Wer hat Gott erschaffen (V. 2)?

42 Antworten

Hallo DeinPater,

diese Frage ist schon von vielen gestellt worden. In der Bibel steht folgendes über Gottes Existenz: "Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat. Somit brauchte er auch von niemandem erschaffen zu werden.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen? Es gibt vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dem wir jedoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Unendlichkeit des Weltalls. Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, die Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken. Die Bibel bestätigt das, wenn sie sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf Vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen?

LG Philipp

So wie ich das sehe ist Gott nicht als Gott erschaffen worden, sondern er wurde im Laufe seiner Entwicklung zu (einem) Gott. Er wurde ja auch dadurch zu einem Schöpfer, weil er die (bzw. eine) Schöpfung erschaffen hat. Als Wesen kann er durchaus ebenso Eltern haben, wie jedes andere Wesen entsprechend seiner Art Eltern haben kann. Das bedeutet deshalb aber noch nicht, dass diese für diese Schöpfung Gott sind, denn nicht seine Eltern haben diese Schöpfung erschaffen, sondern der Schöpfer selbst. 

In diesem Sinne kann man es mit einem Programmierer vergleichen, der eine virtuelle Realität programmiert. Er selbst ist sehr wahrscheinlich nicht das erste Wesen, sondern es gab unzählige Generationen vor ihm und auch er selbst hat oder hatte direkte Vorfahren, also seine Eltern. Aber nicht seine Vorfahren oder seine Eltern haben diese VR programmiert, sondern er selbst. Er ist also entsprechend der Schöpfer der VR, die er programmiert hat und sofern er sie so programmiert hat (was wohl weise ist, um eventuelle Bugs auszutreiben), kann er Wissen über diese VR nutzen, um Dinge zu tun, die anderen (ohne Cheats) nicht möglich sind. In gewisser Hinsicht kann man auch dies auf Gott übertragen, der, ebenso wie Christus als sein Sohn, Dinge tun konnte, die für den Menschen eigentlich unvorstellbar erscheinen, da die wenigsten Menschen auch nur einen Hauch einer Ahnung davon haben, wie diese ansatzweise hätten möglich sein können. (Aufgrund von letzterem wird von manchen Menschen gern behauptet, dass die entsprechenden Handlungen Jesu eigentlich nur Gleichnisse waren, wobei sie dann aber munter ignorieren, dass Gleichnisse grundsätzlich in zumindest einem der vier Evangelien erklärt wurden, aber Wunder keine mit den Gleichnissen vergleichbar Botschaft hatten und daher auch nicht entsprechend den Gleichnissen erklärt wurden. Andere wiederum lehnen nicht nur die Wunder, sondern oft auch die Bibel als Märchen(buch) ab. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man insbesondere mit letzteren Menschen sich nicht vernünftig über die Bibel unterhalten kann, gerade weil sie die Basis einer solchen Unterhaltung rundweg ablehnen.)

er kann nicht nur Eltern haben Gott hat Eltern in der melkehzistischen Legende hir erferst du die Wahrheit die du wissen möchtest aber es ist nur eine Legende die wahren kann also versteifen dich nicht Soser darein und teil es mit jedem:http://youtu.be/FLKUQJaA4YU

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Das ist der zweite Teil der Legende guck erstmal den ersten damit sie Reihenfolge verstehen:http://youtu.be/wzAY4pOaHio

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@mertiii

Nimm es mir bitte nicht übel, aber wenn die Rechtschreibung dort so ist, wie die Deine, lasse ich es lieber bleiben, diesen beiden Links zu folgen. Abgesehen davon kann man in Antworten und Kommentaren seit einiger Zeit mehrere Links einfügen und muss nicht mehr für jeden Link einen einzelnen Kommentar oder Antwort schreiben, was ich persönlich sehr begrüße. 

Vielen Dank allerdings für Deine Mühe, aber wenn es um Gott geht, orientiere ich mich immer noch an der Bibel, und als Mormone zu einem gewissen Teil auch noch an dem Buch Mormon, aber die "melkehizistische[...] Legende" ist mir trotzdem noch fremd (ähnlich wie die Kabbala, die angeblich einen Bezug auf den jüdischen Glauben und somit auch auf das Alte Testament haben soll). Gegenwärtig sehe ich keinen Anlass, mich für beides näher zu interessieren, denn für mich ist die Frage, woher Gott stammt, nicht ausreichend relevant genug, um eine Quelle zu akzeptieren, die auch wieder bestenfalls nur inspiriert ist. 

Wenn die Frage für mich relevant genug ist, und ich Gott (vielleicht im Leben nach dem Tod) begegne, kann ich ihn ja mal fragen, wer vor ihm da war. Allerdings kann ich dann sehr wahrscheinlich hier nicht mehr antworten. :)

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Gedankenexperiment:  

Der Mensch, 200 Jahre weiter, findet einen Planeten der alle Vorraussetzungen für ein langfristiges Leben bietet. Nun schaffen Wissenschaftler auf Grundlage unserer DNA ein perfekt an den neuen Planeten angepassten Hybriden mit Hilfe eines einheimischen Humanoidem und siedelt diesen als "Konkurrenzprodukt" zur dort bestehenden Evolution an. 

Ist nun der Mensch stehend auf eine herachistufe über diesen Wesen ein stückweit Gott? 

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