Wer hat gute Tipps zum Sparen?

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13 Antworten

1. Informiere dich, was du alles davon zahlen müsstest! Vieles, z.B. Zuzahlungen zu Medikamenten/ Zahnersatz, hast du vermutlich gar nicht auf dem Schirm. Auch bei Handy, Internet, Kabel (falls nicht fest in der Miete enthalten) könnten Änderungen nötig werden.

2. Rechne dir auch aus, was du mit HartzIV NICHT zahlen müsstest (GEZ/ Rundfunkgebühren, Heizkosten...).

3. Überleg dir, dass die meisten HartzIV-Empfänger höhere Stromkosten haben (Durchlauferhitzer, der nur teilweise vom Amt übernommen wird, ältere E-Geräte usw.)

4. Wenn du ein Auto hast, überleg dir, ob es im Budget liegt. Oder ob du dir lieber eine Busfahrkarte holst...

5. Geh mal zur Tafel! Auch wenn du selbst nichts bekommst, solltest du es dir einmal "live" anschauen. Dann kannst du auch selbst entscheiden, ob du hingehen würdest, wenn nötig. Und ob es sich für dich "lohnen" würde... Dasselbe gilt auch für Sozialkaufhäuser.

6. Überprüfe deine "Vorräte" - egal, ob Klopapier, Waschpulver oder Klamotten - als ALGII-Empfänger hättst du von allem weniger im Schrank! Rechne das mit ein!

Was dann das Sparen angeht: wer seine Ansprüche ein bisschen zurückschraubt, kommt ganz gut zurecht. Schau dir das hier mal an:

http://uploads.hartziv.org/regelsatztorte2016.jpg

Natürlich muss man viel "hin- und herschieben", um den eigenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Du solltest v.a. darauf achten, nicht nur über den Monat zu kommen, sondern jeden Monat etwas anzusparen!

Einem alleinstehenden Erwachsenen steht von Amts wegen z.B. keine Waschmaschine und kein Gefrierschrank zu. Die musst du selbst anschaffen und auch selbst ersetzen, wenn sie kaputtgehen!

Für Kühlschrank oder Herd gäbe es zumindest ein Darlehen, das dann aber auch zurückgezahlt werden muss...

Auch Weihnachtsgeschenke, Kino oder Besuche bei Verwandten/ Bekannten "außerhalb" musst du dir selbst ansparen.

Ich würde dir raten, schon vorher ein Haushaltsbuch zu führen - dann kannst du überprüfen, wofür du dein Geld JETZT ausgibst und anstreichen, was nötig, was "nett" und was "überflüssig" ist...

Schau mal in deine Mülltonne - wegwerfen gilt nicht! Lerne, nicht mehr
zu kaufen, als du brauchst, und alles sinnvoll zu verwerten, statt
"Reste" einfach wegzuwerfen! Das MHD ist nur ein Anhaltspunkt, die braunen Stellen bei Äpfeln kann man wegschneiden, und ein welker Salat wird im kalten Wasserbad wieder knackig!

Im zweiten Schritt schaust du, ob du beim "Nötigen" auch immer das preiswerteste kaufst. Es geht nicht um "absolute" Schnäppchen, sondern um das, was auch machbar ist... => Ersparnis gegen Fahrtkosten aufrechnen!

Dann setzt du dir ein Budget für "Nettes" und/ oder "Überflüssiges". Z.B. am Monatsanfang einen Zehner. Je nach "Typ" kannst du den schon am ersten Tag verbraten oder komplett sparen. Beides ist okay - solange du dich an dein Limit hältst...

Als Hartzer hättest du eines im Überfluss: Zeit! Die könntest du nutzen, um Preise zu vergleichen, morgens bei Lidl Brot zum halben Preis zu holen, EBay Kleinanzeigen zu studieren, Second-Hand-Läden abzuklappern und rauszufinden, wann welcher Supermarkt sein Fleisch reduziert, wo es angegammeltes Gemüse deutlich billiger gibt usw.

Lerne, unnötige Ausgaben zu vermeiden! Der Kaffee oder das belegte Brötchen unterwegs sind purer Luxus! Viele Strecken kann man auch zu Fuß gehen. Markenprodukte sind weitgehend überflüssig! Prepaid-Spartarife gibt es ab 6 (?) €/ Monat, usw.

Viel Spaß bei eurem Experiment! Und gewöhnt euch schon mal dran, nach herrenlosen Pfandflaschen Ausschau zu halten!!!

