Wer hat sich die Sternbilder ausgedacht?

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5 Antworten

Hallo! Sicher ist das schon ca. 5000 Jahre alt - un bleibt auch nicht so. Die Sterne eines Sternbildes gehören nicht wirklich zusammen - nur optisch also scheinbar

Und man wird sie irgendwann nicht wiedererkennen weil die Sterne eine Eigenbewegung haben

Alles Gute.

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Hallo PSGfan...,
eigentlich ganz einfach: Mit der langsamen Entwicklung der sumerischen Astrologie seit ungefähr 2640vChr. brauchte man zur Orientierung am Himmelsfirmament feste Punkte/Orte, nach denen man sich richten konnte. Also begann man damit, festzustellen, dass einige Punkte am Himmel sehr schnell wanderten, die Wandelsterne, und andere fest stehen blieben. Einige, scheinbar beieinander stehende, Lichter erkannte man dabei als 'Gruppen' (dass sie real keine Gruppen sind, konnte man damals nicht wissen, ebenso wie der berühmte "Orion" keine einheitliche Sternenformation ist. Man hielt sie alle für ungefähr gleichweit entfernt.) und gab ihnen also später Namen.

Der erste Gestirnsglaube hatte zum Inhalt, dass die Götter der Menschheit mit den Himmelslichtern ihr Omen anzeigen wollten oder man an den Lichtern zumindest der Götter Willen 'ablesen' könne. Zum erstenmal in Tontafeln dokumentiert sind die 12 Sternbilder vom Band der Ekliptik allerdings erst, man sagt um 1700vChr. in der Hamurabi-Zeit.
Die Sumerer hatten sie also bereits am Himmel unterschieden und von den Babyloniern kennt man aus der ersten Sternenbibliothek (ausgegraben bei den Ruinen von Ninive) ihre Bezeichnungen.

Zum "Ausdenken" noch...
In vielen Mythologien werden Sonne und Mond als "Vater und Mutter", Tag und Nacht, Arbeit und Ruhe... erkannt (der Entsprechungen gibt es dazu viele). Achtung: Nicht etwa 'persönlich' als die Götter selbst, sondern als ihre Entsprechungen sind sie zu verstehen! Die von dir angefragten Sternbilder waren als Projektionen (siehe Wiki) des Erdenlebens zu betrachten auch, wenn man damals noch an der Götter Willen glaubten mochte

Ich nehme jetzt wahrscheinlich eine Frage vorweg:
Woher wussten die damals um die richtigen Zusammenhänge und welchem Gestirn oder Gestirnsbild sie welche Bedeutung gaben?
Dazu muss man zugrunde halten, dass alleine diese Zuordungen über mehr als tausend Jahre der Beobachtung und Untersuchung brauchte um überhaupt als solche festgehalten zu werden. Was wir heute als Astrologie kennen, ist immerhin die Folge von über 4600 Jahren der Forschung und praktischen Erfahrung! Astrologie ist nicht etwa "Glaube", sondern sehr fundiertes empirisches Wissen! Heute übrigens sehr modern, sachlich und faktisch orientiert, nichts Magisches! :- )


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uteausmuenchen 19.10.2017, 23:29

Dazu muss man zugrunde halten, dass alleine diese Zuordungen über mehr als tausend Jahre der Beobachtung und Untersuchung brauchte um überhaupt als solche festgehalten zu werden. Was wir heute als Astrologie kennen, ist immerhin die Folge von über 4600 Jahren der Forschung und praktischen Erfahrung!

Ich lach' mich tot...

Leider widersprechen sich die angeblich durch sorgfältigste Beobachtung der Natur gefundenen astrologischen Weisheiten rund um den Globus diametral...

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Naiver 20.10.2017, 00:50

Hui, Ute wieder...,
jetzt schreibst du, du lachst dich tot. Der Mario hattest du damals weißmachen wollen, es gäbe keine Gasplaneten, da hattest du auch so wenig damenhaft gekreischt. Und mir hattest du einmal einen Lebenskünstler, Geoffrey Dean aus Neuseeland, als Beweis dafür angeführt, dass Astrologie falsch sei. Dass der jedoch seine Geburtsdaten für solchen Test schlicht gefälscht hatte, das hattest du nicht gesagt (...oder nicht gewusst). Ist ja auch egal. ;- ))

Und nun hast du herausgefunden, dass sich die astrologischen Weisheiten diametral widersprächen. Hui! 'Diametral', das interessiert mich sehr. Gib mir bitte Informationen und vielleicht auch ein paar Belege, nicht nur wülde Spekulationen..
Noch hoffe ich ja naiv von dir auf Zutreffendes. :- )

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Seit der Jungsteinzeit und insbesondere seit der Antike werden solche Gruppen einer mythologischen Figur, einem Tier oder einem Gegenstand zugeordnet.

Das ist also ein schleichender Prozess und kann keinen bestimmten Personen zugeordnet werden, allein schon deshalb weil es in unterschiedlichen Kulturen unterschiedliche Sternzeichen und Deutungen gibt.

Sternbilder lassen sich in fast allen Kulturen feststellen und mit Sicherheit bis in die frühen Hochkulturen zurückverfolgen. 

Eine besondere Bedeutung haben menschenähnliche Figuren (z. B. Orion), regelmäßige Drei- bis Sechsecke und längere Sternreihen (z. B. Andromeda, Fünfsternreihe, Wasserschlange) bzw. Sternzüge (Drache, Schlange, Eridanus).

Die heutigen Sternbilder gehen von den zwölf babylonischen sowie altägyptischen Tierkreiszeichen aus und wurden im antiken Griechenland auf 48 erweitert. Zwischen 1600 und 1800 wurden weitere eingeführt.

Seit 1922 werden 88 von der IAU offiziell anerkannte Sternbilder verwendet, deren Grenzlinien nach Vorarbeit von Eugène Delporte, dessen diesbezügliche Arbeit 1930 erschien, 1928 von der IAU definiert wurden.


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Unsere bekannten Sternbilder auf der Nordhalbkugel der Erde kommen zum größten Teil aus dem antiken Griechenland.

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Wahrscheinlich die frühen Seefahrer, zur Orientierung.

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