Wer ist besser dran: Der Streber oder derjenige der ihn in aller Ruhe baumeln lässt?

... komplette Frage anzeigen

16 Antworten

Kann man das so pauschal beantworten?

Der Eine macht einen auf locker, genießt sein Leben, übernimmt aber keine Verantwortung (in der Gesellschaft). Der Andere hat Familie, Nachwuchs und stresst sich im Job rein. Auf lange Sicht betrachtet fährt der mit Familie sicher besser, weil er im Alter Kinder hat, die ihn ab und zu mal besuchen kommen und es (nachgewiesenermaßen) glücklich macht, Kinder zu erziehen.

Nur: Du hast hier 2 Beispiele rausgegriffen. In diesem Land leben über 80 Millionen Menschen mit 80 Millionen Einzel-"Schicksalen". Da ist sicher auch jede Nuance dazwischen und jeweils auch darüber hinaus vertreten. Wer macht es am besten?

Prinzipiell sollte man mit seiner Arbeit halbwegs glücklich sein und sein Privatleben so organisieren, wie man es für sich am besten hält. Das muss aber jeder für sich entscheiden.

Ein Patentrezept gibts da nicht, weil die Menschen mit ihren Bedürfnissen und Erwartungshaltungen (die sicher auch auf die Kindheit zurückgehen) viel zu verschieden sind, um sie in Schubladen stecken zu können.

Ein befreundeter Arzt hat mal zu mir gesagt: "eigentlich kann doch Jeder - unabhängig vom Einkommen, Bildungsstand, gesellschaftlicher Status - sich sein Leben so gestalten, dass er glücklich ist".

Ich finde, der hatte Recht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hmm... wer sagt denn, dass man viele Menschen braucht, um glücklich zu sein? Ich behaupte mal: eine harte Kindheit besteht nicht darin, dass man wenige Freunde hatte.

Wenn man sich mal das Beziehungsverhalten von b anschaut: ist er glücklich? Scheint mir nicht so. Viele Menschen tauchen in seinem Leben auf, machen Probleme, und dann geht es wieder so weiter.

Man kann auch dann Spaß haben, wenn man nicht der Mittelpunkt der Gesellschaft ist. Viel feiern, viele Beziehungen, und innerlich dämmert es, dass es vielleicht doch nicht so das Wahre ist?! (und die Frage wurde ja gestellt - ich frage mich, aus welchem Grund?)

Viele Leute sind glücklich, wenn sie in einer einsamen Hütte z.B. in Alaska wohnen. Natürlich ist nicht jeder dafür geschaffen. Aber ich bezweifle nicht, dass man auch so glücklich werden kann (ohne Parties, Drogen und 100 Frauen, die ja b) auch nicht glücklich machen...).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo!

Ich glaube, dass eine Person unabhängig vom Typ sich eher dessen bewusst ist was sie hat & die Dinge, die sie sich gelegentlich gönnt eher zu schätzen weiß als jemand, der ihren Wert nie kennengelernt hat bzw. nicht weiß was es heißt, sich anstrengen zu müssen.

Glücklich ist übrigens jeder, der mit sich selbst im Reinen steht ------> und das kann der gestresste Workaholic im ersten Fallbeispiel ebenso sein wie der gemütliche "komm' ich heut' nicht, komm' ich morgen"-Golffahrer aus dem zweiten Absatz ;)

Ich selbst bin eine Mischung aus beiden Typen und wuchs in kleinen Verhältnissen auf bei Opa und Onkel, hatte aber eine bis auf kleinere "Ärgernisse" die es aber überall geben dürfte super glückliche Kindheit und Jugendzeit. Ich wohne immernoch in der Straße, in der ich aufwuchs und bin zufrieden -----> mit meinem Spiegelbild habe ich keine Probleme. Habe einen guten Job der Spaß macht, fahre dorthin in meiner Mercedes C-Klasse (älteres Baujahr, aber beim Kauf bar bezahlt durch Erspartes) und bin privat wie auch beruflich total zufrieden auch wenn ich weiß woanders evtl. mehr verdienen zu können ------> und ich habe meinen Spaß mit meinen Kumpels, die ich schon fast mein ganzes Leben lang kenne :)