FrauFanta 23.11.2016, 08:34

Vielen Dank! Das ist alles extrem brauchbar. Für mich ist schon mal gut, dass ich keine Fahrkarte brauche, sondern alles mit dem Rad erreichen kann. Das Auto muss natürlich stehen bleiben die 3 Monate, denn das hätten wir in einer "echten" Situation natürlich nicht. Und keiner von uns wird natürlich umziehen. So dass wir alle in unseren netten Wohnungen bleiben dürfen. Die Zeit eines Harzers nehmen wir uns nicht, wir bleiben alle " normal" in unsere Berufen, da wir davon ausgehen, dass diese Art Menschen viel Zeit mit " herumhängen " vergeuden und nicht von morgens bis abends Preise vergleichen u.ä. Dafür nehmen wir uns nur die Zeit, die nach dem Job noch bleibt. Vielen Dank aber für die Tipps.

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Nashota 24.11.2016, 07:15
@FrauFanta

diese Art Menschen

Pass mal auf, dass deine Arroganz dich nicht mal schnell fallen lässt...........

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zippo1970 24.11.2016, 19:40
@FrauFanta

Die Zeit eines Harzers nehmen wir uns nicht, wir bleiben alle " normal" in unsere Berufen, da wir davon ausgehen, dass diese Art Menschen viel Zeit mit " herumhängen " vergeuden und nicht von morgens bis abends Preise vergleichen u.ä.

Bei so viel Arroganz und Vorurteilen, werdet ihr nach 3 Monaten kein neutrales Ergebnis bekommen, und könntet  euch das Experiment auch sparen.

Armut "spielen" ist generell fragwürdig. Aber wie bei allen "Experimenten" besteht bei mangelnder Neutralität, und Objektivität immer die Gefahr, eines verzerrten Ergebnisses.

Und dann kann man sich die Mühe auch sparen......

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Ich habe lange von Hartz 4 gelebt tu es aber nicht mehr. Es war aufgrund von Schulden, Haustieren nicht einfach aber Meiner Meinung nach kann man als Alleinstehende Person ohne jeglichen Schulden und großen Ansprüchen mit 400 Euro gut auskommen.

Da nimmt man eben einen billigen Smartphone Tarif, Prepaid - Hauptsache maximal 20 Euro. Damit wäre Telefonieren, Internet abgedeckt.

Man kauft eine Monatskarte für den Bus oder in meinem Fall, weil bei mir eh die Verbindungen schlecht sind, steigt man aufs Fahrrad um.

- man verzichtet auf Markenprodukte, denn auch No Name Marken können gut sein.

- wenn es um Möbel oder Klamotten geht kann man bei Ebay Kleinanzeigen schauen, da lässt sich so Einiges finden. Viele verschenken sogar Möbel, alte Fernseher... auch mit einer Arbeit reicht es nicht immer das man sich neue Elektro Geräte kaufen kann... letztens ist unsere Waschmaschine kaputt gegangen. Eine anständige, neue die wir gerne gehabt hätten, hätte mindestens 300 Euro gekostet - es ging nicht. Also bei Ebay Kleinanzeigen geguckt, ne Anzeige geschrieben... einige Tage später eine gebrauchte funktionstüchtige Bauknechtwaschmaschine für 100 Euro bekommen.

- Bei Lebensmitteln werden die Preise verglichen, in Prospekten wird nach Angeboten geguckt und nach diesen Angeboten wird dann auch oft gekocht.

- Brötchen gibts bei uns meist Aufbackbrötchen... spart auch ein paar Cent. Brot muss nicht vom Bäcker sein - das ausm Supermarkt taugt auch was.

- die Augen nach Reduzierten Sachen aufhalten. Meist findet man in Supermärkten in der Kühlung usw. Ecken wo reduzierte Waren angeboten werden. Meistens weil sie kurz vor dem Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatum liegen... das heißt aber nicht das sie deswegen nicht genießbar sind. Man findet dort oft gute leckere Sachen bei, die man sich sonst nicht kaufen würde.

- was man so kochen kann? Es gibt viele einfache Gerichte, die nicht die Welt kosten...
Zb. Pfannkuchen, Kartoffelsalat mit Speck, Rührei, einfache Salate ohne viel Schnick Schnack, Bolognese mit Nudeln, Käsespätzle, Schinkennudeln, Gemüseauflauf, Ratatouille... ach, da gibt es so viel... gerade, wenn man allein ist reicht es ja wenn man was kocht sogar für 2 Tage oder mehr.

