Wer hat Erfahrung mit Risperdal bei Impulsivität und ADHS in Verbindung von Methylphenidat!

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10 Antworten

"Hey Ritalinkritiker? Ihr seid doch immer so drauf, als ob Ritalin/MPH nur dafür da ist um Kinder "ruhigzustellen". Jetzt haben wir mal mit Risperidon ein Medikament, mit welchem man es tatsächlich machen könnte und jetzt seid ihr nicht da?"

"Bin ich der Einzigste hier oder gibt es noch einen anderen der meint, dass Cannabidiol für den Einsatz als Neuroleptikum bei Nicht-Psychotikern für z.B. solche Fälle eher geeignet ist?" (Wohl eher nicht, da ja kaum jemand sich über Drogen informiert...)

Tja was soll man jetzt so sagen? Wenn die Nerven "dünn" werden und es sogar nachvollziehbare Gründe und Ursachen für bestimmte Probleme gibt, dann sollte man eben nicht mit Neuroleptika einen noch im Denken hemmen und die Nerven "noch dünner" machen.

Es ist halt so: Neuroleptika haben bei AD(H)S eigentlich nur in Ausnahmefällen - wenn überhaupt - zu suchen. Man sagt ja nicht umsonst, dass ADHSler zwar Probleme haben ihre Gedanken zu sortieren und viele "auf einen Schlag" kommen , aber jeden Gedanken zurückverfolgen können. Das ist eben der Unterschied zu einer Psychose, in der man seine Gedanken NICHT zurückverfolgen kann. Mit Neuroleptika schränkt man aber das "aufeinander-bauende" Denken ein. Damit könnte man einen nicht-psychotischen ADHSler dazu bringen, seine eigenen Gedanken gar nicht zurückverfolgen zu können. So kann man tatsächlich mit einem Antipsychotikum Psychosen auslösen.

Es ist auch unlogisch : AD(H)Slern wird nachgesagt, dass sie zu wenig Dopamin im Gehirn besitzen. Da ist es psychopharmakologisch doch völlig absurd mit einem dopamin-hemmenden Stoff wie Risperidon noch "Feuer ins Öl" zu kippen? Übrigens sieht man das doch auch am DRI MPH (Medikinet): Morgens Dopamin hochschrauben - nur um am Ende es wieder mit anderen Mitteln das ganze runterzuschrauben? Ich meine OK, ist ja nicht mein Gehirn...

Und "Upper + Downer"-Konsum an einem Tag ist ja auch nicht sooo unmöglich, lol.

Falls doch eine Behandlung mit Neuroleptika/Antipsychotika erwünscht ist: Risperidon gilt nicht umsonst unter Neuroleptika-Erfahrenen als "modernes Haldol". Risperidon ist sogar chemisch stark mit Haloperidol verwandt und ist auch wirkungs- und nebenwirkungstechnisch nichts weiteres als "entschärftes Haloperidol" bzw. wird es sogar im Vergleich zu anderen Neuroleptika scherzhaft fast als Nervengift genannt. Da es sich nicht einmal um eine schlimme Schizophrenie oder Psychotischen Phasen handelt, braucht man nicht mit so einem starken Antipsychotikum die Nerven kaputt zu machen. In dem Fall wären doch eher "harmlosere" (falls es sie gibt) Antipsychotika eher empfehlenswert.

Hat jemand Erfahrung mit dem Medikament gemacht oder steht gerade vor ähnlichen Hürden??

Ich als ADHSler selber hatte schon Risperidon und eine Menge Neuroleptika (bei vorherigen Fehldiagnosen) gehabt. Aber meine Erfahrungen werde ich sowieso fast nicht sagen, da ich finde, dass jeder für sich seine beste Medikation suchen und dafür alle Mitteln zustehen sollte.

Tatsächlich bin ich sogar momentan auf der Suche eines "Gedanken-verlangsamen" Mittels, aber nicht im Bereich der Neuroleptika und daher nur heikle Forschung meinerseits...

Wenn er nur ab-und-zu "ausflippt" würde eine Dauermedikation sowieso keinen Sinn ergeben. Eher wäre dann eine Bedarfsmedikation zu bedenken, mit kürzerer HLZ als Risperidon.