Ansonsten: Ein gestresster und/oder i.wie unzufriedener Partner, mit dem es zuhause nur Zoff gibt kann mit das Schlimmste sein was man haben kann ----> ich bin aktuell Single. Würde über meine Ex nie was sagen, das so nicht stimmt und sehe auch keinen Grund zum "Nachtreten" weil das nicht meine Art ist.. aber ich weiß wie das ist, da haste i.wann keine Lust mehr in die Wohnung zu gehen. Es gab Ende letzten Jahres bzw. vor der Trennung im Februar Zeiten, wo ich von der Arbeit kam und noch Extrarunden im Auto drehte um nicht gleich daheim sein zu müssen & mir haltlose Vorwürfe oder Anfeindungen anhören zu müssen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich finde mein Leben zwar nicht perfekt, weil ich immer wieder Hürden auf meinem Weg überwinden musste, was mich unnötige Zeit kostete, aber ausgehend von Deinen beiden Wegen beschreite ich einen dritten:

Ich war gut in der Schule, habe mein Abitur nachgeholt, habe zwar noch keine Freundin oder Ehefrau und erst recht noch keine Familie, aber ich hatte schon verschiedene Freundinnen, und bezüglich Ehefrau und Familie kann werden, was noch nicht ist. Ich lebe nicht in einer WG, sondern in einer 2-Zimmer-Mietwohnung, habe einen mittelmäßig bezahlten, aber recht leichten und doch abwechslungsreichen Job mit 24 Tagen Urlaub im Jahr und eben diesen nutze ich, um mich finanziell darauf vorzubereiten, meine Horizonte in den kommenden Jahren sowohl spirituell, als auch intellektuell und finanziell weiter zu entwickeln. Im Rahmen vor allem der spirituellen und intellektuellen Entwicklung denke ich, dass ich dann auch eine Partnerin finde, mit der ich eine gemeinsame Zukunft aufgrund gleicher oder ähnlicher Interessen aufbauen und mit dieser gemeinsam glücklich werden kann. Daher ziehe ich diesen Weg vor.

Im Moment mache ich vielleicht finanziell und materiell, ja sogar in Bezug auf das Vorhandensein einer Familie gegenüber dem "Fall a" Abstriche, wobei eine unglückliche Beziehung wohl kaum etwas ist, was man anstreben sollte, aber an einer unglücklichen Beziehung kann man schon dadurch etwas ändern, dass man lernt, einander zu vertrauen, miteinander zu kommunizieren und füreinander da zu sein. Gegenüber "Fall b" mache ich zwar in materieller Hinsicht Abstriche, aber mit Sicherheit nicht, was meine finanzielle, spirituelle und intellektuelle Entwicklung angeht - insbesondere in langfristiger Hinsicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich nehe Auswahl Nr. 3: War ganz gut in der Schule, hat den Realschulabschluss, eine Ausbildung, verdient mittelmäßig, ist glücklich verheiratet, wohnt mit 2 Kindern in einer 4-Zimmer-Wohnung (mit Garten am Balkon ;-) und macht Urlaub im eigenen Lande (weil eh Urlaubsregion ;-) und fährt einen Dacia.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wer sagt denn, dass das unter 1. geschilderte Leben ausgerechnet der "Streber" bekommt?

Was für ein Quatsch!

Wer ist besser dran: 

Fall a) Person XY lernt jeden Tag, schrieb gute Noten, hat einen guten Abschluss, daher auch eine interessante, fordernde Tätigkeit, verdient gut 4500.-€ netto, lebt in einem großen haus mit Garten mit einer hübschen, intelligenten und lieben Frau und wunderbaren 2 Kindern, alle haben ihre besonderen Begabungen, sind aber im Allgemeinen so wie alle anderen eben, fährt ein neues Cannondale-Rad und ist jedes Jahr zweimal für 2-3 Wochen im Urlaub mit seiner Familie in einem interessanten Urlaubsort wie Irland, Jordanien oder der Bretagne und hatte eine problemlose Kindheit da er sozial ganz normal war und er nicht ausgeschlossen wurde.