- auch wenn ich Raucher bin wäre es ratsam dies aufzugeben oder zumindest auf Dreh- oder Stopftabak umzusteigen. Wer täglich für 6-7 Euro Schachteln kauft und somit auf fast 50 Euro die Woche kommt, ist echt nicht ganz dicht... aufgeben wäre natürlich besser, denn so bleiben viele Euros, um vielleicht mal einen Ausflug zu machen, ins Kino zu gehen, oder Sonstiges.

Falls man Haustiere hat, muss es ja nicht immer das teuerste Futter sein... ich bezweifele dass das immer soviel besser ist... man zahlt doch meist nur die Marke...

Nun, mir fällt gerade nichts mehr ein...
Klar ist Hartz 4 nicht viel, man muss aber bedenken dass das Amt auch weitere Kosten übernimmt...

FrauFanta 23.11.2016, 08:36

Super! Vielen Dank!

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rlstevenson 24.11.2016, 12:46

So kenne ich das von meinen Freunden auch. Klar, kann man mit H4 keine großen Sprünge machen, aber als Grundsicherung reicht es allemal.

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Der Normalerverdiener, der nicht spart bzw. vorsorgt wird das Thema Einkommen auf Sozialhilfe Niveau dann persönlich erleben, wenn er Altersrente bezieht.

Soweit hergeholt ist das Experiment also nicht. Bedenke bitte, dass z.B. der Rundfunkbeitrag weiter läuft. Anspruch auf Befreiung besteht nur, wenn tatsächlich SGB II/XII Leistungen bezogen werden.

also ich hab zwar keine praktische erfahrung damit, aber ich würde dir raten, dein geld so einzuteilen, dass du am ende des monats auf jeden fall noch was übrig hast. teile dir deine 400 euro durch 7 (pro woche) oder durch 5 (für alle 5 tage). das könntest du zb machen, indem du immer jeweils so viel geld in einen briefumschlag steckst, den du anschließend beschriftest und erst an dem datum öffnest, das drauf steht. was in der ersten woche nicht lief, kannst du dann vlt in der 2. woche besser machen, ohne dass du am ende des monats komplett bankrott bist. hoffen wir, dass in den 3 monaten nichts kaputt geht, weil viel zur seite legen wirst du wohl eher nicht.

ansonsten hilft es viel, billigmarken zu kaufen. vor allem was hygieneartikel angeht, also shampoo, duschgel, aber auch klopapier oder zahncreme. sieh dir zur abwechslung mal die angebote in den werbeprospekten an, dann kannst du gucken in welchem supermarkt es die billigsten sachen gibt. solltest du neue kleidung brauchen, in secondhand shops findet man, wenn man gut genug sucht, echt super sachen (ich kaufe da auch manchmal, auch wenn ich mir "mehr" leisten könnte).

wenn du kannst, steige vom auto auf öpnv oder noch besser, aufs fahrrad um. sprit ist wirklich teuer!

und natürlich selbst kochen statt essen gehen. auch ein döner aus dem schnellimbiss kann teurer sein als wenn du dir zu hause irgendwas kreatives kochst. und achte im supermarkt auf die preisfallen: immer preis pro kilo vergleichen, denn meistens lohnen sich großpackungen mehr als kleine.

hier in deutschland haben wir übrigens ausgezeichnetes leitungswasser. softdrinks und abgefüllte fruchtsäfte sind sowieso voller zucker, und bei leitungswasser muss man auch keine sprudelflaschen schleppen. vlt lohnt es sich ja, in einen wasserfilter zu investieren.

mehr fällt mir zur zeit leider nicht ein, aber ich wünsche dir viel glück! und dir und deiner gruppe natürlich viel erfolg bei eurem projekt, aus so einer erfahrung lernt ihr bestimmt eine ganze menge =)

Moin,

 es wurden ja schon viele tipps gegeben. Für ein 3 Monatiges Projekt wirst du nicht in eine billigere Wohnung ziehen, es geht also mehr um den Alltag.

