutlich (eher: mit Sicherheit) nicht zurueckbekommt. Deshalb, solange es keinen Mahnbescheid o.Ae. an Euch gibt, nicht reagieren.

klar, dass die sich an den richtigen wenden müssen. die frage ist nur, müssen wir denen mitteilen, wer das ist, oder einfach gar nicht reagieren? denn mein vater hat ja (scheinbar aus dummheit) einfach mal alles geregelt und die anderen haben das erbe kassiert. jetzt denken die von der firma logischerweise, er sei der ansprechpartner, weil er sich auch sonst um alles gekümmert hat. ich bin mir nichtmal sicher, ob er die firma selbst beauftragt hat oder mein opa. aber wenn die rechnung an ihn adressiert war, ist der vertrag wohl mit meinem opa zustande gekommen.

und was ist wenn der mahnbescheid an meinen opa adressiert wird? oder kriegt das gericht das hin zu merken, dass er tot ist und macht von sich aus die erben ausfindig? sonst wird das eh wieder bei uns landen.

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@Pennylane11

Ihr seid nicht verpflichtet, der Firma bei ihrer Geldeintrieberei zu helfen. Wie schon gesagt, nach der Vorgeschichte wuerde ich nicht mehr reagieren.

Ein Mahnbescheid an einen Toten ist Makulatur. Das Gericht interessiert sich beim Ausstellen nicht dafuer. Wenn die Firma, die ja weiss, dass er nicht mehr lebt, das trotzdem macht, treibt sie nichts als groben Unfug

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@Mikkey

Das Gericht interessiert sich beim Ausstellen nicht dafuer. Wenn die Firma, die ja weiss, dass er nicht mehr lebt, das trotzdem macht, treibt sie nichts als groben Unfug

Dein Kommentar ist grober Unfug :-O

Die Schulden (Umzugsrechnung) des Verstorbenen gehen als Nachlassverbindlichkeit auf die Erben über. Ohne anderslautendes Testament wären das das/die Kind(er) des Erblassers, sofern sie nicht innerhalb von 6 Wochen nach seinem Tod formal das Erbe ausschlagen.

Sofern nicht in gleicher Frist Nachlassverwaltung beantragt wurde, sogar mit deren ganzem Privatvermögen - da kann die Firma beruhigt Mahnbescheid beantragen und einen vollstreckbaren Titek erwirken :-O

G imager761

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ich verstehe nicht, warum sich dein vater überhaupt um die kaputten möbelstücke gekümmert hat, wenn er gar kein erbberechtigter ist! darum soll sich der onkel kümmern, der ja auch für die rechnung zuständig ist! dein vater soll der umzugsfirma die adresse des zuständigen onkels mitteilen und erwähnen, dass er nicht erbberechtigt ist und deshalb auch nicht verpflichtet ist, sich darum zu kümmern!

danke erstmal. ich hab ihm das auch von anfang an gesagt, aber er war der meinung, weil mein onkel nicht in der stadt wohnt würde er das machen. er hat sowieso alles gemacht und die anderen haben kassiert, aber er kapiert das nicht. nicht, dass es mir jetzt ums geld geht, sondern eher ums prinzip.

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@Pennylane11

Das Prinzip lautet: Kinder haften für ihre verstorbenen Eltern, wenn sie nicht von der Erbfolge ausgeschlossen wurden oder formal zugefallenes Erbe ausschlugen.

Wer so tut als ob, Rechnungen reklamiert, Nachlassgegenstände vernichtet und Gläubiger ignoriert, macht sich strafbar oder trägt die Kosten eben erhöht :-O

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