Wer hat Informationen über das Rosenberg Internat?

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4 Antworten

Nein, Bogners Sohn hat nicht im Institut auf dem Rosenberg Selbstmord verübt, sondern in seinem Elternhaus in München.

Hier eine kurze Dokumentation des Falls Berhard Bogner (Quelle: Stern 42/2005, S. 220-221)

[...] „Es kann sehr einsam sein, zwischen den Menschen. Gerade auf der Wiesn. Ganz verloren will eine Bekannte der Eltern den 17-Jährigen am Samstag, dem 1. Oktober, wahrgenommen haben. Man kennt sich vom Golfen. Er streicht durchs Hippodrom, läuft hierhin, dahin, trinkt Bier, sucht Freunde, findet sie aber nicht. Hockt sich schließlich an den Stammtisch der Society- Damen. Nach einer halben Stunde zieht es ihn weiter. Er verspricht, Mama und Papa zu grüßen, verabschiedet sich. „Bis bald!" Gegen abend ist der Junge wieder zu Hause in der elterlichen Villa im Münchner Prominentenstadtteil Bogenhausen. Die Eltern sind in Mannheim. Niemand wartet auf ihn. Am Sonntagmorgen gegen acht Uhr findet eine Hausangestellte den Teenager im Dachgeschoss. Bernhard Bogner ist tot. Er hat sich erhängt. Die Eltern verbreiten noch am gleichen Tag, dass ihr Sohn sich „auf tragische Weise" und „infolge des übermäßigen Alkoholeinflusses" in seiner Hängematte verheddert habe und dabei erstickt sei. Die Münchner Staatsanwaltschaft, bei Suiziden von Jugendlichen traditionell zugeknöpft, reagiert offensiv: Der Bogner-Sohn habe sich „eindeutig ... bewusst und gewollt stranguliert". Die Hängematte habe damit nichts zu tun. Wollten die Bogners angesichts des Schlimmsten, was Eltern widerfahren kann, wenigstens den Schein wahren? WILLY BOGNER UND SEINE FRAU Sonia – das Dreamteam der Münchner Gesellschaft. Sie haben Geld, Erfolg, Glamour. Nur die Sehnsucht nach einem eigenen Kind erfüllte sich auch mit medizinischer Hilfe nicht. 1984 adoptierten sie ein Mädchen aus Brasilien, Sonias Heimat. Es starb in den Armen seiner Adoptivmutter auf dem Flug nach Deutschland. Zwei Jahre später machten die Bogners einen neuen Anlauf. Florinda, nach Sonias Schwester benannt, kommt ebenfalls aus Brasilien. 1988 folgte ein nur wenige Monate altes brasilianisches Baby. Von nun an hört es auf den deutschen Vornamen Bernhard, wie sein Patenonkel, das Schweizer Ski-Ass Bernhard Russi. Bernhard ist ein hübsches und freundliches Kind, er liebt Skifahren und Golfen, ist halt „ganz der Papa". Papa der Große, der Alleskönner, die Skilegende, der neben seinen Filmarbeiten das Modegeschäft der Eltern zu einem weltweiten Unternehmen mit 130 Millionen Euro Umsatz jährlich ausbaute. An seiner Seite: Designerin Sonia, das Ex-Model. Zusammen sind sie stark. Er bekommt das Bundesverdienstkreuz, 2003 werden sie zum „Powerpaar des Jahres" gekürt. Eine „Bilderbuchfamilie". Die Bogners wollten nur das Beste für ihren Sohn: So kommt er auf die Munich International School am Starnberger See. Mit zwölf, dreizehn geraten seine schulischen Leistungen ins Wanken. Die Eltern versuchen, die Defizite mit Schulwechseln zu lösen. Innerhalb von vier Jahren wird er auf fünf verschiedene Schulen geschickt. Im Juli 2002 findet sich Bernhard im Institut auf dem Rosenberg in St. Gallen ein. Traumblick auf Alpen und Bodensee, die Schüler speisen unter Kronleuchtern. Dann, im Januar 2004, das Lyceum Alpinum in Zuoz. Es hätte für den sportiven Bogner die richtige Adresse sein können. Der nächste Skilift ist fünf Minuten entfernt. Der Schweizer Pädagoge Georges Fäh erinnert sich an einen freundlichen Jungen. Doch: „Grundsätzlich ist die Erwartungshaltung sehr hoch, besonders bei prominenten Eltern. Viele denken, mein Kind muss Abitur machen, wir sind doch wer." Berhard hält sich nur sieben Monate auf der Schule. Danach soll es ein Erziehungscamp in den USA richten. Im Januar 2005 taucht er am nächsten, diesmal sehr kleinen Internat auf, dem Monte Rosa am Genfer See bei Montreux. Nur 40 bis 50 Schüler aus aller Welt, lediglich zwei kommen aus Deutschland. Niemand weiß, dass Bernhard aus einer bekannten Familie kommt. Das ist ihm wichtig. Hier erlebt er etwas völlig Neues: fördern, nicht fordern. ,Wir vermeiden Druck. Druck erzeugt Gegendruck", sagt Direktor Bernhard Gademann. Der junge Bogner fühlt sich in der familiären Atmosphäre des Internats wohl. Zwei Jungs aus Saudi-Arabien werden seine engsten Freunde. Bei den Mädchen hat der 17-Jährige Schlag. Er flirtet perfekt. Und belässt es dabei. Ab und zu trinkt er, nicht auffällig viel. Er hat Humor. Er ist gut in Sport, aber er raucht und will nicht die große Sportskanone geben. Bernhard entwickelt sich gut, schulisch und persönlich. Am