OK, ich bin kein Arzt - eine Psychologin aber eigentlich auch nicht!


Aber mal im Ernst: ER muss gefährliche mit langzeitschädenbehaftete Neuroleptika schlucken, weil ANDERE ihn ärgern? In was für einer drogenverbietenden - aber andere-zerstörende Substanzen-befürwortenden Gesellschaft leben wir hier eigentlich? Und ja an jugendlichen Leuten und Kindern mit Aggressionsproblemen werden oft Neuroleptika verschrieben, was nicht vollständig falsch ist aber doch schon irgendwie ziemlich gruselig - da man sie so quasi "ruhig stellt". oO

Man verschreibt sowieso scheinbar zu viele und zu voreilig Antipsychotika momentan...

m.f.G.

Du hast absolut recht in dem was du sagst! Das war auch mein Gedanke! Das Problem ist nur, daß das dünne Nervenkostüm eigentlich sehr zurückhaltend ausgedrückt ist! Mittlerweile trägt er nur noch Wut auf die Welt in sich! Er wird geärgert, bis er ausflippt und dann wird ihm einfach nicht mehr geglaubt, weil er ja immer der Störenfried ist! Er ist sicher kein Unschuldslamm, aber das Problem ist, daß auch ältere Schüler sich an diesem Spiel beteiligen! Er (3. Klasse) wurde vergangene Woche von zwei 7. Klässlern gestellt, nachdem er Streit mit einem Mitschüler hatte! Diese haben ihn zu zweit fixiert und ihn an die Wand gedrückt! Weil er sich gewehrt hat, wurde ihm dann noch mehrmals in den Bauch geschlagen! Vor lauter Angst, daß ihm wieder nicht geglaubt wird, hat er sich dann ein Lügenkonstrukt über die Entstehung der Situation gesponnen, daß aufflog! Daraufhin wurde auch nicht mehr geglaubt, daß er geschlagen wurde und somit, wie so oft wieder nur er fürs Lügen bestraft! Jetzt hat er komplett den Glauben an die Gerechtigkeit verloren und flippt bereits bei der kleinsten Kleinigkeit aus! Man kann ihm auch nicht klarmachen, daß es nicht schon egal ist, weil ihm ja eh keiner glaubt! Nach seiner Aussage kann er sich ja dann auch benehmen, wie ein Rowdie wenn er eh für so einen gehalten wird! Mittlerweile schläft er auch nicht länger als 2-3 Stunden am Stück, was natürlich sein Nervenkostüm in Konfliktsituationen nicht wirklich stärkt! Ich habe Angst, daß er selbst mit der Therapie nicht mehr aus diesem Teufelskreis entkommt! Der dringende Rat der Psychologin wäre, ihm vor dem Schlafengehen Risperidon zu geben um ihn psychisch zu stärken und die Emotionen vorrübergehend runterzukochen!

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@burgfee79

Was sagen Schule, Lehrer und Schulpsychologe? Das ist doch ein ganz klarer Fall von Mobbing. Das sind die anderen mindesten 80% des Probelems.

Egal wie impulsiv und dünnhäutig ein Kind ist es darf kein Sport werden sein es extra zu ägern schon garnicht in der Grundschule.

Wobei ich weiss dass ADHS-Kinder gerne Mobbingpfer werden ... ich bin schon zu Mobbingverhinderung reihum mit anderen Eltern mit in die Schule gegangen (für ein anderes ADHS Kind und einer Horde Kinder, damit es nicht auffällt - lief unter dem Deckmantel der Verkehrserziehung) und habe bei größeren Kindern Aufklärung geleistet. Fällt mir dann immer schwer mich nicht zu outen ;)

Zum Risperidon: Wenn das hilft aus dem Teufelskreis auszubrechen ist es gut aber es wird nicht ohne zusätzliche Intervention gehen.

