Wer ist der Auftraggeber beim mündlichen Werkvertrag?

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5 Antworten

Dein Geschäftspartner ist die Tochter/Kundin. Das ergibt sich aus §164 BGB. http://dejure.org/gesetze/BGB/164.html

Sofern du nicht erkennen musstes, dass die Tocher für ihren Vater handelt, hat sie selber gehandelt. Abs.2 verbietet ihr übrigens, diesen Vertrag, den sie ja eigentlich gar nicht selber schließen wollte, wegen Willensmängel anzufechten.

Halte dich an die Tochter und sage dem Vater, dass er entweder das Geschäft so übernehmen soll, wie es mit der Tochter vereinbart war (also das volle Geld zahlen soll) oder sich in diese Angelegenheit nicht einmischen soll, denn du hast einen Anspruch gegen die Tochter!

Ob es sich lohnt, für 200€ zu streiten? JA, es sei denn, du schwimmst im Geld... aber selbst dann! Das landet höchstens vor dem Amtsgericht, da gibt es keinen Anwaltsszwang und du hast gute Chancen den Prozess zu gewinnen. Schreib der Tochter das höflich, aber bestimmt.

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Auftraggeber ist eindeutig die Tochter, sie hätte bei Auftragserteilig ihre Stellvertreterrolle sonst hervorheben müssen.

Wenn Du von ihr die Information nachträglich bekommst, kannst Du aus Vereinfachungs- oder Kulanzgründen eine neue Rechnung stellen. Mit dem Vater hast Du keine Geschäftsbeziehung, abgesehen davon, dass er gfs. der Eigentümer des Reinigungsobjekts sein mag und er eine "ungerechtfertigte Bereicherung" erfahren hat.

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Kommentar von Rooon
12.10.2011, 10:51

Und zwischen Vater und Tochter eine GoA... man, wäre das ein klasse Prozess :D

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Kommentar von User34792
12.10.2011, 13:51

Aber so lange ich nicht weiß,dass er der Eigentümer ist darf ich mit der Tochter handeln. oder besser wäre wnn ich von der Tochter eine erklärung verlange dass der Ppa der eigentümer ist.Ich will nich umsonst die Mahnungen schreiben :)

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Die Kundin hat laut Aussage ihres Vaters für ihn als Vertreterin gehandelt. Damit sind all ihre Handlungen und Absprachen ihm zuzurechnen und Du hast Dich wegen der Forderung an ihn zu wenden.

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Kommentar von Rooon
11.10.2011, 16:39

Halbrichtig, nur wenn der Geschäftspartner von Anfang an weiß, dass die Rechtsfolgen wen anders treffen sollen, ist dieser andere der Geschäftspartner. Ansonsten ist der Handelnde dem Offenkundigkeitsprinzip nach Geschäftspartner.

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Ich würde mich an Ihrer Stelle so lange an die tatsächliche Vertragspartnerin wenden, bis Ihnen eine Vollmacht vorliegt, in dem die Vertragspartnerin Ansprüche an Sie an ihren Vater abtritt. Sollte es später zu einem Rechtsstreit kommen und die Kundin behaupten, es gäbe keine Absprache zwischen ihr und ihrem Daddy, ist alles was bis dahin gelaufen ist ohnehin nicht justiziabel und Sie könnten wieder von vorn anfangen mit Mahnung schicken, Frist setzen, etc.

Ich weiß nicht, in welcher Angelegenheit sich der Vater an einen Anwalt wenden will. Ich halte das für Säbelrasseln.

Damit man Ihnen evtl. später keine Sturheit oder Handeln wider besseren Wissens vorwerfen kann, würde ich im nächsten Schreiben an die Tochter diese bitten, Ihnen zu bestätigen, dass sie von nun an Ihren Vater als Handlungsbevollmächtigter einsetzt. (Ich nehme mal an, die Tochter ist volljährig. Ansonsten bräuchte sie das nicht.) Allein auf die Aussage des Vaters würde ich mich nicht verlassen. Morgen kommt die Mutter und behauptet, sie wäre nun beauftragt. Übermorgen kommt der Onkel, dann die Tante, dann ein Anwalt, usw. Deswegen gibt es das mittel der Vollmacht.

Ein mündlicher Vertrag hat jedoch leider den Nachteil bzgl. Beweisbarkeit. Deswegen kann ich nicht beurteilen, wie sicher Sie Ihre Forderungen durchsetzen können.

Ob sich der Aufwand für 200€ lohnt, können allein Sie entscheiden. Für einige sind 200€ ein halben Monatsgehalt, für andere ein halber Tagessatz. Es hängt auch davon ab, wie berechtigt die Einwände des Vaters bzgl. der Stundensätze sind.

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..und wer ist der Autraggeber wenn sich bei dem Prozess ergibt ,dass der Vater ist der Eigentümer des Reinigungsobjektes?Wann spätestens muss der Aftragnehmer es Erfahren?

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