Wer hat nach einem Video dreh die Rechte zur Veröffentlichung?

4 Antworten

Hmmm.

Also die Sängerin hat an diesem Video eindeutig sowohl ein Miturheberrecht als auch ein "Recht am eigenen Bild." Das heißt das Video darf ohne ihre explizite Zustimmung nicht veröffentlicht werden. Sofern du diese Zustimmung nicht (am besten schriftlich) nachweisen kannst, hast du vor Gericht schlechte Karten. Gerichte sind was digitale Beweise angeht, nämlich immer noch extrem skeptisch, weil sie alle potentiell fälschbar sind. (Deutschen Richtern müsste man mal erklären, dass E-Mails schwerer zu fälschen sind, als Unterschriften. Aber das ist ein anderes Thema)

Selbst wenn du das Einverständnis hättest, könnte sie übrigens versuchen mit "gewandelter Überzeugung" zu argumentieren, um das Video offline nehmen zu lassen. Da hätte sie aber nicht ganz so gute Karten.

Wenigstens eine Genugtuung kann ich dir verschaffen: Du hast weiter unten geschrieben, dass sie das Video für ihre Zwecke verwenden will. Das darf sie nur im Umfang der "Privatkopie." (also zum selbst anschauen und für Freunde und Familie) Wenn sie es beispielsweise irgendwo als Arbeitsprobe hinschickt verletzt sie damit dein Urheberrecht an dem Film.

Das Thema ist übrigens schon so speziell, dass ich zur Konsultation eines Fachanwalts raten würde.

"In meiner Anzeige hieß es ausdrücklich, das das Video veröffentlicht wird." Wenn die Kundin einem Gericht nicht glaubhaft machen kann, dass sie die Anzeige nicht kannte und vielmehr dachte, dies wäre nur eine Probeaufnahme oder ein Freizeitvertreib,

dann wird das Gericht sicher annehmen, dass sie einer Veröffentlichung des Videos konkludent zugestimmt hat. Lese dazu bitte https://de.wikipedia.org/wiki/Schl%C3%BCssiges_Handeln .

Gruß aus Berlin, Gerd

"persönlich und telefonisch mehmals besprochen", aber auf die Idee, dir das schriftlich geben zu lassen, bist du nicht gekommen? Dann mach mal deine Hausaufgaben fürs nächste mal. Urheberrecht ist in aller Munde, wenn man veröffentlichen will, sollte man sich vorher schlau machen und die Schriftform für Einverständnisse bevorzugen.

Wenn du veröffentlichst, kann sie dagegen klagen und dann mußt du beweisen, daß sie ihr Einverständnis gegeben hat. Wenn du nix Schriftliches oder Zeugen hast, wird das schwierig.

Hallo, es stand alles in der Anzeige, wie es abläuft. Von daher wußte Sie es auch. Und so weit wie ich es mitbekommen habe, reicht das auch. Ist gleich geltend wie AGB?

Was mir noch einfällt, das Sie das Video dann für Ihre Zwecke auch nutzen möchte. Darf Sie dann ja auch nicht. Oder?

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