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@martinpalatina

Für die Schule sowie die meisten Lehrer (bis auf wenige) ist unser Sohn das Problem! Durch sein provokatives Verhalten würde er andere Provozieren und "außerdem keine Worte können Gewalt rechtfertigen"! Natürlich weiß jeder in der Theorie, daß ich keinem eine Ballern kann, wenn er zu mir behinderter ADHSler sagt, aber in der Praxis hätte ich als Kind glaube ich nicht anders gehandelt als ihm eine zu Ballern! Die Klassenleitung ist leider noch Lehramtsanwärterin! Super lieb und hat auch in windeseile das Problem erkannt, doch leider nimmt sie keiner Ernst!

Ich habe mittlerweile Angst, da hier jeder sagt, daß das Risperidon eine andere Wirkung hat, als von der Psychologin und Ärztin (beides in einem), zu der wir eigentlich viel Vertrauen haben und die uns bisher immer gut beraten hat, beschrieben wurde! Angeblich würde es ihn am Abend müde machen für die Nacht und dann am Morgen nur noch leicht nachwirken und ihn somit resistenter gegen die Ärgereien machen! Mittlerweile bringt ihn ja schon ein "bist du blöd" dazu, zu hauen! Keine Ahnung, bis jetzt war nur Kritik dabei und auch eine komplett andere Beschreibung der Wirkweise!

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Liebe Burgfee, Du hast ganz genau das Problem, mit dem wir uns auch seit Jahren herumschlagen: MPH hochdosiert, eigentlich funktioniert es gut. Aber durch Stress mit den Mitschülern resp. Mobbing-Attacken kommt es zu massiver Verunsicherung des Kindes - und MPH hilft nicht mehr. Unser Sohn hatte die gesamte Grundschule gegen sich - Schüler und Lehrer. Die Mitschüler haben Gerüchte über seine angeblichen "Gewalttaten" verbreitet und dafür noch von den Lehrern Lob und Gummibärchen bekommen. Unser Sohn wusste meistens gar nicht, woher der Schuss kam - es war nichts vorgefallen. Aber seine Mitschüler benannten sich gegenseitig als Zeugen, also glaubte ihm keiner. Wie Dein Sohn war er nur noch ein Nervenbündel, wollte nicht mehr leben, ist ausgerastet, hat um sich geschlagen, mit Gegenständen geworfen usw. Das neue Medikament kann sicher kurzfristig eine Hilfe sein, um ihn zu stabilisieren. Aber es muss auch die Schulsituation geändert werden. Ich könnte Dir viele Tipps geben, wir haben sehr viel versucht: 1) "Kurzbeschulung": Ich bin zum Kinderarzt gegangen und habe gebeten, ein Attest zu schreiben, dass unser Sohn für einen gewissen Zeitraum (1-2 Wochen) nur für 3-4 Stunden die Schule besucht und dann nach Hause geht. Das hat viel Druck rausgenommen, und er konnte wieder etwas zu sich finden. Die Schule war kooperativ, hat sogar den Stundenplan umgestellt, damit er alles mitbekommt, und er selber blieb im Rhythmus drin. Danach war es wieder besser, zumindest bis zur nächsten Attacke. 2) Such Dir einen Schulanwalt und lass die Schule anschreiben. Die Schule hat eine Fürsorgepflicht, nicht nur den Mitschülern, sondern auch dem ADHS-Kind gegenüber. Verlange, dass die Pausenaufsicht Deinen Sohn beobachtet, dass die Vorkommnisse inklusive der erwachsenen Zeugen protokolliert werden. Dass das Mobbing geahndet wird, nicht nur die Reaktion Deines Sohnes darauf. 3) Wenn die Hofpausen das Problem sind, versuche zu verhandeln, dass ihn dort jemand betreut und schützt. Vielleicht ein Sozialarbeiter, wenn die Schule so etwas hat. Wenn sie das nicht leisten wollen oder können, dann versuche, dass Du jemand Externen in die Schule bekommst für eine "Pausenbegleitung". Das ist zwar heikel wg. Hausrecht und so, aber wir hatte unser AuPair 2 Jahre als Betreuung in den Pausen. Dann können die Mobber nicht so ohne weiteres zuschlagen. 4) Stichwort "Inklusion": habt Ihr mal an einen Schulbegleiter gedacht, zumindest für einen begrenzten Zeitraum? Das hatte mein Sohn in der 4. Klasse. Das muss das Kind natürlich wollen, ganz klar. Wichtig ist, dass man jemanden findet, der auf seiner Seite ist, quasi einen Bodyguard. Am besten selber eine geeignete Person suchen. Wir hatten einen für 6 Monate. Er konnte alles bezeugen, was passiert ist, denn er war immer dicht dran. Danach hat die Schule reagiert, mit den Eltern der Mobber gesprochen und es wurde besser, das Kind viel ruhiger. Unser Kind war in der Schule völlig verbrannt worden, aber nach dieser Zeit hatte sich das Mobbing irgendwie totgelaufen und man hatte ihn akzeptiert, obwohl er immer noch sehr auffällig ist.