Fall b) Person AB lernte wenig bis kaum, schrieb schlechte Noten und hat eher einen mittelmäßigen Abschluss, kifft, fährt nen rostigen Golf schon seit Ewigkeiten, seine Eltern trennten sich, aber trotzdem war er sozial auch nicht besser gestellt als a) und genoss eine teils arme aber trotzdem sehr glückliche Kindheit. Dazu lebt er mit 4 Freunden in einer WG geht wöchentlich feiern und hat seinen Spaß, arbeitet als Croupier in einem Casino und kommt weder finanziell auf die Beine noch ist er zufrieden mit seiner Arbeit, kann sich Urlaub nicht so oft leisten, wird sich auch kaum einen besseren Wagen leisten können und seine Beziehungen halten nicht länger als 6 Monate.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der eine lebt für die Zukunft, der andere für die Gegenwart.

Ich persönlich sorge lieber für die Zukunft vor und stecke in der Gegenwart zurück, als im jetzt zu leben und in der Zukunft dann keine Wahl zu haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Startchancen von b) waren deutlich besser als die von a). So gesehen hatte b) ganz "unverdient" mehr Glück als a).

Aber im Laufe der Jahre und Jahrzehnte wird sich zeigen, dass a) aus seinen schlechten Startchancen mehr gemacht hat als b) aus seinen guten.

b) wird irgendwann ganz alleine dastehen (wenn er/sie sich mit dem Kiffen nicht schon vorher umgebracht hat). Dagegen hat a) immerhin eine eigene Familie aufgebaut und damit die Chance (keine Garantie), im Alter nicht alleine dazustehen. Meiner Meinung nach hat der Familienmensch a) die deutlich besseren Voraussetzungen dafür, dauerhaft (über das ganze Leben gesehen) glücklich zu sein, als der Single b).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine fiktive Auswahl von 2 fiktiven Losern.

Falls Du Dir Deinen bequemen Lebensweg so zurecht legen willst, dann lass Dir mal dazu diesen Hinweis geben:

Loser b) wird bald seine WG-Kumpels verlieren, weil die bald auch mal erwachsen werden und sich verlieben und heiraten und ausziehen und Loser b) dann in einem dunklen Zimmerloch landet, weil er sich mit seinem mickerigen Einkommen nur so eine Dunkelkammer leisten kann.

Hinzu kommt, dass ihn langsam der Neid auffrisst, weil er den ganzen Tag erleben muss, dass alle Anderen so verdammt reich sind, dass sie ihr Geld verzocken und verschleudern und dass er ihnen dienen muss und doch nichts bei ihm hängen bleibt. Alle anderen haben Geld und Luxus und Wohlstand, nur er nicht.

Das macht depressiv. Irgendwann sind die Kumpels weg und die Arbeit wird er auch verlieren, weil es ihm immer schwerer fallen wird – vor lauter Depressionen – rechtzeitig zur Arbeit zu kommen, denn die ist die Ursache für seine Depression.

Dann hat er keinen Job, keine Wohnung, kein Leben, keine Hoffnung, nichts …

Wenn dies also Dein Lebensziel ist, dann wünsche ich Dir viel Vergnügen, so lange es geht, denn das wird bald enden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

So etwas ist für mich nicht zu beurteilen. Jeder Mensch ist für sein eigenes Glück verantwortlich, dafür wie er sich sein Leben und den Alltag gestaltet. Ausbildung, Status und Geld ist dabei uninteressant.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ich würde selbst leben b nehmen ist nicht gebunden so wie fall  a

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Völlig unterschiedliche Lebensmodelle, der eine hat Verpflichtungen (Kinder) der andere nicht. Daher nicht vergleichbar.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wow, wieso muss sich jeder in der Arbeit stressen, der in der Schule gut war? Was sollen diese absolut einseitigen Darstellungen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich persönlich wäre als a) zufriedener.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von botanicus
18.06.2017, 22:36

Ich auch, b) hat schließlich keine Kinder ;-)

0

B, aber sein Leben ist auch nicht der Hammer

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde B sagen weil es viel chilliger ist

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?