Wer herrschte im 1.Weltkrieg?

7 Antworten

Warum stellst Du nicht der Lehrerin die Frage - auf welches Land oder auf welche Wirtschaftsform sich die Frage beziehen soll.?? Es ist so leicht, der Lehrerin die "Schuld" an Mißverständnissen zu geben. Manchmal würde eine gezielte Frage mehr Aufklärung bringen. Und erst, wenn Du damit nicht weiterkommen solltest,- sind die Wissenden hier als Hilfe gefragt -Denk mal darüber nach.

Wo?

In Deutschland??

Also erstmal der Kaiser, der wurde dann aber von der OHL mehr und mehr entmachtet und Deutschland hatte in der 2. Hälfte des 1. Weltkriegs eine Militärregierung. Die militärische Niederlage hatten also Ludendorff, Hindenburg und Konsorten zu verantworten - also hätten gehabt. Stattdessen haben sie die Verantwortung auf die SPD unter Ebert abgeschoben, die sich dann dafür auch noch als vaterlandlose Gesellen beschimpfen lassen mussten während die OHL an der Dolchstoßlegende strickte (Im Felde unbesiegt).

Die Aufgabenstellung ist seltsam, weil nicht angegeben ist, auf welche Staaten/Länder sich die Frage bezieht. Geht dies aus irgendeinem nicht genannten Zusammenhang hervor?

Am wahrscheinlichsten ist ein Bezug zu Deutschland. Dort herrschte bis 1918 Kaiser Wilhelm II. Er war auch Oberbefehlshaber. Allerdings blieb seine tatsächliche Prägung der Politik und der Kriegsführung im ersten Weltkrieg bald deutlich hinter seiner Stellung zurück. Bei den Sachentscheidungen spielte er nur eine geringe Rolle. Es gab eine Reichsregierung mit einem Reichskanzler an der Spitze, der vom Kaiser berufen und entlassen wurde: Theobald von Bethmann Hollweg 1909 – 1917, Georg Michaelis 1917, Georg von Hertling 1917 – 1918, Max von Baden 1918.

Die tatsächliche Macht übte seit 1916 weitgehend die Oberste Heeresleitung (OHL) aus, mit General Paul von Hindenburg und General Erich Ludendorff.

Der Reichskanzler war dem Reichstag nicht verantwortlich. Seit 1917 gab es allerdings eine Zusammenarbeit von Sozialdemokratischer Partei Deutschlands (SPD), Fortschrittlicher Volkspartei (FVP) und Zentrumspartei, die zusammengenommen eine Mehrheit hatten, im Interfraktionellen Ausschuss. Dieser konnte zumindest versuchen, die Reichsregierung etwas beeinflussen.

In Österreich-Ungarn (Monarchie) herrschte Kaiser Franz Joseph I. bis 1916, danach Kaiser Karl I.. Österreich und Ungarn hatten jeweils einen eigenen Ministerpräsidenten mit einem Kabinett. Vorsitzender des Ministerrates für Gemeinsame Angelegenheiten war ein gemeinsamer Außenminister.

Britischer König war Georg V. (konstitutionelle Monarchie). Herbert Henry Asquith führte bis 1915 eine liberale Regierung. Dann kam es zu einer breite Koalitionsregierung aus Liberalen, Konservativen und Vertretern der Labour Party („Arbeiterpartei“). 1916 löste ihn David Lloyd George als Premierminister ab.

In Frankreich (Republik) war Raymond Poincaré Präsident Es kam zur Bildung einer „Union Sacrée“ („heilige Vereinigung“) aller Parteien. Ministerpräsident war René Viviani 1914 – 1915, Aristide Briand 1915 – 1917, Alexandre Ribot 1917 und Georges Clemenceau 1917 bis Kriegsende.

In Russland (autokratische Monarchie) herrschte Zar Nikolaus II. bis 1917. Ministerpräsidenten in seinen Regierungen waren Iwan Goremykin 1914 – 1916, Boris Stürmer 1916, Alexander Trepow 1916 – 1917 und Fürst Nikolai Golizyn 1917. Der Zar wurde in der Februarrevolution 1917 gestürzt. Ministerpräsident der Provisorischen Regierung war zuerst Fürst Georgi Jewgenjewitsch Lwow, dann Alexander Fjodorowitsch Kerenski. Sie stützte sich vor allem auf verschiedene Parteien im Parlament (Duma). Daneben übten aber auch Räte (Sowjets) Macht aus. In der Oktoberrevolution 1917 kamen die Bolschewisten an die Macht. Es regierte ein Rat der Volkskommissare der Sowjetunion. Sein Vorsitzender war Wladimir Uljanow (Lenin).

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