Soweit das wichtigste in Kürze, frag wenn nötig einfach noch einmal nach. Ganz wichtig: nicht nur an Deinem Kind und seinen Reaktionen rumdoktern - die sind normal. Es muss sich die Gesamtsituation für ihn ändern.

Viel Kraft und alles Liebe für Dich.

Liebe Adriana, du hast mir den Tag gerettet! Ich bin ja jetzt so blöd wie es klingt, froh, nicht mehr die einzige zu sein mit diesem Problem! Fühle mich momentan wie die totale Versagermutter! Wir haben uns jetzt heute dafür entschieden es mit dem Risperidon zu versuchen! Das mit dem Schulbegleiter wurde am Montag beantragt und wird auch genehmigt! Dauert nur mal wieder, bis die Bürokratiemühlen mahlen!

Habt ihr es zusätzlich mit Tabletten versucht??? Unser Problem ist, daß sich unser Sohn mittlerweile selbst die Schuld für alles gibt und sich somit in die Opferrolle hineinmanövriert! Daß soll dieses Risperidon sowie der Schulbegleiter jetzt ändern! Durch unsere drastischen Mittel haben wir zumindest erreicht, daß die Schule Fehler einräumt und uns die Mobbingsituation endlich geglaubt wird! Allerdings verstehen die meisten Lehrer nicht, daß die Reaktion unseres Sohnes, die sehr oft überspitzt ausfällt, normal für das Krankheitsbild ADHS ist und er einfach nicht anders reagieren kann! Die Taktik ist nun, wenn er nicht mehr so schnell reagiert und somit die anderen beim Mobbing erwischt werden, daß es sich totläuft!

Ich habe zwar sehr viel negatives gehört, möchte mir aber nicht vorwerfen, alles dafür getan zu haben, daß es ihm besser geht! Ich habe sehr viel Vertrauen zu unserer Ärztin, weil sich auch keine ist, die schnell mit Medikamenten reagiert! Ich werde dann berichten, wie sich die Situation entwickelt hat! Die Situation momentan ist jedenfalls nicht tragbar und bringt unsere ganze Familie an ihre Grenzen! Ich möchte nicht, daß uns irgendwann die Wut auf unsere Mitmenschen uns das System beherrscht!

Danke für deine Guten Wünsche! Die Kraft können wir sicherlich sehr gut gebrauchen! Auch dir und deiner Famlie wünschen wir von Herzen alles Gute!

Und bis dahin halte ich es mit einem gefundenen Gedicht:

„Liebe mich dann, wenn ich es am wenigsten verdient habe, denn dann brauche ich es am meisten.“

Werde dann in geraumer Zeit noch einmal berichten in der Hoffnung anderen Betroffenen dann wieder Kraft zu geben!

Deine Burgfee

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@burgfee79

Liebe Burgfee,

und wieso sollst Du eine "Versagermutter" sein? Wenn sogar schon die Schule Mobbing einräumt, ist doch schon einiges geschafft. Und dass Dein Kleiner verzweifelt, ist auch klar - wie soll er denn reagieren, wenn sie ihn so behandeln. Ich meine, wenn man einen Dicken "Fettsack", einen Farbigen "Nigger" oder einen Behinderten "Krüppel" nennt, ist das Diskriminierung, ganz böse - besonders wir Deutschen! Mein älterer Sohn hat mal einen Förderschüler als "unterbelichtet" bezeichnet. Was da los war! Aber ADHS-Betroffene darf man beschimpfen, wie man will. Das müssen sie lernen auszuhalten, ist gut für die Frustrationstoleranz. Sind sie nicht mit ihrem Handicap genauso geboren wie der Schwarze mit seiner Hautfarbe?

