Wer ist hier ein Astronomieprofessor?

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11 Antworten

Hallo zro3221,

das ist eine Frage, bei der ich froh bin, nicht nur die Überschrift gelesen zu haben. Denn dann könnte ich nur antworten "weiß nicht, ich bin jedenfalls keiner..." ;-)

ich wollte mal wissen, ob jeder Himmelskörper, egal ob Planet, Stern
oder Monde oder was es sonst noch so gibt, immer zwangsläufig von einem
anderen Planeten angezogen werden muss

Die Schwerkraft ist unheimlich stur.

Sie lässt sich nicht abschirmen und sie reicht unendlich weit. Ok, sie wird auch nahezu unendlich klein, wenn Du von anderen Massen sehr weit weg bist. Aber: Du wirst sie nicht los. ;-)

Massen ziehen sich gegenseitig an. Das ist eine Grunderkenntnis der Physik. Die Schwerkraft ist die winzigste Kraft im Universum, aber sie ist die einzige, die auch zwischen elektrisch neutralen Objekten auf große Entfernungen wirkt. Massen bleibt deswegen nichts anderes übrig, als ihr zu folgen.

Die Schwerkraft erzeugt so auch auf gigantische Entfernungen Galaxien oder Galaxienhaufen, bringt in den Galaxien Gaswolken zum Kollabieren und führt zur Entstehung von Sternen, Planeten und letztlich uns selber. Wir sollten es ihr also nicht verübeln, dass sie wirklich alles im Griff hat: Wäre sie nicht so stur, es gäbe uns nicht.

Deswegen: Ja, an allen Massen zieht gerade irgendwo ein bissi Schwerkraft, egal wie klein...

oder ob es Planeten usw. gibt, die sich durch den Weltall bewegen , eben gar nicht so wie in unserm Sonnensystem

Ja, klar gibt es solche Vagabunden. Sie können durch andere, nahe vorbei fliegende Sterne aus ihrem Sonnensystem geschleudert worden sein. Oder durch Zusammenstöße in der Frühphase ihres Sonnensystems. Sie können davon"geblasen" worden sein, wenn der Zentralstern zum Roten Riesen wird oder...

Die Schwerkraft ist eine schwache Kraft: Sie kann überwunden werden, wenn man einen ordentlichen Schubs mitbekommt. Daneben sind da draußen übrigens auch erloschene Sterne. Und natürlich jede Menge Asteroiden und noch kleinere Trümmer.

TROTZDEM kann man da für die Erde Entwarnung geben: Man würde solche hypothetischen Objekte entdecken, lange bevor sie hier sind. Nibiru-Hype, also der Mythos eines Planeten, der quasi aus dem Nichts auftaucht um uns alle zu vernichten, ist absolut unbegründet.

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/05/21/sind-die-vagabundierenden-planeten-gefahrlich/

Grüße

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Kommentar von Ysosy
23.10.2016, 23:32

Da kann man unserer fast Astronomie Professorin in beinahe allem Zustimmen.

Bis auf einen kleinen Lapsus :-)

Die Schwerkraft ist unheimlich stur.

Sie lässt sich nicht abschirmen und sie reicht unendlich weit.


Schwerkraft reicht bis zum Hubble Radius. Alles dahinter entfernt sich mit einer Geschwindigkeit >c und da sich die Gravitation „nur“ mit c ausbreitet, wird sie alles hinter dem Hubble Radius nie erreichen.

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Hi,- Ja es gibt vagabundierende Objekte im Weltraum, die nicht in so definierter Form in ein System eingebunden sind wie die Objekte des Sonnensystems oder das Sonnensystem in seine Galaxie. Aber "vagabundieren" ist relativ. Getrennt von der Rotationsbewegung um das Zentrum unserer Galaxie und der Eigenbewegung unserer Galaxie Richtung "Virgo-Haufen" "reist" unser Sonnensystem mit ca 20 - 50 Km/Sec (da gibt es verschiedenen Angaben) auf einen Punkt im Sternbild Herkules (Apex) zu. -

Schwerkraft ist überall und in meiner Sicht ein Feld mit verschränkten Kräftelinien (Feldlinien?) von schwankender Intensität und hoher Komplexität in deren räumlicher Verteilung so dass es eher unwahrscheinlich ist, dass sich in dieser Komplexität sog. "Librationspunkte oder -zonen" (Punkt von sich gegenseitig aufhebenden Gravitationskräften - den gibt es z. B. zwischen Erde und Mond) ergeben, die groß genug wären, dass 1. Newton´sche Axiom so außer Kraft zu setzen, daß ein Körper  zwischen Eigenbewegung (Eigenmasse) und abnehmender Schwerkrafteinwirkung einen solchen "Idealpunkt" erreichen könnte. Zum anderen wäre auch fraglich, ob es diesen "Idealpunkt" in dieser komplexen "Gummibandstruktur" abseits jeder mathematischen Idealisierung überhaupt geben kann oder nur als "nicht meßbare Einwirkung über einen nicht erfaßbaren Zeitraum das "Spiel" der Beschleunigung einschll. Richtungsänderung wieder von vorne beginnt.

