Wer hat Erfahrungen mit Öfen von Kago?

17 Antworten

Pro: sehr gute, sorgfältige Planung und Umsetzung; Kontra: kein billiges Vergnügen, weil KAGO-Vertreter nur auf Provisionsbasis arbeiten und die Tricks kennen, mit denen man die Kündigungsmöglichkeit bei Hausverkäufen umgeht.

Ausgangs-Situation: in einer ETW, die wir seit fast 30 Jahren bewohnen, gab es einen offenen Kamin, der zwar schön aussah, aber praktisch unbenutzbar war, weil der Kamin-Zug nicht ausreichte.

Vorgeschichte: Meine Frau hat eine Messe besucht und dort KAGO-Öfen angesehen. Ein Vertreter kam natürlich gerne zu ihr (ich war abwesend), begutachtete die Situation und entwarf ihr einen entsprechenden Kaminofen mit detailliertem Kostenplan. Wegen eines möglichen "Messerabatts" sollte der Deal rasch abgeschlossen werden -- natürlich mit einem Verzicht auf den bei Hausverkäufen möglichen Widerruf garniert. Der Abbau des alten Kamins und der Aufbau des Kaminofens (drei Glasflächen) war im Preis inbegriffen. Um den Gesamtbetrag noch vierstellig zu halten, wurde Vorauskasse vereinbart.

Bauchgrimmen: Nachdem meine Frau den Vertrag unterschrieben hatte, recherchierte ich im Internet über KAGO -- und las fast ausschließlich Berichte mit sehr negativem Tenor. Wir besuchten die örtliche KAGO-Ausstellung, ließen von einem der (gerade anwesenden) Vertreter die Kostenaufstellung nochmals überprüfen, durften verschiedene Extras auswählen, verzichteten auf den Vorauskasse-Rabatt und hatten dafür dann innerhalb von vier Wochen ein Drittel des Betrags anzuzahlen, den Rest in Form von Direkt-Inkasso, fällig nach Aufbau des Ofens. Da kann man dann immerhin noch eventuelle Mängel anmahnen und Geld einbehalten.

Planungsphase: Die Konstruktionszeichnungen wurden zweimal unterbreitet, kleine Änderungen wurden noch eingearbeitet. Schließlich wurde ein Termin für den Aufbau vereinbart. Er lag übrigens ein Vierteljahr nach dem Kauftermin -- dazwischen war Jahresende. Und da ein neu gebauter Ofen vier Wochen nicht geheizt werden soll, war teutonische Hast ohnehin nicht angesagt.

Ausführung: Ein KAGO-Team, bestehend aus zwei Mann, erschien zum vereinbarten Termin im Januar 2008. Wir hatten alle Möbel mit Folien abgedeckt und genügend Platz zum Arbeiten frei gemacht. Die KAGO-Leute legten noch den Boden und den Weg zum Hauseingang mit Folie aus und machten sich an den Abbau des alten Kamins mit seiner Esse -- eine unglaublich staubige Angelegenheit. Es wurde sehr sorgfältig gearbeitet, die Fliesen, die den alten Kamin umgrenzt hatten, waren zu erhalten und an zwei Stellen durch beim Abbau gewonnene Sockel-Fliesen zu ergänzen (die Grundfläche, die der Sockel des neuen Ofens bedeckt, war nicht völlig identisch mit der des alten Kamins). Der Abbau-Schutt wurde übrigens vollständig auf den LKW der Firma KAGO verladen. Der Aufbau erfolgte danach zügig. Zwischendrin erschien der Schornsteinfeger und gab noch Hinweise, wie mit der Rauchrohr-Einführung zu verfahren sei. Nach etwa 12 Stunden Arbeit war das Werk, Abbau und Aufbau, vollendet. Restliche Feinarbeiten (Rauputz um Teile des Kamins -- nicht des Kamins selbst -- und farbliche Abstimmung -- Dispersionsfarbe) haben wir selber erledigt. Das Ganze sieht jetzt außerordentlich gut aus.

Erfahrungen: Nach vier Wochen Trocknungszeit konnten wir den Kaminofen beheizen. Der Schornsteinfeger erschien nochmals unangemeldet und begutachtete den Kaminofen. Er sah sich insbesondere mit Hilfe eines eingeführten Spiegels die Einführung des Rauchrohrs in den Kaminzug an -- und gab Laute des Entzückens von sich: alle seine Instruktionen seien perfekt umgesetzt (Ofenrohr in Schamott-Rohr eingeführt, Abdichtungen). Das sei alles andere als selbstverständlich -- fast immer werde da gepfuscht. Die vom Kaminfeger angeordnete Koppelung der Esse in der Küche mit einem Funkschalter, der sich nur bei gekipptem Küchenfenster öffnet, hatte ich selbst realisiert. Sie war, da gerade gekocht wurde, sogar aktiv. Auch das wurde beifällig zur Kenntnis genommen. Wegen eines Rauchgas-Filters bräuchten wir uns im Übrigen keine Sorgen zu machen. Es sei alles OK.

