Wer hat Erfahrungen mit Naturhaarfarbe?

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7 Antworten

Also, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich habe mal die Flora Ton Haarfarbe Weißdorn ausprobiert. Ich wollte meine Haare einbisschen aufhellen und genau das habe ich erreicht. Die Haare werden nicht wasserstoffblond, aber geben den Haaren einen hellen Glanz und sehen natürlich aus. Ich find es super, auch wenn die Prozedur etwas eckelig ist, wenn man bedenkt dass man sich eine Art Matsche ins Haar schmiert.

Echte Naturfarben legen sich um das Haar herum und färben nur die äußere Schicht des Haares an. Dadurch verwäscht sich ein Teil dieser Farbpigmente wieder, was den Vorteil haben kann, dass der Nachwuchs weniger stark auffällt. Die Haare sind durch die Gerbsäuren, die in den Pflanzen enthalten sind vor äußeren Umwelteinflüssen stärker geschützt. Chemische Farben öffnen das Haar, dringen ein, ziehen vorhandene natürliche Farbpigmente zum Teil raus und bilden dann im Haar künstliche Pigmente. Dadurch ist die Farbpalette und die Haltbarkeit größer. Der Nachwuchs ist stärker sichtbar und die Haarstruktur wird allein durch das öffnen schon mehr angegriffen. Die Farbmittel egal ob chemisch oder natürlich unterscheiden nicht zwischen Haut und Haar. Das bedeutet: alles was man auf das Haar aufträgt, kommt auch auf die Kopfhaut und damit in den Körper. Es gibt nicht nur Henna, sondern auch andere Pflanzen, mit denen man Haare färben kann und folglich gibt es auch andere Farbtöne, wie z.B. Brauntöne oder auch schöne Blondtöne. Wenn eine Pflanzenhaarfarbe gut ist, erkennt man sie auch nicht. Unangenehm auffallen tun die karottenfarbenen Schöpfe, wo Henna pur auf weißem oder hellblondem Haar verwendet wurde. Das muss nicht sein.

Auf einer aktuellen Liste der EU-Kommission mit Haarfarben, die verboten werden sollen, finden sich auch einige pflanzliche Stoffe. Sind pflanzliche Haarfarben also doch ein Risiko? Bei genauem Hinsehen zeigt sich, dass es zwar bürokratische Bedenken, aber keine ernsthaften Belege für eine Gefährdung gibt. Beispiel Henna: Der zuständige wissenschaftliche Ausschuss der EU-Kommission beurteilt den Farbstoff Lawson als Gesundheitsrisiko. Weil die Substanz giftig für Nieren und Blut sei und vermutlich das Erbgut schädige, solle sie nicht in Kosmetika verwendet werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gelangte bei der Bewertung derselben Unterlagen hingegen zu der Überzeugung, dass "von Lawson nach heutigem Wissen kein erbgutschädigendes Risiko für den Menschen ausgeht". In den Tier- und Zellversuchen all dieser Studien wurde in den meisten Fällen nicht Hennapulver getestet, sondern der chemisch-synthetische Nachbau von Lawson. Bei den wenigen Versuchen mit Hennapulver konnte keine erbgutverändernde Eigenschaft nachgewiesen werden. Noch ist offen, welche Konsequenzen die EU aus diesen Einschätzungen zieht.

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