Ich spare z.Z auf eine mehrjährige Reise. Meine Taktik ist einfach, wenn mein Gehalt kommt ziehe ich die fixen Kosten ab (Miete, Strom, etc.....) Dann buche ich die Summe die ich einsparen will aufs Sparbuch um und mit dem Rest komme ich über den Monat. Um mir das einfacher zu machen teile ich das budget auf die Wochen auf. Das macht es leichter den Überblick zu behalten und gibt mir die Möglichkeit das Kino oder den Kneipenbesuch am Wochenende über die Woche rauszusparen.

Kochen frisches Gemüse der Saison, wenig Fleisch. Fertigprodukte sind oft teurer als frisch kochen

Strom sparen, wenn ich nicht zu hause bin wird alles abgeschaltet und die Stecker gezogen

Heizung aus wenn ich nicht zu hause bin. Ich trage zuhause im Winter Pullover, und heize nur so viel wie nötig.

Verzichten muß ich auf nichts, ich organisiere mich nur besser, statt teuren Kaffee to go nehm ich z. B. ne Termoskanne mit.

Schau dir mal deine Versicherungsverträge an und überlege, was davon wirklich notwendig ist, also für dich, nicht für die Versicherungsgesellschaft :)

Mit deiner Einstellung brauchst du keine Tipps.

Und was soll mit diesem schon falsch betitelten "Experiment" bewiesen werden? Dass es durchaus möglich ist, mit wenig Geld über die Runden zu kommen? Ist es.

Ein Sozialprojekt wäre, wenn ihr was für bedürftige Menschen tun würdet. Zu denen übrigens auch viele Rentner gehören. Von Kindern ganz abgesehen.

Diese "Art Menschen", wie du sie weiter unten betitelt hast, haben oft auch oft hart gearbeitet und hängen nicht den ganzen Tag faul in der Gegend herum!

Ihr wollt euch doch bloß profilieren.........

Aber ich sag dir trotzdem was: Nimm dir 730 Euro, bezahle davon deine Miete, Umlagen, Versicherungen und anderen monatlichen Ausgaben, wie Internet/Handy und Sprit fürs Auto. Denn auch Leistungsempfänger haben Autos, um damit zur Arbeit zu fahren.

Und vom Rest lebe. Abziehen brauchst du nur die GEZ.

rlstevenson 24.11.2016, 12:42

Denn auch Leistungsempfänger haben Autos, um damit zur Arbeit zu fahren.

???

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Nashota 24.11.2016, 13:02
@rlstevenson

Ja, stell dir vor. Viele Leistungsempfänger gehen einer Arbeit nach. Sie können nur nicht voll davon leben.

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rlstevenson 24.11.2016, 13:41
@Nashota

Das sind Aufstocker. Da wird ja hinzuverdient. Und die Miete wird dennoch übernommen. Es wäre alles viel einfacher mit einem BGE. H4 ist nur ein Haufen Verwaltungsaufwand und in erster Linie verdienen sich die Wohnungsbaugesellschaften dumm und dämlich, weil sich das Zusammenziehen nicht lohnt.

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Nashota 24.11.2016, 13:55
@rlstevenson

Ja, sicher sind das Aufstocker. Und das Dazuverdiente wird gegengerechnet, dass unterm Strich wenig wirklich mehr an Geld ist. Es wird aber getan, um eben nicht nur zuhause herumzusitzen und sich Faulheit nachsagen lassen zu müssen.

Und die Wohnungsgesellschaften sind nicht diejenigen, welche. Die Vorgaben der Angemessenheit macht die Stadt.

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Das ist natürlich nicht vergleichbar mit jemandem, der Hartz4 für lange Zeit also mindestens 1 Jahr bekommen hat.Denn nach 3 Monaten seid ihr ja wieder in Sicherheit, müsst auch nicht den schlechten Leumund, den Verlust von Freunden die sich abwenden,die psychischen Probleme die daraus entstehen , den Frust, die Scham, die Ausgrenzung ,den Umgang mit dem Amt,daraus entstehende Krankheiten,die dadurch reduzierte spätere Rente, erleben.Es ist eher ein Luxusexperiment.

rlstevenson 24.11.2016, 12:38

Schöne Freunde wären das!

Ich kenne mehr als nur eine Handvoll H4 Bezieher und es stimmt, der Umgang mit dem Amt ist mehr als lästig, aber ansonsten sind diese Menschen voll integriert, haben keinen schlechten Leumund und werden nicht ausgegrenzt. Es hängt doch sehr davon ab, in welchen Kreisen man sich bewegt.

