Wer hat nähere Infos zum Geschäftsführer der FKH GbR

8 Antworten

Diese Inkasso-Firmen sind eine Pest.Denen geht es nur um das Geld von Gutgläubigen einzutreiben. Nicht antworten auf diese Forderung.Es gibt viele Internet-Firmen die sich auf diesem Gebiet tummeln. Früher vieleicht auch noch heute waren es 'Top oft software';'Content4U' ;insbesondere 'Antassia' und ähnliche. Ich hatte auch mal mit diesen Geldhaien zu tun. Es gibt auch schon Gerichtsurteile gegen diese Firmen.


Die sind leider eine Nummer gefährlicher als die meisten Internet-Abofallen-Abzocker, die nur dumme Drohbriefe schreiben. Es werden regelmäßig für Müllforderungen gerichtliche Mahnbescheide erlassen und Klagen erhoben. Meist nur in Spekulation darauf, dass die Leute sich nicht wehren und dann jede Betrugsforderung reingedrückt kriegen; verschiedene Rechtsanwälte berichten einstimmig, dass sie Ruhe geben und Klagen zurück ziehen, sobald qualifizierte Gegenwehr erkennbar ist.

Leider haben sie schon seit Jahrzehnten nahezu Narrenfreiheit und sind selbst vom aktuell laufenden Strafverfahren kaum beeindruckt. Daher auch die häufige Vermutung, dass da im Justizapparat was faul ist. Andere wären für solche Sachen wie massenhaftes Eintreiben von Betrugsforderungen oder Missbrauch von Rechtsmitteln, bis hin zu wahrscheinlich strafbarer Erpressung von Anerkenntnissen und Zahlungen, wahrscheinlich längst hinter Gittern.

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Textvorschlag per Einschreiben "Wertes Inkasso. Ich bestreite, dass es so eine Forderung gegen mich gibt. Sie wollen mir binnen 14 Tagen zur Prüfung vorlegen: Vollmacht im Original oder Abtretungsurkunde, Vertragskopie, Rechnungskopie, Mahnungskopie, etwaige Titelkopie mit Zustellnachweis, Forderungsaufstellung im Detail. Bei fruchtlosem Verlauf, unvollständigen Angaben oder einer Personenverwechslung werde ich von einem Betrugsversuch ausgehen, den ich ohne weitere Ankündigung zur Anzeige bringen werde. Ich diskutiere nicht, ich gewähre keine Fristverlängerung und Drohschreiben werden sofort zur Strafanzeige gebracht."

Woher ich das weiß:Beruf – Mitglied AK Inkassowatch

Komm mepeisen. Das ist alles? Ich dachte, der Gesetzgeber hätte die Sache im Griff, mit Inkassokosten, pp. Ist (Einzahl) FKH und UVG nicht ein Beispiel dafür, wie man eine unbekannte Forderung bis knapp unter 600 Euro systematisch hochtreibt und - die Unwissenheit der "Schuldner" nutzend - ohne Verfahren betitelt? 

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AFAIK sind Inkassogebühren zwischen Schwesterfirmen nicht als Schadensersatz auslegbar und damit müssen diese nicht bezahlt werden. Wenn die Titel wirklich aufgekauft wurden sind diese allerdings natürlich gültig.

FKH ist ein Großmeister des Betrugs. Die deuten gerne TItel um, hängen Schulden irgendjemand anderem an und bewegen sich grundsätzlich weit in den Grauzonen des Nicht-Erlaubten. (Beispielsweise Kosten Kontoführung von monatlich 20€ und anderen Schwachsinn).

Die machen auch gerne mal Vorpfändungen obwohl sie keine Titel haben und anderen Blödsinn.

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@mepeisen

Sachen, für die andere wahrscheinlich längst auf Jahre hinter Gittern sitzen würden...

Wenn jetzt das Strafverfahren wieder nichts bringt, kann ich es niemandem verübeln, wenn er sich selbst drum kümmert. Allein die Art, wie sie trotz des laufenden Verfahrens weiter machen, zeigt, dass sie es gar nicht ernst nehmen. Man stelle sich einen angeklagten Räuber vor, der im laufenden Strafverfahren frei rumläuft und jeden Tag neue Raubüberfälle begeht.

Vielleicht kapiert auch der Gesetzgeber mal, dass bei sowas rein symbolische Strafen nicht reichen, sondern dass man a) solchen Leuten jegliches Vermögen wegnehmen muss, b) ihnen die Neuerlangung von Vermögen verbieten und sie wirksam dran hindern muss, c) ihnen jegliche Geschäftstätigkeit und gewerbliche Forderungsstellung verbietet und nur abhängige Lohnarbeit als Erwerbsquelle erlaubt, d) ihnen jegliche Statussymbole und privilegierten gesellschaftlichen Positionen verbietet.

