Wer ist der schlechteste Bundeskanzler seit 1945?

25 Antworten

Gerhard Schröder, dicht gefolgt von Kurt Georg Kiesinger!

  • Schröders Reformen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Zahl der Menschen, die sich ohne Perspektive mit Leiharbeit, Befristungen oder Minijobs begnügen müssen, rasant angestiegen ist. Verschärfte Zumutbarkeitskriterien und Sanktionen zwingen Erwerbslose, jede Arbeit zu noch so schlechten Bedingungen anzunehmen. Die Rot-Grüne Bundesregierung hat massiv in die sozialen Rechte der Beschäftigten und Erwerbslosen eingegriffen, obwohl die Regierung am Anfang versprach, genau diese Menschen zu stärken – Fehlanzeige.
  • Zu Kiesinger muss ich nicht viel sagen – dass er bereits kurz nach der Machtergreifung der NSDAP beigetreten ist, den Nationalsozialismus verherrlicht hat und sogar in einer Abteilung der SA tätig war, hat er bis zu seinem Tod geleugnet – die Dokumente, die das alles einwandfrei bestätigen, hat er dabei wohl außer Acht gelassen. Aber auch so hat er wenig geleistet. 
  • Otto von Bismarck war im Übrigen Reichskanzler, die Bundesrepublik wurde erst 1949 gegründet. 
  • Aus meiner Sicht war Willy Brandt der mit Abstand beste Bundeskanzler. 

Willy Brandt war eher ein Schönwetterkanzler, der vor keinen wirklichen Herausforderungen stand.

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@Velbert2

Die Herausforderungen, die Bundesrepublik zu demokratisieren und die verhärteten Ost-West-Blöcke aufzuweichen, reichen Dir wohl nicht.

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@dataways

Willy Brand hat aber auch ein paar ganz dicke Böcke geschossen!

Was heißt da demokratisieren? Ist doch ein Witz zu behaupten, dass wir erst nach 1970 eine Demokratie gewesen wären!

Und das mit den Ost-West-Blöcken klappte ja auch erst etwas später Dank solcher Leute wie Gorbatschow. Dabei vergisst man, dass wahrscheinlich eine der ersten Impulse den Ost-West-Konflikt aufzuweichen eher die Gründung der Solidarność in Polen war, die auch von Karol Wojtyła (Papst Johannes Paul II.)  stark unterstützt wurde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarno%C5%9B%C4%87

@Jumpix:  So toll hab ich jetzt den Willy Brand nicht in Erinnerung! Viele hatten den Eindruck, dass er nur eine Marionette Onkel Herberts war (kapiert?).

Aber sonst bin ich ganz Deiner Meinung:

Schlecht fand ich den Kurg Georg Kiesinger, der wird den jüngeren so gut wie nichts mehr sagen.

Und Gerhard Schröder war für mich nur ein Eitler Schwätzer, dem es wohl wichtiger war, dass er "die Haare schön hatte"!

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@tanztrainer1

Korrektur hatte zuvor nicht geklappt: Der dickste Bock vom Willi:

Googelt man nach Guillaume-Affäre!

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Ja, "ganz bestimmt" Dr. Konrad Adenauer. Der hatte ja auch "nur" die schwierige Aufgabe nach der Nazi-Zeit gehabt, im Ausland für Vertrauen zu werben und uns wieder als Partner anzunehmen.

So weit ich informiert bin, ist ihm das hervorragend gelungen. Und weil die Menschen das damals auch so empfunden haben, haben sie ihn viermal gewählt bzw. noch dreimal wiedergewählt.

Helmut Schmidt war ein standhafter und überlegter Kanzler in der sehr schwierigen RAF-Zeit. Aber er hatte kein glückliches Händchen bei Wirtschaft und Finanzen. Als er damals am 1. Oktober 1982 von Kohl gestürzt wurde, lag Deutschland, mit 2,5 Mio. Arbeitslosen bei 11 Bundesländern und ca. 60 Mio. Einwohnern, wirtschaftlich am Boden.

Denn heute haben wir 2,5 Mio. Arbeitslose mit 16 Bundesländern und etwas mehr als 80 Mio. Einwohnern. Merkst du die Relation?

Erst unter Dr. Helmut Kohl und Finanzminster Gerhard Stoltenberg ging es wieder aufwärts und der Aufschwung kam. So konnten wir dann 1989/1990 die Wiedervereinigung auch finanzieren.

Ich finde, wir hatten bisher immer zur richtigen Zeit auch die richtigen Kanzler. Jeder hat entscheidende Bausteine gesetzt, die heute dieses erfolgreiche Land ausmachen.

Klar, jeder der nichts macht, macht auch keine Fehler. Aber wo gehobelt wird, fallen nun auch mal Späne!

Ich denke seit Adenauer hat es noch keine wirklich Guten gegeben. Aber das ist meine persönlich Meinung. Kann aber an unserer kurzlebigen Zeit liegen

Bismarck war Reichskanzler und Adenauer war so gesehen kein schlechter Kanzler. Ich plädiere für Gerhard Schröder, aber das ist sicher subjektiv.

An Kiesinger denkt keiner, der hat am kürzesten regiert, kaum Spuren hinterlassen und man erinnert sich höchstens an die Diskussionen über seine NSDAP Mitgliedschaft. Wäre heute undenkbar.

Kohl hatte das Glück die Wiedervereinigung zu begleiten hat sich mit der Spendenaffäre aber disqualifiziert. In anderen Ländern wäre er ins Gefängnis gekommen, siehe Sarkozy.

Schröder war (und ist) ein arrogantes A..loch ... aber er hat mit der Agenda 2020 die richtigen Schritte unternommen, was ihm alle danken, ausser seiner eigenen Partei.

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