Wer ist die wahre Weltmacht: USA oder China?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

USA 65%
China 20%
Beide keine Weltmacht 6%
Beide gleichgroße Weltmacht 6%

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Beide gleichgroße Weltmacht

Das ist schwer zu entscheiden. Im Moment sehe ich ein Patt. Doch in der Zukunft sehe ich den Riesen China kommen. Wenn man bedenkt, dass vor 25 Jahren noch niemand von China gesprochen hat und jetzt sind sie Exportweltmeister, haben riesige Dollarreserven, dass die Amis zittern.

Ich achte immer gern auf die kleinen Zeichen. Noch bei den Vorgängern von Obama war es bei internationalen Konferenzen so, dass der am. Präsident die anderen hat kommen lassen. Jetzt, beim letzten großen Meeting in Kopenhagen musste man sich die Augen reiben: Da hat der Obama den Chinesischen Präsidenten besucht.

Wie sich das weiterentwickelt, wird davon abhängen, ob die USA ihre Schulden in den Griff bekommen. Solange sie unangefochten mit dem Dollar die Weltleitwährung hatten, konnten sie ihre Schulden immer den anderen Staaten aufs Auge drücken. Doch seit China damit gedroht hat, den Dollar als Leitwährung abzulösen, bzw. nicht mehr anzuerkennen, kommen die USA ins Schwimmen. Wenn die Chinesen mit Kapital in eine marode amerikanische Wirtschaft einsteigen und dann sogar im Land bestimmen können, was läuft, wird es den Amis mulmig. Auf der politischen Weltbühne geht ja inzwischen nichts mehr ohne chinesische Zustimmung. Die deutschen moralisch-idealistisch Verblendeten sehen nicht, wie wichtig inzwischen gute Kontakte zu China sind. Herr Schröder und Frau Merkel waren da gottlob immer eher realistisch.

Wenn der amerikanische Weltwirtschaftsmotor stottert, ist nicht sicher, welche Auswirkungen das haben wird. Obama wird in seinen politischen Entscheidungen immer realistischer. Prinzipiell sind die Chinesen nicht interessiert, die amerikanischen und europäischen Kunden platt zu machen. Das würde auch ihnen nichts nutzen. Doch die Weltwirtschaft mit Ihren unüberschaubaren Verflechtungen ist eine sehr sensible Materie. Die Intensität der internationalen Abstimmungen ist nur ein Spiegelbild davon und wir bekommen da nicht mal alles mit. Ich denke, dass die Amis in Zukunft auch wirtschaftlich ihre Militärpräsenz nicht mehr finanzieren können. Das werden die uns zwar als neue Friedenspolitik verkaufen, doch in Wirklichkeit wird ihnen die militärische Präsenz überall zu teuer. Mal sehen, wann plötzlich chinesisches Militär außer Landes auftaucht. Meine Prognose ist, dass sie sich in Nordkorea und Afrika einmischen werden. Mal sehen, was da noch kommt.

Wie läuft das mit der Weltleitwährung eigentlich und weshalb können die USA dann allen ihre Schulden aufdrücken? Und wie kann China dagegen vorgehen? Bzw. ist es überhaupt gut, dass es eine Weltleitwährung gibt?

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@MaNic22

Siehe Leitwährung Wikipedia - hier der entscheidende Ausschnitt:

"Wird die Währung eines Landes außerhalb seiner Grenzen in großem Umfang zu Wertaufbewahrungs- und Transaktionszwecken genutzt, so stellt dies insbesondere unter dem Aspekt steigender Seigniorage-Einnahmen, aber auch aufgrund wegfallender Wechselkursunsicherheit und verminderter Transaktionskosten einen enormen Vorteil für das Land dar. Laut dem Ökonomen Barry Eichengreen von der Berkeley University ist es den USA aufgrund des Leitwährungstatus des Dollars möglich ein jährliches Leistungsbilanzdefizit von 500 Milliarden Dollar anzuhäufen. Das entspricht einem jährlichen wirtschaftlichen Nutzen von drei Prozent des amerikanischen Volkseinkommens.[3]

Darüber hinaus gewinnt ein Land, dessen Währung internationale Bedeutung hat, in den relevanten internationalen Organisationen (G20, IWF etc.) tendenziell an Einfluss."

Einmal ist tendenziell die Leitwährung immer überbewertet, weil niemand eine Wertreserve absacken lassen will. Es "wettet" auch niemand gegen den Dollar, weil er sich den Ast abschneidet, auf dem er sitzt. Nehmen weltweit die Schulden zu, steigen die Zinsen (Kosten) dafür. Erhöht ein Land das Geldangebot, fällt der Geldwert. Das jedoch geschieht bei einem Leitwährungsland nicht in diesem Maße, d.h. für die Verschuldungs insgesamt hohlen sich die Schuldner die ausfallenden Zinsen gegenüber den USA dafür durch stärkere Zinsen bei anderen. Die Amis geben sich immer gern so moralisch. In Wirklichkeit ziehen sie mit Ihrer ausufernden Schuldenpolitik den armen Ländern zusätzlich das Geld aus dem Land.

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USA

NOCH ist China ein unterentwickelter Riese. Weite Teile der Bevölkerung leben noch immer in bitterer Armut. Trotz geradezu irrsinnig hoher Militärausgaben hätte China in einem Krieg gegen die USA keine Chance. Wenn China sich stark genug fühlte, hätte es längst versucht, Taiwan zu erobern - doch dagegen hätte Taiwans engster Verbündeter - eben die USA - allerdings etwas.... Langfristig wird China eine richtige Weltmacht sein - allein schon wegen der Einwohnerzahl von ca. 1, 4 Mrd. Menschen.

Weite Teile der Bevölkerung leben noch immer in bitterer Armut.

Immer wieder diese Klischee.

Also, China ist kein Indien!

Nicht nur du sondern auch viele Menschen hier haben immer China und Indien verwechselt!

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Eigendlich hätte Russland die besten Chancen auf der Welt. Russland besitzt soviele Bruderschaften, dass es ein leichtes wäre, die ganzen "mächte" außer Kraft zu setzen.

Nehmen wir die ehemalige UDSSR, die Balkanstaaten und deren Verbündete.

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