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Meine letzte Info vom Justizportal RLP ist, dass das Strafverfahren gegen diese Leute (Aktenzeichen: 5513 Js 7355/09 6 KLs) im Dezember 2014 von der 6. an die 2.Strafkammer des LG Frankenthal verlegt wurde, es läuft also noch. Leider hat das die Tätigkeit nicht gestoppt.

Die Forderungen, die aufgekauft werden, sind oft reiner Betrugsmüll, angefangen von mit Gewinnmitteilungen untergeschobenen Warenbestellungen über Fantasiegebühren für "Kredit ohne Schufa"-Müll, wo nie Kredite beabsichtigt waren geschweige denn gewährt wurden, hin zu unseriösen Versandhäusern, die Geld für unverlangte Warenlieferungen fordern (z.B. nie abgeschlossene oder untergeschobene Unterwäsche-Abos aus der Schweiz).

Problem ist, dass sie den Dreck ernsthaft einzutreiben versuchen und sich als Opfer oft gezielt Senioren und sozial Schwache raussuchen, die wesentlich schwerer an rechtliche Unterstützung kommen, die teilweise versäumen, gerichtlichen Mahnbescheiden zu widersprechen und die sich durch missbräuchliche Kontosperren zu Unterschriften und unnötigen Zahlungen nötigen lassen.

Also denen nur 1x proforma mit Einschreiben + Rückschein widersprechen, dann nur noch auf gerichtlichen Mahnbescheid achten, dem laut Anleitung komplett gegenüber dem Gericht(!) widersprechen. Bei Klage mit Anwalt verteidigen, notfalls mit Prozesskostenhilfe ("Anwalt kann ich mir nicht leisten" gibt's nicht!). Meist geben sie auf, sobald anwaltliche Gegenwehr erkennbar wird.

Es wird aber auch immer wieder von mutmaßlichen illegalen Praktiken in derartigen Zusammenhängen berichtet, wie Kontosperren über sog. Vorpfändungen, wo zeitnah vorgedruckte Anerkenntnisse über unberechtigte Forderungen zum Unterschreiben verschickt oder Zahlungen an der Pfändungsgrenze vorbei gefordert werden. Teilweise ohne dass ein vollstreckbarer Titel vorliegt, der dafür laut Gesetz (§845 ZPO) zumindest vorhanden sein muss. In dem Fall unbedingt  Abmahnung, ggf. Klage auf Unterlassung und ggf. Schadensersatz! Und Strafanzeige wegen gewerbsmäßigem Betrug, Nötigung und Erpressung (die Vorpfändung ist dazu da, Schuldner am Verschieben von Geld zu verhindern, nicht als Erpressungsmittel in Form von Kontosperren! Jeder Missbrauch als Druckmittel für Anerkenntnisse oder Zahlungen, etwa durch das Abhängigmachen der Aufhebung davon, ist potentiell Erpressung/Nötigung). Die landen wohl auf einem großen Haufen, dürften aber in einem Strafverfahren auch noch eine Rolle spielen.

Hier ein Hinweis für den Fall, dass irgendwann aus heiterem Himmel das Konto gesperrt sein sollte und gleichzeitig Aufforderungen zu Zahlungen oder Anerkenntnissen eintreffen sollten:

https://www.gutefrage.net/tipp/kontosperrung-bzw-pfaendung-durch-inkasso--geldeintreiber---ohne-vollstreckungstitel-illegal

Es sei darauf hingewiesen, dass es grundsätzlich rechtsmissbräuchliche und strafbare Erpressung ist, mit Kontosperren Anerkenntnisse von angeblichen Schulden oder Mondgebühren durchzusetzen, oder Zahlungen außerhalb der Pfändung (u.U. Umgehung der Pfändungsgrenze), oder Ratenverträge, die oft diese Dinge beinhalten. Auch dann, wenn ein vollstreckbarer Titel vorhanden sein sollte.

Die Vorpfändung bzw. das vorläufige Zahlungsverbot nach §845 ZPO dient, bei berechtigter Zwangsvollstreckung, nur der Sicherung des Gläubigerrangs und der Verhinderung des Verschiebens von Vermögen. Nicht als Erpressungsmittel für unberechtigte Forderungen durch akute Geldnot!

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Werden in dem Schreiben alle Informationen nach §11a RDG dargelegt?

https://dejure.org/gesetze/RDG/11a.html

Falls nein, würde ich direkt Meldung beim Aufsichtsgericht erstatten. Zudem drängt sich auch der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs auf, welchen man auch strafrechtlich zur Anzeige bringen kann.

Dieser Firmenkomplex ist schon zigfach negativ aufgefallen. Die wurden auch schon wegen gewerblichen Betrugs von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Das ist ein richtig übler Haufen. Insgesamt hat man seit einiger Zeit nichts mehr vom Strafverfahren gehört. Sehr merkwürdig.

Das nur als Hintergrundinfo.

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