wer hat schon mal erlebt, dass Staatsanwalt auf Freispruch plädiert und dann in Berufung geht?

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Häufig ist das nicht, aber bedenke, daß der Staatsanwalt, der die Sitzungsvertretung macht, nur selten der ist, der die Sache auch bearbeitet. Darüberhinaus sind Staatsanwälte weisungsgebunden; nur im Gerichssaal sind sie frei.

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Danke für die Antwort. In meinem Fall hat zwar der gleiche Staatsanwalt, der in der Verhandlung war, auch den Berufungsantrag unterschrieben, aber mag ja sein, dass sein Chef anderer Meinung war. Kurios ist es dennoch, dass ein Berufungsantrag der Staatsanwalt gestellt wurde, obwohl der Richter ja bereits eine Bestrafung ausgesprochen hatte, obwohl der Staatsanwalt auf Freispruch plädierte. Oder kann es sein, dass da einfach nur schlampig gearbeitet wurde? Das Gerichtsprotokoll läßt nämlich überhaupt keinen Spielraum für eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Es geht nur um fahrlässige Körperverletzung oder Freispruch. Deshalb habe ich neben der Vermutung, dass einfach nur schlampig gearbeitet wurde, den Verdacht, dass es hier um Taktik gehen könnte, denn der Staatsanwalt müßte eigentlich ziemlich sauer sein, dass der Richter nicht dem Antrag des Staatsanwalts gefolgt ist. Aber vielleicht ist diese Berufsgruppe doch so abgebrüht, dass sie da trotzdem keine Regung zeigen (dann bliebe nur noch die Schlampigkeit). Ich kenne allerdings gerade hoch intelligente Leute (wie es in der Regel Richter und Staatsanwälte sind) als äußerst ehrgeizig, höchst empfindlich und manachmal auch als äußerst arrogant.

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Der Staatsanwalt kann in der Verhandlung, obwohl er selbst die Anklageschrift geschrieben hat, die Überzeugung (anhand der Zeugenaussagen z.B.) gewonnen haben, dass der Angeklagte unschuldig ist - aber der Richter sah es anders.

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Ja, das war in meinem Fall wohl so. Meine Frage war aber, wie kann es dann sein, dass im Berufungsantrag der Staatsanwaltschaft nun eine strengere Bestrafung gefordert wird. Dass bereits drei Tage nach Verhandlung neue Erkenntnisse vorliegen sollen, kann ich mir kaum vorstellen. Staatsanwaltschaft und Gerichte sind nicht so schnell. Es bleibt für mich äußerst kurios.

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@Manni

Falls es jemanden interessiert: Bei der Verhandlung in der nächsten Instanz (Berufungsverhandlung), hatte man der neuen Staatsanwältin angemerkt, wie peinlich ihr das war ("erst plädierte die Staatsanwaltschaft für Freispruch und geht dann in Berufung" - was für ein Schwachsinn!), und sie hat gleich, noch vor die Verhandlung los ging, signalisiert, dass sie den Antrag zurückziehen würde, falls ich das Urteil der ersten Instanz annehmen würde. Dazu war ich aber nicht bereit. Der Richter war stocksauer, dass ich die geringe Strafe der ersten Instanz nicht zahlen wollte. Wir einigten uns dann darauf, dass das Verfahren eingestellt wird, so lief ich nicht Gefahr, dass das erste Urteil bestätigt werden würde (es war mir egal, wie niedrig die Stafe ausfallen würde, ich wollte einfach nicht als Unschuldiger verurteilt werden), ich entging aber (zurecht) einer Verurteilung. Eigentlich wollte ich das Urteil Freispruch, aber nachdem der Richter meine Anwältin fürchterlich angegangen war anstelle der Staatsanwaltschaft, die sich peinlich verhielt, war ich mir nicht sicher, dass der Richter (meiner Meinung nach ein selbstherrlicher Mann) mich frei sprechen würde.

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überraschend dass das gericht dich nicht freigesprochen hat obwohl beide seiten einen Freispruch beantragt haben

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