Wer hat euch beigebracht, das Leben (mehr) zu schätzen?

45 Antworten

Mein Vater und der Vater meiner Frau erkrankten an Krebs und überlebten es nicht, meine Frau hat die beiden bis zu ihrem Tod gepflegt. Danach ist meine Frau auch an Krebs erkrankt, nach OP's, Chemo und Strahlen hat sie es zum Glück geschafft und gilt jetzt als gesund. Ich war selbständig und galt als Workaholiker, plötzlich konnte ich mir Zeit nehmen und habe meine Frau zu all ihren Behandlungsterminen begleitet und als Hausmann den Haushalt so gut wie möglich gemacht.

Wenn man in solchen Situationen kommt, macht man sich öfters Gedanken über die Vergangenheit und vor allem über die Gegenwart und die Zukunft.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich muss ehrlich sagen meistens sind es sogar filme oder serien bei mir gewesen. Am meisten eben superhelden vor allem als kind weil einem immer und immer wieder gepredigt haben wie wichtig leben ist. Dennoch hatte ich natürlich auch schlechte zeiten und ich hatte einmal ein schönes ereignis. Ich bin auf einem spaziergang an einem fluss gewesen und habe mich mal wieder gefragt wie viel sinn das leben macht. Dann stand am rand kaum 2 meter von mir entfernt ein reiher und der hat mich einfach angeschaut und ich ihn. Es war wirklich ein komischer moment aber er hatte für mich bedeutung. Es schien mir fast so als wär der sinn dass ich diesen reiher jetzt in dem moment sehen darf und wie er da ganz ungehemmt am ufer steht. Der mond hat dabei auch noch einen schönen schimmer auf der wasseroberfläche hinterlassen. Es war jetzt kein erleuchtendes ereignis oder so aber in dem moment hat es sich schön angefühlt jetzt dort zu sein

hinreißend. ich habe ähnliches mit den liebsten menschen zu den jeweiligen lebzeiten erlebt. am schönsten war es meistens wenn ich jemanden hatte in den ich verliebt war. aber auch mit normalen freunden und auch allein kann man sich wunder anvertrauen das stimmt

1

Es war bei mir, wie bei so vielen, Krebs mit Metastasen, der mich 2011 mit dem Tod konfrontierte. Ich war noch so jung, ein Alter, in dem "man noch nicht stirbt", sondern das Leben geniessen sollte.

Fuer mich ein kleines Wunder: Ich lebe immer noch, nicht besonders gut, aber auch nicht so schlecht, dass ich mich beklagen muss.Der Krebs hat vieles in meinem Leben veraendert. Im vergangenen Sommer bei einem PET CT war er nicht (mehr) nachweisbar. Ich kann nicht mehr alles machen, habe nicht mehr die Kraft, Ausdauer und Konzentration wie vor der Diagnose, aber ich freue mich ueber jeden Tag, den ich weiterleben darf. Das Leben ist schoen - und es gibt noch so viel Neues zu erleben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich wünsche dir alles Gute! ❤️

4

Das fand 2018 statt. Mein Vater starb überraschend und ab dem Moment wurde mir bewusst, dass das Leben wertvoll ist und man es schätzen sollte. Wir leben großteils nicht wirklich, sondern existieren lediglich. Und dafür ist das Leben viel zu kurz.

Also beigebracht an sich hat es mir keiner, aber dieser Moment hat mich so stark geprägt, dass mir das von alleine bewusst wurde.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrung

Mein eigener Körper hat es mir beigebracht, als ich 16 Jahre alt war. Damals wurden meine Schrumpfnieren diagnostiziert, 16 Monate später war ich dialysepflichtig.

Was möchtest Du wissen?