Wer hilft mir dabei?

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4 Antworten

Hallo,

es gibt drei Varianten:

  • wenn man nach der Entlassung Anspruch auf Arbeitslosengeld II hat, zahlt das Jobcenter auch die Krankenkassenbeiträge. Das Jobcenter benötigt dann eine Mitgliedscheinigung der Krankenkasse.

  • wenn man während der Haft eine Anwartschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung weitergezahlt hat, ist man nach der Entlassung wieder mit Leistungsanspruch bei dieser Kasse versichert. Die Krankenkasse informieren. Die Beiträge erhöhen sich dann von 46 auf ca. 150 Euro monatlich.

  • Sonst kann man nur bei der letzten gesetzlichen Krankenkase eine Versicherung nach § 5 Absatz 1 Nr. 13 SGB V beantragen. Der Monatsbeitrag beträgt knapp 150 Euro. (Wenn man zuletzt vor der Haft eine private Krankenversicherung hatte, kann man sich nur in einer PKV versichern).

Gruß

RHW

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idR wird noch aus dem Strafvollzug heraus ein Antrag auf HartzIV gestellt. du hast doch sicherlich einen Ansprechpartner, der dir für die Entlassung zur Seite steht. wenn du dann ALG2 beantragt und bewilligt bekommen hast, bist du auch darüber versichert.

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Du bist ja derzeit auch krankenversichert und bleibst es bei diesem Versicherer auch bis auf Weiteres, das heißt bis sich in deiner Einkommenssituation verändert; in Deutschland herrscht seit einigen Jahren nun schon Krankenversicherungpflicht - ob nun privat oder gesetzlich. Keine/r ist mehr ohne Kranken-Versicherung oder darf ohne sein. Man könnte sagen, Obama versucht es gerade nachzuahmen...

Zu allen Bürgerangelegenheit steht dir das BÜRGERAMT helfend zur Verfügung. Einfach hingehen, Anliegen vortragen und dir wird geholfen. Dort hat man auch die passenden Formulare.

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Kommentar von Kunterbunt23
28.03.2012, 19:13

Du bist ja derzeit auch krankenversichert und bleibst es bei diesem Versicherer auch

Nee nee, Leute im Strafvollzug haben eine eigene Versicherung, die automatish endet, sobald sie entlassen werden. Der Fragesteller kann sich nur an die Kasse wenden, die vor dem Strafvollzug für ihn zuständig war.

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