Wer hat Erfahrungen mit ambulanten Erziehungshilfen?

5 Antworten

Hier bei uns in der Stadt gibt es die Möglichkeit, eine Tagesklinik aufzusuchen; und die (aus meiner Sicht wirklich empfehlenswerten) Angebote dort richten sich sowohl an die Kinder als auch die Eltern. Hier ist mal ein Link (möglicherweise gibt es bei dir in der Nähe ja Vergleichbares):

http://www.diako.de/diako-flensburg/diakonissenkrankenhaus-fl/kinder-und-jugendpsychiatrie.html

Ein weiterer möglicher Ansprechpartner wäre (wiederum: hier) das sog. ZkE: Zentrum für kooperative Erziehungshilfe - eine städtische Einrichtung.

Vielleicht wirst du fündig, wenn du entsprechend googelst.

Und ansonsten: Bist du ja -beruflicherseits- von der Materie nicht ganz so arg weit weg; so dass sich doch sicher Kontakte finden, wenn du dich bisschen umhörst (unter Kollegen, ansässigen Institutionen etc)?!

"elche Möglichkeiten gibt es eine ambulante Erziehungshilfe in Anspruch zu nehmen OHNE das Jugendamt zu involvieren?"

Eine, die Du dann selbst bezahlen musst. Vielleicht bieten die Träger ihre Dienst ja auch für Selbstzahler an, so wie auch Ärzte es tun.

Um eine Sozialleistung vom Staat bewilligt zu bekommen, muss man aber selbstverständlich einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen.

Dazu kann ich dir nur sagen, dass es in erster Linie auf den jeweiligen Familienhelfer ankommt. Da gibts gute und schlechte- wie bei jedem Beruf.

Als nächstes ist es wichtig, dass Eltern, Kind und Familienhilfe zusammenarbeiten- das ist nicht immer einfach.

Eine wirklich gute Familienhilfe zu bekommen ist Glückssache- meine Meinung.

Wir hatten damals 2 Damen- die eine war klasse, die andere...nu ja...nett aber nicht wirklich kompetent.

Das nächste Problem ist, dass die nur 1 - 2 x die Woche für eine Stunde kommen und dabei nicht wirklich viel Einblich erhalten. Also sowas wie die "Supernanny" (größte Zweifel meinerseits an dieser Fernsehtante!) ist das nun wirklich nicht.

Besser wäre vielleicht sowas wie eine systhemische Familientherapie bei einem guten Psychologen.

Bei uns hats damals nicht funktioniert, weil das betreffende Kind sich gegen wirklich Alles gesträubt und nicht mitgearbeitet hat- auch ein wichtiger Faktor!

Bekommen kann man die SpFHs nur übers Jugendamt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, wie halt der Gang zum Psychologen.

Erkundige dich mal beim JA, schildere deine Situation und frag welche Möglichkeiten ausser SpFH noch zur Auswahl stehen, und welche Institutionen eingebunden sind. Dann kannst du dich bei der betreffenden Institution über die Arbeitsweise und die Art der Ausbildung der Familienhilfen erkundigen.

Gute Familienhilfen sind froh über jede Familie, wo wirklich an Zusammenarbeit gelegen ist. Denn dort sehen sie wenigstens Ergebnisse. Diese Arbeit scheint nämlich ziemlich frustrierend zu sein.

Nimmst du deinen Beruf mit nach Hause?

Also bestehst du bei deinem Sohn auf die gleichen Regeln wie er sie von der Schule kennt? Oder kannst du auch mal gelassen sein und fünf gerade sein lassen?

Anstatt noch mehr erzieherisch auf ihn einzuwirken, würde ich schauen

  • ob gewisse Regeln zu Hause gelockert oder gar gestrichen werden können
  • ich mich über jede Kleinigkeit aufregen muss
  • Strafen und Verbote dich wirklich weiter bringen
  • auf eine Beziehung auf Vertrauensbasis hinarbeiten
  • schauen wo die eigene Grenzen liegen und gleichzeitig seine respektieren
  • auch wenn du in der Schule (leider!) werten musst, schaffe wenigstens in deiner Freizeit ihm gegenüber die wertende Sprache ab
  • fordere nicht mit Du-Sätzen, sondern äußere deine Wünsche in Ich-Sätzen
  • du kannst auch den Raum verlassen, wenn du gerade mit seinem Verhalten nicht zurecht kommst. Kannst ihm ja sagen "ich muss mal für 5 Minuten raus. Brauche meine Ruhe" oder so ähnlich.

Anstatt erst am Kind zu "doktern" würde ich schauen, wo ich mein Verhalten ändern kann.

Wunder vollbringen die o.g. Punkte nicht - aber sie können die eine oder andere Situation ungemein erleichtern.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

Hallo,habe gerade deinen Beitrag gelesen.Der ist ja schon etwas älter,meine Frage:Wie ist es gewesen?Habt ihr Hilfe bekommen?Was passierte dann?Ich bin dabei,Erziehungsbeistand zu beantragen,ich weiß aber nicht ,ob ich das richtige tue.....Mein Sohn ist 14,macht mir das Leben sehr schwer. LG!

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