Wer hat Nazi-Deutschland mit Rohöl beliefert?

7 Antworten

bevorzugte kriegsziele waren natürlich alle für die wehrmacht in erreichbarer nähe liegenden ölfelder, aber auch die pfiffigen deutschen chemiker fanden lösungen vergaserkraftstoffe herzustellen: die ig farben- fabriken in leuna stellten benzin aus holz her. eine technik die heute wieder aufgenommen wird. nur die schlagworte sind andere: "treibstoffe aus biomasse".

rumänien war ein wichtiges öllieferland. stichwort ölfelder von ploesti. und anfangs auch noch mit deutschland verbündet. daher mussten die ölfelder auch besetzt und gesichert werden bevors die rote armee tut. als der krieg sich dem ende zuneigte und die versorgung immer schwieriger wurde versuchte man aus ölschiefer öl zu erzeugen. mit ganz viel aufwand bei relativ niedrigem ertrag. solche produktionsstätten für schieferöl gab es zum beispiel im schieferreichen sauerland und auf der schwäbischen alb.

Rumänien war bis zum Sturz von Ion Antonescu (1944) mit Deutschland verbündet.

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anfangs hatten der russische und der deutsche obergangster ja noch "freundschaftliche beziehungen", erst mit dem einmarsch nach rußland wurden diese beendet.

Nazi-Deutschland gewinnt den Krieg?

Hey,

es gibt derzeit eine Serie namens "The man in the high castle", welche mit dem Gedanken spielt, dass die Achsenmächte damals den 2 Weltkrieg gewonnen hätten und quasi in einer Welt spielt, in welcher die USA teilweise von Japan und Deutschland okkupiert sind.
Was ich jedoch interessant finde ist, dass die Serie auch eine "Erklärung" liefert, wie die Nazis damals den Krieg gewonnen hätten. Man geht davon aus, dass durch einige Schlüssel-Ereignisse das Nord-Afrika-Korps die Offensive gegen die Briten hin zu Suez-Kanal und Palästina gewonnen hätten. Dieser Vorstoß in den mittleren Osten hätte die Türkei dazu gezwungen auf deutscher Seite in den Krieg einzutreten, hätte eine Verbindung zum Verbündeten Irak hergestellt und einen Vorstoß auf den Kaukasus und damit eine 2. Front gegen Russland sowie einen Zugang zur "russischen Kornkammer" und ihren Ölfeldern ermöglicht, die 1942 in Fall Blau erfolglos versucht wurde zu erobern. Der Verlust des Kaukasus hätte einen Domino-Effekt ausgelöst und Russland in eine tiefe Krise gestürzt, da so die Bevölkerung nicht mehr mit Nahrung und die Armee nicht mehr mit Treibstoff zu versorgen gewesen wäre.
Hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=bLZ0tzrrFgM&t=553s
Meine Frage ist: in wieweit ist dieses Szenario realistisch? Ich meine Russland hätte sich Vorräte doch langfristig vielleicht einkaufen können oder? Oder nicht? Wurde diese Strategie von den Achsenmächten vielleicht sogar bedacht und wegen anderen Gründen fallen gelassen? Kennt sich jemand damit aus und könnte eine Art Analyse abgeben oder kennt jemand vielleicht eine Quelle die sich damit auseinandersetzt?
Da es die aktuelle Lage verlangt so etwas zusätzlich erwähnen zu müssen, möchte ich unterstreichen, dass es mir nur um ein historisches Interesse an dieser Alternativgeschichte geht. Ich selbst bin weder Anhänger nationalsozialistischer Gedanken noch heiße ich vergangene Ereignisse für gut. Wie man an anderen Fragen und Antworten vielleicht sehen kann bin ich ein Anhänger der Europäischen Integration, also bitte keine nazistischen oder rassistischen Kommentare.

LG Deepspace69

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Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?

Um einem aufsteigenden Vorurteil gleich zu begegnen: Es geht hier nicht um eine Verharmlosung des verbrecherischen Nazi-Regimes und seiner Machtpolitik. Es kann aber auch nicht um deren Verfälschung und erst recht nicht um eine Verharmlosung der britischen Machtpolitik und der kaum thematisierten nationalistischen Politik Polens gehen, deren sich die Briten bedienten. Mitte 1923 hatte die Vertreibung der Deutschen bereits einen großen Umfang angenommen, der nach der Veröffentlichung eines Warschauer Forschungsinstitutes im September 1931 mindestens eine Millionen erreicht hatte. Am 2. 3. 1933 berichtete das Deutsche Generalkonsulat in Posen an das Auswärtige Amt, dass den Deutschen in großem Maße durch die Enteignung von Grund und Boden, Entlassungen aus dem Arbeitsverhältnis, Boykott von Betrieben, Verlust ärztlicher Zulassungen usw. die Existenzbasis entzogen werde. Von ursprünglich mehreren tausend deutschen Schulen waren 1932 nur noch 222 Schulen übrig. Nun fand es die britische Regierung an der Zeit, die Dinge zu forcieren. Sie gab am 31. März 1939 eine Garantieerklärung ab, Polen jegliche Hilfe zu geben, wenn es seine Unabhängigkeit durch irgendeine Aktion Deutschlands bedroht sehe, „die die polnische Regierung daher für so lebenswichtig ansieht, dass sie ihr mit ihren nationalen Streitkräften Widerstand leistet.“ ´Irgendeine Aktionwurde schriftlich noch in ´direkte oder indirekte präzisiert. Danach trat der Bündnisfall auch dann ein, wenn Polen sich bedroht sah und militärisch angriff.18 Das war ein Freibrief, kompromisslos gegenüber Deutschland aufzutreten und dessen Verlangen auf Wiedereingliederung Danzigs in das Reich zur „indirekten Bedrohung“ zu erklären und zum Kriegsgrund zu machen.

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