wer ist für bestattungskosten zuständig, bei erbverzicht.

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11 Antworten

der staat zahlt nur, wenn keine vermögen da ist- sonst wird es aus dem erbe gezahlt- aber keine seebestattung- auch wenn die näheren angehörigen aufs erbe verzichten, weil nur schulden zum erben da wären, müssen diese für die bestattung aufkommen, wenn sie geld besitzen-

Wenn ich mir so die diversen Antworten ansehe, kommt mir doch bei einigen das "kalte Grausen". Man sollte mal klarstellen, dass die direkten Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister) bestattungspflichtig sind. Das ändert sich auch nicht, wenn von diesen das Erbe ausgeschlagen wird. Das Sozialamt kommt hier nur zum Tragen, wenn die Bestattungspflichtigen mittellos sind. Dann aber muss jeder vorhandene Bestattungspflichtige einen Antrag auf Beihilfe stellen. Die Gesamtkosten werden durch alle Bestattungspflichtigen geteilt und für jeden einzeln geprüft und genehmigt (oder abgelehnt). Ohne Anträge kein Geld vom Sozialamt. Das Sozialamt hat Höchstsätze, die (bei positivem Bescheid) bezuschusst werden. Wird mehr oder besseres/teureres in Auftrag gegeben, bleiben die Mehrkosten von den Bestattungspflichtigen (Auftraggeber der Bestattung) aus eigener Tasche zu zahlen. Nur wenn keine bestattungspflichtigen Angehörigen vorhanden sind würde die Bestattung durch das Ordnungsamt in Auftrag gegeben. Von dort wird jedoch das absolut billigste und unbedingt notwendigste veranlasst. Sonderwünsche kann da keiner stellen.

Bei Erbausschlagung müssen die zu Lebzeiten Unterhaltsverpflichteten zahlen; also der Ehepartner und/oder Kinder. Allerdings können diese beim Sozialamt Bestattungsbeihilfe beantragen und werden diese je nach eigener Leistungsfähigkeit auch bekommen. Dabei muss nicht die billigste Bes tattungsart gewählt werden; sie muss sich aber am unteren Kostenrahmen bewegen. Alles eigene Erfahrung.

Eine Seebestattung kommt nur dann in Frage, wenn diese günstiger als eine Erdbestattung ist.

Der Erbverzicht befreit aber noch lange nicht von der Kostenübernhmepflicht der Bestattung. Das Sozialamt käme zwar als Kostenträger in Frage. Es wird aber die leistungsfähigkeit der Angehörigen sehr wohl prüfen.

Das hast du richtig gehört. Aber es kommt nur die billigste Variante in Frage. Schätze mal anonym und Wiese oder Friedwald. Ausserdem heisst das dann bei dir Erbausschlagung oder sehe ich das falsch.

mcpitty 05.04.2009, 19:05

ja , ich habe das Erbe beim Nachlassgericht ausgeschlagen. Und der Bestatter hat mir gesagt, daß die Anonyme Seebestattung das günstigste ist.

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Nicht für eine solche Bestattung. Dann wird derjenige ganz normal in der Erde beigesetzt, keine Extrawurst auf Staatskosten.

Erbe und Beerdigungskostenübernahme hat nichts mit einander zu tun...

Wenn ein Erbe vorhanden ist, hat dieser auch die Bestattung zu bezahlen. Ist kein Erbe und keine ausreichende Erbmasse vorhanden, haften die Bestattungspflichtigen, also hier die Kinder der Verstorbenen nach ihrer Leistungsfähigkeit.

Die Kosten übernimmt erst mal die Öffentliche Hand, aber die versuchen das wieder einzutreiben. Der Erbverzicht muß mindestens bis zu den Urenkeln beurkundet sein, sonst muß einer von denen irgendwann zahlen!

Ja, das machen die, aber nur eine einfache, anonyme Bestattung, häufig sogar eine Feuerbestattung.

Die Kosten übernimmt der Steuerzahler.

Ja machen sie, aber nicht für eine Seebestattung.

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