Wer hat Erfahrungen mit Escitalopram?

5 Antworten

Ich habe Erfahrungen zum einmal mit Cipralex und mit Escitalopram Heuman. Bekommen habe ich sie um einer Depression entgegen zu wirken und meine Erfahrung damit ist wechselhaft oder eher durchwachsen. Ich hatte das Gefühl mich wieder bewegen zu können, also den Antrieb um beispielsweise zu duschen und die Unordnung, zu dem Zeitpunkt aber eher Dreck, in Schritten zu beseitigen. Allerdings war dies immer noch stark von der Tagesform abhängig und wirklich konstant blieb die Wirkung nicht. Neben dem Antrieb zu den konstruktiven Aktivitäten, stieg aber auch gleichzeitig der Antrieb zu den destruktiven Facetten meines Verhaltens. Während der stark depressiven Phase kam es nicht mehr zu Selbstverletzungen. Ich dachte zwar viel daran aber ich konnte mich dazu nicht aufraffen - mit dem Einsatz des Medikamentes kam es allerdings auch zu Rückfällen. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt noch keine DBT (Störungsspezifische Therapie für eine BPS) hinter mir hatte.

Vertragen habe ich die Medikamente im großen und ganzen ganz gut. Die Nebenwirkungen hielten sich in Grenzen, gefühlt äußerte sich meine recht hohe Grundanspannung nur intensiver. Ich meine wesentlich mehr geschwitzt zu haben und es schwerer gehabt zu haben mich wieder zur Ruhe zu bringen, dass kann jedoch auch getäuscht haben.

Insgesamt ist Escitalopram empfehlenswert aber eben auch kein Wundermittel. Am Ende ist dann eine gute Therapie und die Unterstützung die vom Umfeld ausgeht immer noch die beste Medizin. Als zusätzliche Stütze kann man dort aber relativ bedenkenlos zugreifen würde ich sagen.

Nun aber - was ist deine eigentliche Frage?

Liebe Grüße.

Ich hab dieses Medikament Zuhause und weiß immer noch nicht ob ich sie nehmen soll , hatte in der Vergangenheit negative Erfahrung dieser Medikamente , außer dieses Escitalopram

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@jona31

Wenn dir das Medikament verschrieben wurde und du es, in entsprechender Dosis nehmen solltest, dann würde ich es auch rein prinzipiell machen. Wenn du aber negative Erfahrungen mit dem Medikament gemacht hast, dann wende dich an deinen behandelnden Psychiater oder Hausarzt und bespreche dies dort.

Es gibt viele verschiedene Antidepressive und manchmal muss man erst ausprobieren, was nun geht und was nicht.

Grüße.

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Ich habe Erfahrung mit Citalopram - ich nehme an, aber weiß nicht sicher, ob dies denselben Wirkstoff enthält. 

Ich habe es 2x für mehrere Monate genommen, nach der Diagnose Leichte Depression, Antriebslosigkeit, Trübsinn, Selbstmordgedanken. Ich glaube, dass C. mich gerettet hat, weil es die schlimmsten, schwärzesten Phasen etwas aufgehellt hat. Sonst hätte ich mich evtl. umgebracht. Was ich von heute aus gesehen als sehr schade empfinden würde. 
Letztes Jahr hab ich es spontan abgesetzt (was man eigentlich nicht tun soll!) - ich vermisse nichts, weil ich inzwischen meine Seele selbst ausbalancieren kann. 

Man kann aus einem tiefen, schwarzen Loch wieder herausfinden. Medikamente KÖNNEN dabei helfen. (ich bin ansonsten gar kein Freund der Pharmaindustrie)

Alles Gute!

Hallo, aufgrund angeblicher Depressionen, die ich ehrlich gesagt, überhaupt nicht empfinde, habe ich Citalopram verschrieben bekommen und auch fast 1 1/2 Jahre genommen. Ich habe keinerlei Auswirkungen gespürt, weder positiv, d. h. das sich an meinem Zustand nichts gebessert hat - wie auch, wenn nichts da ist. Aber auch nicht negativ, d. h. ich hatte keinerlei Nebenwirkungen. Ich konnte schon immer sehr schlecht schlafen, Citalopram sollte dies evtl. verursachen. Dann habe ich die Medikamente abgesetzt, es hat sich nichts geändert. Ich schlafe immer noch schlecht und bin immer noch der festen Überzeugung, daß die Diagnose "Depression" nur gestellt worden ist, weil man sich von Seiten der Ärzte nicht vorstellen kann, daß jemand, der mindestens 20 Operationen in seinem Leben über sich ergehen lassen mußte und etliche gesundheitsbedingte Baustellen im Körper hat, keine Selbstmordabsichten und Heulattacken hat.

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