  1. September, zu Beginn des jetzigen Trimesters, sagt er zur Schulleitung: „Sie werden sehen, ich werde keine schlechten Noten schreiben." Im Juni 2006 steht der Schulabschluss an. Die Lehrer sind überzeugt: Er wird es schaffen. Bernhard sagt: „Wenn ich nächstes Jahr graduiere, bin ich beim Abschluss jünger, als meine Schwester damals war." Er hat Pläne, will anschließend auf ein College in den USA. Danach wohl eine Firma seines Vaters übernehmen. Wenn er darüber redete, glauben einige Lehrer bei Bernhard eine Last gespürt zu haben. [...] „Er war auf einem so guten Weg. An diesem Samstag muss etwas passiert sein, das ihn völlig aus der Bahn geworfen hat", sagt Schulleiter Gademann. „Warum bringt sich ein junger Mensch um, wenn er sich auf einem so guten Weg befindet?" Dieser Gedanke lässt ihn nicht los. „Sind ihm in München wieder alte Wunden aufgebrochen?" Pfarrer Winfried Streibelt nennt vor 120 Trauergästen neben den glücklichen auch die dunklen Zeiten und Seiten. „Er war trotzig und wütend, jemand, der an sich und dem Leben verzweifelte." Etil Rupp Doinet, Rainer Nübel, Annette Rupprecht, Carsten Stürmer

Schön, dass jemand mal klare und ehrliche Worte über den Rosenberg spricht............ich sehe es nämlich genauso ! Gruss von einer Alt-Rosenbergianerin 09`

Schau doch mal da nach:
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,314594,00.html

Also die Spiegel-Reportage ist leider das Letzte! Ich war selber auf dem Istitut auf dem Rosenberg. Es war die beste Zeit meines Lebens. Ich war davor in Salem, bin allerdings geflogen und meine Eltern meinten Rosenberg sei das Richtige für mich. Da hatten sie auch recht.

Schüler dort sind keines Wegs verwöhnt, überheblich und arrogant. Man möchte einfach nur Jugendlicher sein.

Es wurde bei uns nie zur Rede gebracht was Mama und Papa beruflich machen. Klar, es gibt solche und solche. Aber meistens wurden die Prollos (meist 13/14 Jährige) nur ausgelacht und ihnen wurde gleich gesagt dass wir wissen dass die Eltern Geld haben und dass sie das nicht zur Schau stellen sollen.

Aber man sollte nie vergessen dass Schüler auf dem Rosenberg auch nur Schüler sind. Schüler die sich abends rausschleichen, die auf der Wiese kicken, die zusammen Poker spielen und Schüler die enge Freundschaften aufgrund der Verbundenheit aufbauen.

Man hat als Schüler auf JEDEM Internat eine ganz andere Bindung als auf normalen Schulen (Ich war auch auf ner "fast" normalen Schule. Sie war eine jüdische Schule aber ich bin nach dem Unterricht Heim. Und ich war noch zum Austausch auf nem russischen und nem amerikanischen Internat)

Das man zu Etikette erzogen wird, liegt nicht an der Schule an sich. Die Betreuer und Lehrer sind einfach für die Erziehung der Schüler verantwortlich da die Eltern zum Teil am anderen Ende der Welt wohnen. Und ich für meinen Teil bin auf keinen Fall dadurch überheblich geworden oder halte mich für etwas Besseres. Ich weiß wie ich mich bei bestimmten Veranstalltungen zu benehmen habe und das hilft ungemein! Wenn man ein wenig Etikette hat, ist man auch nicht mehr so unsicher.

Ich kann nur jedem entfehlen sein Kind nach Rosenberg zu schicken wenn er die Möglichkeit dazu hat. Es werden eine der besten Jahre für das Kind werden.

Hallo, ich gebe dir sehr recht, dass das Institut auf dem Rosenberg eine sehr gute Schule bzw. Internat ist. Die Lehrer sind sehr nett und auch die Schulleiterin Frau Schmid ist mehr als nur kompetent. Die Schüler grüßen wenigstens und halten sich nicht für die größten. Ich habe dort eine Aufnahmeprüfung absolviert, weil die Note bei mir nicht super waren, von der Vorschule. Ich hätte sogar gehen können, aber das restliche Stipendium hätten meine Eltern nicht zahlen können. Und wie du auch erwähnt hast, wird da Geld nicht gezeigt, weil da auch Schüler mit Stipendien gehen. Die Schule ist echt toll

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@Banker221

Frau Schmid wurde jetzt leider gekündigt und darf keinen kontakt mehr zu uns Schülern herstellen. Ersetzt wurde sie durch den jungen Gademann der die Schule ruiniert hat . Ich bin jetzt seit 5 Jahren Schülerin am Rosenberg und dieses Schuljahr wird warscheinlich das letze sein. In der Schule geht es nur noch um Profit und Herr Gademann schert sich nicht um seine Schüler .

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