Nur mal so als Idee.

Gruß

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Hallo! Du hast schon eine Profi - Antwort von uteausmuenchen.

Manche würden sagen ein Gewichtheber ist das genaue Gegenteil eines Astronomieprofessors.

Jede Masse zieht jede andere Masse an. Abhängig von der Größe der Masse - und der Entfernung.

Masse / Größe : Wärst Du in der Schwerelosigkeit und würde man alle anderen Kräfte ausschalten so würde ein Kugelschreiber Dich umkreisen. Und zwar mit einer elliptischen Bahn im deren einem Brennpunkt Du Du Dich befindest.

Entfernung : Die Schwerkraft ist dem Quadrat der Entfernung umgekehrt proportional. Zunächst nur ein physikalisches Gesetz - aber ein Beispiel : 

Die Auswirkungen des Mondes sind Dir was die Schwerkraft betrifft bekannt - die Gezeiten gehören dazu.

Aber ein dicker Mensch der direkt neben Dir steht übt - zumindest physikalisch - eine größere Anziehungskraft auf Dich aus.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von Wuestenamazone
24.10.2016, 05:14

> Ein Gewichtheber ist genau das Gegenteil < Nein denn du hast auf fast alles eine Antwort. Und müssen Gewichtheber einen auf den Sport beschränkten Horizont haben? Bei dir trifft das auf keinen Fall zu man braucht nur mal in deinen Antworten stöber dann sieht man, dass dein Horizont weit über den Sport hinausgeht.

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Natürlich gibt es auch Planeten die keinen Stern bzw. eine Sonne umkreisen, sondern alleine durch den interstellaren Raum ziehen. Mann nennt diese Waisenplaneten (Vagabuntenplaneten) oder Planemos. Man schätzt, dass es mindestens soviele Planemos wie normale Planeten gibt, vielleicht noch mehr. Diese Planemos sind zunächst ganz normal entstanden und haben auch einen Stern umkreist, aber auf keiner stabilen Umlaufbahn. Durch gravitative Wechselwirkung mit anderen Planeten des Sternensystems oder durch dem Stern selbst wurden sie dann ins All katapultiert. Auch unsere Sonne besaß ganz am Anfang viel mehr Planeten, alle hatten noch keine stabile Umlaufbahn, viele stürzten in die Sonne selbst oder stießen mit anderen Planeten zusammen und andere wurden eben ins All gekickt und ziehen dort auch heute noch irgendwo rum. All dies führte dazu, dass es schließlich nur noch 8 Planeten gab, die sich dadurch nicht mehr in die Quere kamen und sich dadurch ihre Umlaufbahnen stabilisieren konnte.

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Im All kreist alles um irgend etwas. Es gibt vermutlich sogenannte Einzelgänger, Planeten ohne Stern um den Sie kreisen.

Aber diese bewegen sich dann trotzdem auf einer Bahn um ein massereiches Objekt, dann eben in der nächst höheren Instanz, zb. eine Gruppe von Sternen oder Ähnliches.

Unser Sonnensystem kreist ja auch um das Zentrum der Milchstraße.

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Bin zwar kein Astronomieprofessor, trotzdem:

Die Richtige Antwort lautet:

Ja und Nein.

Ja, es gibt einzelne Planeten, die zu keinem Sonnensystem zugeordnet werden können und praktisch als Irrläufer allein durchs Universum ziehen.

Nein, es gibt nichts, was nicht von anderen Planeten, Sonnen etc. angezogen wird, denn die Schwerkraft reicht praktisch unendlich weit. Deshalb "kreisen" diese Irrläufer auch um irgendetwas, sei esder Mittelpunkt unserer Galaxis, sei es eine Gruppe von Sternen, oder ... Es muss dann auch nicht unbedingt eine KLreisbahn sein. Bei einem Objekt im Zentrum der Anziehung kann es auch eine sehr langgestreckte Elipse sein, bei mehreren Sternen, die umkreist werden ist eine beliebig komplexe, fast chaotische Bahn vorstellbar.

