Wer hat unsere Nachnamen erfunden?

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Wer unsere Nachnamen erfunden hat, verraten Dir schon die gängigen deutschen Namen wie Müller, Bäcker, Schulte, Schmidt usw. die also ganz einfach nach dem ausgeübten Beruf vergeben wurden. Andere Namen bezeichneten die Herkunft eines Menschen, der aus seiner angestammten Heimatstadt in eine andere Stadt gezogen ist, wie z. B. Straßburger, Elsässer usw.

Die deutschen Familiennamen haben sich im deutschsprachigen Raum seit dem 12. Jahrhundert nach und nach etabliert. Aber erst 1875 wurden im Deutschen Reich die Standesämter eingeführt und die Namen festgeschrieben. Weitere Einzelheiten siehe Link!

http://de.wikipedia.org/wiki/Familienname

Hi, früher war es nicht notwendig, Familiennamen zu haben. Man war der Hans, der Hans von der Mühle, der Hans aus dem Dorf, Hans der Schmied usw., wenn es mehrere Hansens gab. Etwa im 12. Jhdt setzte sich der Adel ab mir der Bezeichnung seiner Abstammung, Herkunft. Im Hildebrandslied bspw. heißt es: Hiltibrant, Heribrantes Suno (Sohn des Heribrand). Desweiteren: Dietrich von Bern, Volker von Alzey (Volker der Spielmann, Volker der Fiedler), Hagen von Tronje usw. Dann die Zusammengehörigkeit: de Nibelungen, die Merowinger (Stammvater Karls des Großen: Merowech) usw. In den schnell wachsenden Städten war es notwendig, Personen genauer zu bezeichnen. Dies geschah meist nach Familie, Herkunft, Beruf, Aussehen, körperlichen Merkmalen, besonderheiten usw. 1794 wurde mit dem allg. preußischen Ladrecht die gesetzliche Grundlage für das Recht und die PFLICHT zu Tragen eines Familiennamens geschaffen. In Pommern, Friesland, Schleswig, Holstein gab es erst seit dieser4 zeit Familiennamen. Namensverzeichnisse aus dieser zeit (17., 18. Jhdt) waren oft nach den Anfangsbuchstaben der Vornamen geordnet, nicht nach Familiennamen. Juden wurden etwa um 1780 bis 1830 genötigt, Familiennamen anzunehmen. Die lauteten dann Abrahams Sohn = Abrahamson, Mendels Sohn = Mendelson, Levy = Löw, Herschel = Hirsch, dazu Herkunft: Oppenheimer, Mannheimer, Frankfurter, Lasker (aus Lask bei Lodz), Die Familiennamen sind also noch relativ jung. Gruß Osmond

Die wohl zu vielen Hans, Michael, Martin, Johanna und andere mussten irgendwie auseinandergehalten werden. Also schaute man was ist ihnen eigen, eine Zunft, ein Berufsbild: Müller, Zimmermann, Koch etc., oder Vater oder Mutter und so kamen die Nachnamen dazu. Eine andere Antwort nennt auch Namen und Jahr, wird wohl so gewesen sein. Aber es hat auch eine Kehrseite, z.B. in den nordischen Länder sind es sehr viele Jóhannson, Gustaffson oder ander ...sons, so sind die jetzt bemüht diese dazu zu überzeugen, daß sie sich irgendwelche ander Nachnamen zulegen - auch gegen entsprechender Prämien.

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