Fazit: Ein teures Vergnügen, aber technisch bestens realisiert und fachmännisch perfekt ausgeführt. Zudem: ästhetisch auf hohem Niveau. Da die KAGO-Vertreter nur auf der Basis von Provision arbeiten, sind sie natürlich an raschen, unanfechtbaren Abschlüssen interessiert. Hier sollte man sich daher, bevor man unterschreibt, an die Devise ‘Eile mit Weile’ halten. Dafür werden dann aber Abmachungen (wie in unsrem Fall Erhalt der Fliesen um den Kamin) protokolliert und realisiert.

Epilog 2014: In den ganzen Jahren keinerlei Probleme mit dem Ofen.

Ich auch nie wieder

Habe vor ca 10 Jahren auch einen Kagoofen gekauft und da es ein gemauerter Ofen war von einem Freund aufbauen lassen. Der wunderte sich als erstes wie man in so einem Ofen keine Schamottsteine sondern Porotonsteine einbauen kann.Die überhaupt keine Wärme halten können

Als zweites hatte mein Marmor einen Riss der durch eine Platte ging. dieses hatte Kago sich aber im Vertrag zusichern lassen, das zweit oder drittklaasige Ware nicht stornofähig ist.

Als drittes hab ich mir im nachhinein von einen Ofenbauer ein Angebot machen lassen was so ein Ofen bei ihm gekostet hätte. dieses Angebot lag 20% unter dem von Kago.Inklusive erstklassige Marmorplatten und innenliegende Schamottsteine.

Im nachhinein der größte Fehler bei meinem Hausbau

Hier mal ein kleiner Auszug aus unseren aktuellen Erfahrungen mit kago: haben im März 2012 auf der messe in Dortmund einen Vertrag unterschrieben. (Sowohl meine Frau und ich, wie auch meine Eltern). Liefertermin war abgestimmt für sep 2012... super-sonderangebot... hahaha. Wir haben beide den Ofen übrigens noch nicht. Anfang sep wsollte ich mal nachhhören ob alles klappen wird, da erfuhr ich dann dass unser Modell aus dem Verkauf genommen wurde... danke für die frühzeitige Info... also wieder ins studio und den Kamin mit kacheln ausgesucht. Wochen später dann ein Angebot bekommen mit dem Hinweis dass die ausgesuchte kachelfarbe nicht mehr produziert wird. Letzte Woche wurde der Kamin meiner Eltern angeliefert und direkt wieder zurück genommen. Komplett verkratzt und die Hälfte fehlte. Seitdem funkstille. Dies war wirklich nur ein kurzer Auszug aus unzähligen Emails und telefonaten. Seitens kago kein Wort der Entschuldigung o.ä. Zum Glück ist der Winter jetzt vorbei und ich konnte ausreichend testen wie gut unsere fussbodenheizung funktioniert... :-) wie blöd wäre in der kalten Jahreszeit doch ein Kamin gewesen... haben uns jetzt beim örtlichen kaminstudio einen Ofen von Contra ausgesucht. Und der ist nicht einen Center teurer. Ganz im Gegenteil, sogar die Beratung war dort so dass man das Gefühl hatte die kennen sich ja tatsächlich mit dem aus was sie da verkaufen. Kann nur jedem raten die Finger von kago zu lassen. Hier der Region schaut mal nach flammenträume.

Habe bei Kago schon beim Kaufvertrag Lehrgeld gezahlt: "Tolles Angebot" wird unterbreitet, ohne die baulichen Gegebenheiten zu kennen. Keine klaren, schriftlichen Aussagen zur Qualität der angebotenen Ware (Heizkamin). Warum ich Kaufvertrag unterschrieben habe ist mir heute noch unklar. VOB wird erst nach unterschriebenen Kaufvertrag ausgehändigt. Anzahlung wird fällig - ca. 1/3 der Kaufsumme- wenn sich jemand von kago die baulichen Gegebenheiten wegen Realisierungmöglichkeit anschaut. Der kommt erst nach unterschriebenen Kaufvertrag ! Bei Rücktritt vom Kaufvertrag werden 25 % der Kaufsumme fällig - ist wohl rechtlich nicht zu beanstanden.

Mein Rat: nichts voreilig unterschreiben und Angebote von örtlichen Handwerksbetrieben einholen. Die schauen sich i.d.R. alles vorher an und machen dann ein realistischen, komplettes Angebot mit genauen, schriftlichen Angaben. Angebote waren bei mir sogar günstiger als von kago mit hochwertigen Materialien.

Ich habe seit einem Jahr einen Kamin von KAGO und kann nur raten, kauft bei dieser Firma keinen Ofen !!!! absolut aggressiver Verkaufstil, ohne kompetente Beratung, windige unseriöse Verträge "Nichts wirklich geklärt.....nur die Unterschrift zählt ! ",
Und wenn die Schluß- Rechnung mal bezahlt ist..... werden sie spüren worum es KAGO ausschließlich geht "das schnelle Geld", Kundenzufriedenheit sind nur leere Worte, Service ist für KAGO ein Fremdwort und mit der Gewährleistung will das Unternehmen erst recht nichts zu tun haben. WENN Sie Freude an Ihrem Ofen haben wollen, kaufen Sie diesen woanders !!!!! NICHT BEI KAGO !!!!

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