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die gravitation ist im ganzen universum die treibende kraft und wirkt sogar über millionen von lichtjahren (als entfernungsmaßstab).

sollte mal durch wechselwirkungen ein trabant aus seiner bahn und ggf. aus seinem system herausgerissen werden, so wird er allmählich in den "sog" des nächsten gravitationsfeldes geraten.

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Kommentar von zro3221
23.10.2016, 17:50

Also könnte die Erde auch nie ein anderer Planet treffen, so wie zur Zeit oder seit Jahren eher schon Panik wegen Nibiru verbreitet wird und irgendwie auf Kollisionskurs sein soll?

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Jeder Körper unterliegt der Gravitation, da gibt es keine Ausnahme.

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Es gibt schon Himmelskörper die frei durch das All "fliegen" (Meteoriten), diese werden jedoch trotzdem immer von Massen angezogen, weil einfach jede Masse eine Anziehungskraft hat.

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 Reicht dir, dass Astronomie mein erstes Hobby war? Dass ich promovierter Physiker bin?

    Spätestens in Kl. 3 war ich das Chemiewunderkind mit den Kenntnissen aus Kl. 10; ich war das hoh begabte Kind in der Beginning-of-Life-Crisis. ===> Mitio Kaku stellt sie heute noch vor, die SF-Filme aus meinen Kindertagen. Perry Rhodan und Konsorten behaupteten, auf der Venus laufen Dinos rum. Und in dem Film siehst du Astronauten mit Atemmaske; weißt du, was ===> Doublethink besagen will? Ich glaubte an die Dinos, weil ich an sie glauben WOLLTE .

   Ist das jetzt die neue Art der Evolution? Schlüpfwn auf der Venus die Dinos mit Atemmaske aus dem Ei? Weil meine Chemiewunderkindphase begann ja mit der Frage; Pappi, was bedeutet das Symbol CO2? WAS haben die da auf der Venus?

   Wir halten also fest: Noch nie hat jemand behauptet, dass es auf der Venus auch nur ein Gramm freien Sauerstoff gibt; Philosophie ist, wenn du begreifst:

   Du musst nicht zur Venus fliegen, um zu begreifen, dass es dort keine höheren Organismen geben kann.

   Eine verpatzte Chance; ich war schon 40, als mir dieser Widerspruch endlich klar wurde. Vergebens hatte ===> Heinz Haber, der Lehrer, dem ich praktisch alles zu danken habe, in seinen Fernsehbeiträgen gewarnt

   " Die Venus ist nichts als Wüste. "

   Er wahrte aber Klassensolidarität mit der NASA; er verriet nicht, woher ihm diese Erkenntnis gedämmert war. Den ganzen Raumfahrtmedizinern muss das schließlich auch klar gewesen sein; sie behielten es aber für sich, weil ja sonst keiner ein Venusprogramm finanziert hätte.

   Aber wie genau funktioniert Manipulation? woher konnten die z.B. im Voraus wissen, dass da kein Chemie-oder Physiklehrer dahinter kommt und z.B. die Schüler auslacht, die damals in so SF-Filme gingen? 

   Schau dir mal das NTV-Video " Höllenplaneten " an. Hier das beweist doch eines: Die NASA muss beweisen, dass sie für das Steuergeld etwas tut.  Und bis Heute ist ihr nicht gelungen, andere Planeten vorzuweisen als Frostplaneten oder solche, auf denen es Eisen regnet. Die haben da Michelle Thaler; ein sehr nettes und sympatisches, aber hysterisches junges Mädchen; die spricht gehobenen Oxfordakzent und wackelt hysterisch mit allen Körperteilen rum - du siehst genau, dass sie noch nicht gef ickt ist.

   Ja und die tragischste Entdeckung, vorgetragen von Michelle: 99 % aller Planeten sind Weltenbummler und fliegen " als gradaus " ohne Sonne durch ein ewigees Dunkel.

    Trotzdem: Gravitation ist allgemein; alles zieht sich an. Auch dein Haus und der Lieferwagen, der auf der anderen Seite parkt. Du weißt soch; selbst Lichtstrahlen werden abgelenkt; du kriegst übrigens noch eine Ergänzung.

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Kommentar von Maisbaer78
26.10.2016, 14:14

Schön das wenigstens einige Zeilen aus dem Vortrag ungefähr in Richtung Fragestellung abzielen und nicht deine Person oder die amerikanische Weltraumbehörde (was noch okay wäre) zum Kernthema haben.

Was geht denn mit dir?

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