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lifefree 24.11.2016, 22:58
@rlstevenson

Man kann sich die Welt auch schön reden.Aber die Realität sieht anders aus.

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Einige haben ausführlich beschrieben, welche Massnahmen man ergreifen muss, um mit dem Leistungssatz eines HartzIV Beziehers über die Runden zu kommen. Ich würde , um Wiederholungen zu vermeiden , den Leistungssatz eines Hartz IV Empfängers ermitteln. Diesen Satz durch die Anzahl der Tage eines Monats teilen, dann hätte ich einen Wert , wieiviel Geld mir pro Tag zur Verfügung steht. Das wäre dann meine Messlatte. Dann würde ich alle Fixkosten ermitteln und diese auch durch die Anzahl der Tage eines Monats teilen und diese von dem Bruttowert den ich zuvor ermittelt habe, abziehen. Dann wüsste ich genau wieviel Geld mir überhaupt zur Verfügung steht um den Lebensunterhalt und alles was man dringend braucht, bezahlen zu können. Berücksichtigt habe ich da keinerlei Sonderzuwendungen die es vom Amt gibt. ( Wohngeld, Kindergeld, Heizung ect.). Bei 400 € Leistungsbezug hättest du bei 30 Tagen im Monat einen täglichen Bruttosatz von 13.33 €. Davon ziehst du dann anteilig die Fixkosten ab und du wirst staunen, was dir da pro Tag an Geld noch übrig bleibt. Da kommst du locker unter die 10 € netto pro Tag.  Für 3 Monate kann man so ein Experiment schon mal durchziehen. Wer aber dauerhaft damit leben muss, für den ist es hart. Deshalb verstehe ich nicht, wie Langzeitarbeitslose damit umgehen können, anstatt sich einen Job zu suchen, der sie aus dieser Zwangsjacke befreit.

Nashota 24.11.2016, 07:35

Deshalb verstehe ich nicht, wie Langzeitarbeitslose damit umgehen können, anstatt sich einen Job zu suchen, der sie aus dieser Zwangsjacke befreit.

Woher hast du deine Weisheit, dass Leistungsempfänger nicht arbeiten oder alles tun, um aus Hartz IV herauszukommen?

Wohnst du in einer gut aufgestellten Gegend? Schön, dann freue dich darüber. Es gibt in Deutschland aber auch genug Ecken, wo die Menschen schon über kleine Arbeiten dankbar sind, die sie finden.

Und nein, es kann nicht jeder alles stehen-und liegenlassen, um einer Arbeit hinterherzuziehen.

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Ontario 24.11.2016, 11:21
@Nashota

Woher ich die Weisheit habe ? Ich kenne einige die schon seit Jahren Hartz IV Empfänger sind, sich jeden Tag morgens am Kiosk die "Bildungszeitung" und einen 6er Pack Bier holen, während ich mich aufmache um an die Arbeit zu gehen. Einige von denen arbeiten "nebenher", weil sie einen Beruf gelernt haben und durchaus in der Lage sind ,gute Arbeit abzuliefern. Das geht freilich an der Steuer vorbei und Gedanken darüber, dass keine Beiträge in die Rentenkasse gezahlt werden, darüber machen die sich keine Gedanken. Heute ist der Arbeitsmarkt so aufgestellt, dass fast jeder einen Job finden kann. Beamte müssen sich auch bereit erklären, einen Standortwechsel hinzunehmen, warum soll das nicht auch für Andere gelten ? Schliesslich kommt das Geld für die HartzIV Leistungen nicht aus den Taschen der Ämter, sondern aus Mitteln, welche die Steuerzahler aufzubringen haben. Ich bin in einer Branche tätig, in der dringend jede Menge Arbeitskräfte, allerdngs mit Berufsausbildung, gesucht werden. Wir bekommen niemanden und einige mir gut bekannte Firmen klagen darüber, dass sie an Personalmangel leiden. Hier geht es nicht um Mindestlohnjobs, sondern um gut bezahlte Arbeitsplätze. Ich wohne im Großraum Frankfurt und glaube, dass die Gegend in der ich wohne gut aufgestellt ist. Es gibt viele Pendler die Tag für Tag in unser Gebiet von ausserhalb kommen, manche Fahren da Tag für Tag 80 Kilometer und mehr. Haben ihr Eigenheim am Wohnort, finden dort aber keine passende Arbeit. Die ziehen keiner Arbeit hinterher, die nehmen all die Strapazen auf sich, denen sie Tag für Tag ausgesetzt sind. Es blüht ein Schwarzmarkt der seitens der Ämter nicht kontrolliert wird. Wer neben dem Bezug von Hartz IV Leistungen "schwarz" arbeiten geht, dem sollte man die Leistungen streichen.Auch wenn dir meine Meinung nicht passt, ich habe damit kein Problem, weil ich jeden Tag sehe, an was es bei uns krankt. 

