Wer hat Erfahrungen mit Ritalin bei ADS gemacht?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe selbst lange Zeit Ritalin genommen und kann nur sagen: Sich in schnellen Ratgeber Communitys beraten zu lassen ist sicherlich zu Oberflächlich. Das Mittel greift tief in die Psyche des Kindes ein. Ich bin nicht gegen medikamentation, ganz im gegenteil, aber das ganze soltte seht gut bedacht werden. Hier ein gutes Forum:

http://www.adhs-anderswelt.de/

Ansonsten muss ich sagen dass eine medikamentation sowohl wunder bewirken kann als auch alles schlimer machen kann. Man sollte also evtl eine anfrage mit merh informationen in (z.B.) entsprechende Foren stellen. Auch die nebenwirkungen (appetitmangel, schlaflosigkeit, etc...) sind zu beachten

Viel Glück, Julian

Das ist mal eine kompetente Antwort - vielen Dank :-)

0

nachtrag: die ganze Diskussion in diesem artikel zeigt deutlich, wie kontrovers darüber (meist mit halbwissen) diskutiert wird. Gäbe es patentlösungen, gäbe es auch die diskussion nicht.

0

Ich glaube nicht, dass Kinder, die ADS haben, von faulen Eltern herangezogen wurden. Ich komme aus einer sozial starken Familie, habe 3 ältere Geschwister und meine Eltern sind seit 32 Jahren verheiratet. Wir Kinder sind alle zum Gymnasium gegangen, gehörten in der Grundschule immer zu den Besten. Die Verschiedenheit der Geschwister wurde besonders sichtbar, als ich in der 9. Klasse war, während mein größerer Bruder in der 10. war. Durch emotionale Schwankungen ( ich hatte 1 Jahr davor Diabetes Typ 1 vererbt bekommen) und den typischen Jugendproblemen fingen meine Noten an schlechter zu werden - und zwar erheblich. Meine Eltern dachten zumindest es wäre eine pubertäre Phase, ich wäre stur, bockig und würde gerne Streit anfangen. Die Spannungen bei uns zu Hause wurden unerträglich, neben den schulischen Problemen, Hilfe im Haushalt und dem Handling meiner Krankheit. Meine Mutter suchte Rat bei einer Freundin, deren Tochter Ritalin nimmt und erkannte mein Verhalten in dem ihrer Tochter wieder. Wir gingen also kurz vor meiner Volljährigkeit zu einem Arzt, der mit mir Intelligenz- und Konzentrationstests machte. Mit einem überdurchschnittlich hohen IQ aber einer ziemlich krassen Konzentrationsstöring, die nun endlich bewiesen werden konnte, fingen wir eine Therapie mit Ritalin an. Die Wochen danach waren für mich wie ein riesiger Befreiungsschlag, ich hörte auf vor mir her zu träumen, konnte für meine wichtigen Klausuren Stunden durchlernen und war viel ausgeglichener, wie ich es sonst fast nie war. Wie ich mich mit Ritalin benehme, sagt meine Mutter, ist keine Wesensveränderung, sondern das bin wirklich Ich, ihr Kind, was sie auch immer wusste, wo ich nur nie die Möglichkeit hatte es auszuleben. Zu sagen, Ritalin wäre Doping und eine Droge, halte ich für schwachsinn. Wenn ich am Wochenende ausgehe, nehme ich auch kein Ritalin und ich habe keinerlei Suchterscheinung. Ich kann nur sagen, dass es mein Leben lebenswerte gemacht hat und ich nach einer schweren depressiven Phase endlich das Gefühl habe, ich selbst zu sein!

Hallo... Ich habe mir ein paar Antworten durchgelesen und musste ein paar mal den Kopf schütteln... Ritalin ist eine Droge... Ist gefährlich usw... So was schreiben Menschen die sich nie ordentlich vom Arzt aufklären ließen. Die keine Kinder oder Erfahrungen damit haben. Die nicht wissen was das für eine Belastung ist für das Kind und natürlich auch für die Eltern. Den wir wollen ja alles das beste für unsere kleinen.
Klar hat ritalin Nebenwirkungen... Wie fast jedes Medikament... Bei meinem Sohn (4) wurde ADHS diagnostiziert. Das war natürlich ein schwerer schlag für uns... Ich habe mich von Anfang an gegen eine Behandlung mit jeglichen Medikamente gestellt... noch dazu weil ritalin nicht heilt sondern unterdrückt. Ich habe mich dann mit meiner Ärztin zusammen gesetzt und wir haben alles besprochen. Zuerst werden verschiedene Therapien gemacht da man einen Teil davon wegtrainieren kann. Ein halbes Jahr vor der Einschulung wird dann erneut getestet wie weit und ob sich die Symptome vom ADHS gebessert haben. Dann wird entschieden ob es ohne Medikamente geht oder ob so eine Behandlung notwendig ist um meinem Kind den Lebensweg do leicht wie möglich zu machen. Ritalin ist eine Droge für Menschen die nicht an ad(h)s leiden. Da das Medikament dann auch anders wirkt als bei Menschen mit adhs. Ritalin wurde unter drogenschutz gestellt da es von Menschen mit lerndruck Missbraucht wurde. Mittlerweile bin ich so weit das ich es in Erwägung ziehe. Da ich meinem Kind das Leben nicht unnötig erschweren will. Also sollte er das benötigen dann wird es behandelt. Adhs ist nicht heilbar. Also entscheidet man sich dafür das das Kind ohne Probleme durch die Schulzeit kommt Dank ritalin oder das Kind quält sich durch. Was für das Kind dann die bessere Variante ist brauch ich ja jz nicht mehr zu sagen. Die Kinder werden mal erwachsen und so schlimm es auch klingt. Haben wir uns für den falschen Weg entschieden werden sie uns die schuld daran geben

Was möchtest Du wissen?