Wer hat Erfahrungen mit einem Fremdwährungsdarlehen?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Die Fremdwährungsdarlehen lauten häufig auf Japanische Yen oder Schweizer Franken, die um einiges (ca. 2 - 4 % p.a.) niedrig verzinslicher sind als ein Eurodarlehn mit nahezu "gleicher" Tilgungs-/Zinszahlungsstruktur und Zinsbindungsfrist.

Unvorhersehbar für Dich, Salome, dürfte die Wechselkursentwicklung zwischen Euro und der Fremdwährung sein, sowohl kurzfristig (bis zur nächsten Zinszahlung) wie auch langfristig (bis zu den Tilgungsfälligkeiten). Daher wäre die Fremdwährungskreditaufnahme spekulativ, unkalkulierbar und gar töricht. Selbst wenn Du die gesparte Zinsdifferenz als Puffer anlegen würdest.

Wann trifft dieses Negativurteil nicht zu? Klassischer Fall: Du hast eine Erbschaft in genau dieser Fremdwährung rechtzeitig vor dem Tilgungstermin (ich vereinfache hiermit) zu erwarten. Ein anderer Fall (gilt aus Sicht des Finanzministers): Dein Restvermögen ist ausreichend groß, um "locker" negative Kursentwicklungen abzudecken.

Ein Beispiel: Ein Darlehen in Schweizer Franken ist für Kreditnehmer nahezu risikofrei, wenn sie grenznah wohnen und in der Schweiz arbeiten, d.h. Gehalt in der Fremdwährung beziehen. Das trifft aber für die wenigsten zu. Ansonsten stimme ich LittleArrow in all seinen Aussagen zu.

Was möchtest Du wissen?