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Nashota 24.11.2016, 16:12
@Ontario

Und von diesen "einigen" rechnest du auf alle anderen hoch? Diesen Denkfehler verbreitet schon das Verblödungsfernsehen.......

Ja, es nehmen viele Menschen weite Wege auf sich, um zur Arbeit zu kommen. Ist es aber der Sinn einer Arbeit, vorher und nachher noch stundenlang auf der Autobahn zu verbringen? Rechnen tut sich das nur halbwegs für die, die noch einen Mitverdiener haben.

Eine Bekannte sollte für einen Halbtagsjob in der Pflege 50km fahren. Das, was sie in den Sprit hätte investieren müssen, hätte den Lohn zu großen Teilen aufgefressen. Lohnt sich also nicht, nur um sagen zu können, dass man arbeiten geht.

Und was das Ding mit der Berufsausbildung angeht: In der Branche meiner Tochter im Gastronomiebereich wurden sehr oft Studenten eingestellt, um Stoßzeiten abzufangen. Kurz angelernt und gut war.

Es brauchte sich nur nicht zu dumm angestellt werden, das hat den großen Chefs gereicht. Meine Tochter und ihre Kollegen haben sich nicht nur einmal gefragt, für was sie 3 Jahre gelernt haben.

Und das ist in vielen Branchen so. Es arbeiten so viele artfremd und ohne Ausbildung. Und vielen Chefs ist das auch nur recht, weil sie dann nicht soviel bezahlen müssen.

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Ontario 24.11.2016, 16:57
@Nashota

Dir unterlaufen einige Denkfehler. Wieviele Arbeitslose haben wir real, wenn man die geturkte Arbeitslosenstatistik mal aussen vor lässt ?

Andererseits werden jede Menge Fachkräfte gesucht und Stellen können nicht besetzt werden.

Ich rechne keinesfalls hoch, weil ich einige kenne. Nicht jeder ist für seine Situation verantwortlich, wenn er seinen Job verliert.

Du glaubst also, es sei sinnlos auch einige Kilometer zur Arbeit fahren zu müssen. Man muss eben abwägen, in welchem Verhältnis der Aufwand und die Kosten zum Einkommen stehen. Eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ist allemal besser, als HartzIV Empfänger zuhause zu sitzen und keine Beiträge in die Sozialversicherung eingezahlt werden. Zudem kann man einige Aufwändungen steuerlich geltend machen, wenn man einen Job hat der etwas weiter entfernt ist. Dann bliebe ja noch die Möglichkeit sich anderweitig zu informieren, ob es nicht in Wohnortnähe eine Stelle gibt.

Sicher gibt es Arbeitsplätze an denen nur ein Anlernen ausreicht. Damit deckt man keine speziellen Anforderungen ab, sondern eher leichtere. nicht so anspruchsvolle Tätigkeiten. Wer bei Mc Donalds den ganzen Tag nur Pommes frittiert der braucht dazu keine Ausbildung. In guten Hotels wird sicher keiner die Gäste bedienen dürfen, wenn er den Job nicht gelenrt hat. Man muss eben auch unterscheiden in welcher Branche und Betrieb man tätig ist.

Wer aber die Geräte, Einrichtungen um bei Mc Donalds zu bleiben, entwickelt, diese anschliesst, damit alles reibungslos funktioniert der wird nicht umhinkommen, das gelernt zu haben. Oder glaubst du, dass man da jeden von der Strasse nehmen kann, damit der Chef Geld spart ?

Diejenigen die nichts gelernt haben, sind aber die Ersten, so es um Stellenabbau geht, die entlassen werden.

Ich kann mir nicht vorstellen in meiner Branche einen zu nehmen, der keine statische Berechnung erstellen kann. Da kann man keinen nehmen der kein Studium absolviert hat. Eine Lehre oder ein Studium hat immer Sinn. Nur dann kann man sich hocharbeiten und die anderen, die nichts gelernt haben, bleiben eben auf der Strecke.

