Wer ist der derzeit berühmteste muslimische Naturwissenschaftler oder Mathematiker?

11 Antworten

Ich kenne so gut wie keine aktuellen muslimischen Naturwissenschaftler von Weltgeltung.

Mir fällt da höchstens der ägyptische Physiker "Ahmed Farag Ali" ein, der gemeinsam mit seinem kanadischen Kollegen interessante Theorien über den Urknall aufgestellt hat. Bei dem bin ich mir allerdings nicht einmal sicher, ob er überhaupt praktizierender Muslim ist,  oder gar seinen Glauben vor sich her trägt. Das kann ich mir kaum vorstellen.

http://www.spektrum.de/news/quantentrick-schafft-urknall-singularitaet-ab/1332377

Mathematiker gibt's einige Berühmtheiten:

Andrew Wiles, der den großen Fermatschen Satz bewiesen hat.
Grigori Perelman, der die Poincare Vermutung bewiesen hat.
James Forbes Nash ist vorkurzem erst verstorben. Nicht zuletzt durch die Verfilmung seines Lebens ("A beautiful mind") weltberühmt.
Alexander Grothendieck ist auch vorkurzem verstorben, hat die algebraische Geometrie und damit weite Teile der modernen Mathematik geprägt wie wohl kein Zweiter.
Jean Pierre Serre, inzwischen 89, auch ein genialer Vordenker, gerade zusammen mit Grothedieck.
Saharon Shelah, einer der einflussreichsten Logiker und Mengentheoretiker, der soviel publiziert, dass es ringend Angestellte gibt, die sein Werk verwalten und indizieren.

Die oft gehörten Behauptungen, heute seien Mathematiker "schlechter" als früher ist Blödsinn. Die Thematik ist deutlich komplexer und unüberschaubarer geworden. Die Resultate, die man jemandem kurz in zwei Sätzen erklärt sind weniger geworden.  

Ups! Hab das muslimisch überlesen :( sorry!

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@Orsovai

Ich habe mich schon gewundert über deine Liste.

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Insgesamt muss man sagen, dass der Islam viel weniger berühmte Person auf dem Bereich der Wissenschaft hervorbringt. Während der Islam 23% der Weltbevölkerung stellt haben gibt es nur ein Hand voll muslimische Nobelpreisträger. Dagegen gibt es über 150 jüdische Nobelpreisträger, obwohl das Judentum nur 0,2% der Weltbevölkerung stellt. Siehe auch:
http://www.israelnet.de/nobelpreis.html

Vieles liegt in der Kultur und der Einstellung zur Bildung. Es reicht halt nicht den Koran auswendig zu lernen.

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass während der Zeit des europäischen Mittelalters, der islamische Kulturkreis in Sachen Wissenschaft viel erfolgreicher war als das Abendland. Viele Erkenntnisse haben wir von den Arabern übernommen. Z.B. die arabischen Ziffern.

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"gibt es nur ein Hand voll muslimische Nobelpreisträger"

Das ist übertrieben. Je nach Zählweise gibt es einen oder zwei:

Anwar al-Sadat und Abdus Salam

Sadat bekam den Frieden-Nobelpreis und wurde von Muslimen ermordet.

Abdus Salam ist kein richtiger Muslim (siehe meinen Kommentar a.a.O.)

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