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also um zu sparen sollte man die monatilchen ausgaben soweit wie möglich senken.

das bedeutet sich einzuschränken, oft ist es so das man eine große Wohnung zur Verfügung hat obwohl eine kleine ausreichen würde.

hier kann man am meisten sparen,

eine kleine wohnung mit geringen kosten suchen, eventuell WG in der die Anschlußkosten geteilt werden.

oder Wohncontainer, klein und übersichtlich

außerdem sollte man entrümpeln und weggeben was man nicht unbedingt benötigt, verschenken, verkaufen, entsorgen.

weniger ist mehr.

Essen sollte gut geplant sein, möglichst kleine Portionen und möglichst frisch kaufen, also Käsetheke, Fleischtheke, etc

Dinge gebraucht kaufen und viel tauschen.

Wer sich so reduziert wird automatisch mit mehr Menschen in Kontakt kommen weil man immer mal etwas benötigt oder Hilfe braucht, das fördert die Kommunikation und reduziert die Müllberge

rlstevenson 24.11.2016, 12:34

das bedeutet sich einzuschränken, oft ist es so das man eine große
Wohnung zur Verfügung hat obwohl eine kleine ausreichen würde.

Das ergibt beim Bezug von H4 keinen Sinn, da das "gesparte" Geld nicht dem H4 Empfänger zur Verfügung steht.

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mariannelund 27.11.2016, 14:37
@rlstevenson

es gibt sehr viele Menschen die nur 400,-€ zur Verfügung haben oder sogar noch weniger wenn alles bezahlt ist, Miete, Strom, etc

Man muß nicht harz4 bekommen um diese Situation zu erleben zu müssen.

kann man denn heutzutage noch sparen, oder muß man sagen das man Geld für besondere Fälle zurücklegt, weil immer was passiert.

Früher hat man Geld gespart um sich mal was zu gönnen oder um Reichtum anzuhäufen, das gibt es heute nicht mehr.

Wer heute Geld spart tut das um in Notsituationen noch Möglichkeiten zu haben.

Konsumverzicht und Askese würd ich empfehlen

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also von 400.- Regelsatz gehn ab:

Strom, Gas, Telefon, Internet; Monatskarte; Raten für Anschaffungen (zB OTTO) Rücklagen für Sonderausgaben (Bekleidung, Brille, Zuzahlungen Arzt/Medikamente).

Bleiben (hoffentlich) 160.-  für ALDI. Also 40,-€ pro Person und Woche, mit

Kosmetik (?), Seife, Waschpulver (3,50), Spülmittel, Allzweckreiniger.

Brot, Kartoffeln, Spagetti, viel Gemüse, Obst; Tiefkühlkost; Milch; Rapsöl; Kaffe, Tee, Salz, Zucker, Gewürz, Nüsse.

Täglich darfst du aber nicht mehr als 6,- € bei ALDI ausgeben, und auch sonst nirgends hingehn.

Theater, Kino, Volkshochschule oder so was ist eh nicht drin. Das müßtest sonst von dein ALDI Budget abziehen.

Und wenn de das Pech hast, lebst in ner 2er Bedarfsgemeinschaft, kriegste pro Person nicht 400.- sondern bloß 360.-  zur Strafe, dir soll ja nicht wohl werden.

Vergiss nicht, dass zusätzlich zu H4 die Miete gezahlt wird. Sonst seid Ihr nämlich schon am ersten Tag pleite.

FrauFanta 24.11.2016, 12:39

Von den 400€ muss auch die Miete gezahlt werden?  Nein, das glaube ich nicht!

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rlstevenson 24.11.2016, 12:44
@FrauFanta

Eben nicht. Das wollte ich damit doch ausdrücken, dass die Miete zusätzlich zum H4 Satz gezahlt wird.

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Pasta wie Penne, Spirellis oder Farfalle brauchen nicht gekocht zu werden.

In genügend gesalztes Wasser einlegen und nach 4-5 Stunden sind die weich. Soße aus dem Glas über die Pasta und für 40 Sekunden in die Mikrowelle. Mit Spaghettis geht das nicht weil die zusammenkleben.

Kartoffel hab ich  roh ( aber geschält ) gegessen. Nach zwei bis drei mittelgroßen  war ich satt. Vermutlich liegts dadran das beim Kochen die Stärke ausgekocht wird.

Strom und/oder Gastarife checken.

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