Aber sie sind halt keine stillen Opfer, das ist das Problem. Würden sie nicht ausrasten, sondern zu Hause mit Bauchschmerzen liegen, wäre es der Schule egal.

Ich denke aber, wenn Ihr das mit dem Schulbegleiter hinbekommt und der was taugt, wird Euer Sohn ganz sicher ruhiger werden. Vielleicht kann man dann ja das Risperidon auch wieder weglassen. Unser Arzt hat gemeint, er gibt das nur in der akuten Situation und maximal 6 Wochen, also nicht dauerhaft.

Noch was: nimmt Dein Sohn ein MPH Retard-Preparat? Kann es ggf. sein, dass er damit nicht zurecht kommt (vielleicht weil die Einzeldosis zu kurz wirkt) und er dann genau in der Hofpause in einen Rebound läuft und deswegen ausflippt? Ich frage, weil wir dieses Problem auch schon hatten. Diese Retard-Kapseln haben manchmal ihre Tücken.

Ich kann Dir auch noch ein paar Tipps wegen der Schulbegleitung geben, wenn Du welche brauchst. Bei der Inklusion laufen komische Sachen zur Zeit, da muss man bisschen aufpassen. Führt hier aber zu weit, wenn Du mir aber vielleicht Mail schicken willst (kleine.chaoten(at)yahoo.de), helfe ich Dir gerne und würde mich freuen. Dann können wir mal quatschen...

Und denk immer dran: Man soll den Kopf nicht hängen lassen, wenn einem das Wasser bis zum Halse steht.

Liebe Grüße! Adriana

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Zitat von martinpalatina:

Zum Risperidon: Wenn das hilft aus dem Teufelskreis auszubrechen ist es gut aber es wird nicht ohne zusätzliche Intervention gehen.

Eigentlich kann man so etwas ja nicht unmöglich über den Bildschirm berechnen aber wie hoch glaubt ihr wie die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Teufelskreis durch Risperidon durchbrochen wird?

Ich schätze da so: 2-5 % (In Bezug mit vielen möglichen NW)

Mir passt diese Verbindung +DopaminMedi und -DopaminMedi nicht. Da könnte eher eine Erhöhung/Erniedrigung von MPH oder ein anderes Medikament mehr Sinn ergeben.

Auch wenn Risperidon sehr oft verwendet wird. Ich finde es einfach nicht das "beste Mittel". Ich meine schon, dass hier eher ein Arzt denkt: "Bei 80 % aller Menschen hilft Risperidon, deswegen könnte es bei ihm auch helfen" statt eine individuelle Lösung zu suchen.

Übrigens: Neuroleptika bei einem 9-Jährigen und das in der Dosis? Das klingt ja schon nach Gehirnzellenvereisung, sry. oO


Zitat von burgfee79:

Er wird geärgert, bis er ausflippt und dann wird ihm einfach nicht mehr geglaubt, weil er ja immer der Störenfried ist!

Auch da finde ich wieder eine Parallele des Antipsychotika-Missbrauch der Gesellschaft:

"Leuten, die psychotisch sind lügen automatisch, weil sie krank denken, wenn sie keine Medis nehmen! Man kann ihnen erst glauben, wenn sie Antipsychotika geschluckt haben und dadurch zeitweise gesund denken!"

Das klingt jetzt sehr extrem formuliert. Andererseits hat ein Arzt mir tatsächlich gesagt, dass bestimmte Leute das bei mir tatsächlich so gedacht haben und ich in der Psychose-Diagnose nur deshalb fest saß , weil andere Leute mir nicht geglaubt haben, auch wenn ich immer die Wahrheit sagte, eben wegen der Diagnose, die sich andere bei mir nur vorgestellt haben.

Jetzt hat er komplett den Glauben an die Gerechtigkeit verloren und flippt bereits bei der kleinsten Kleinigkeit aus! Man kann ihm auch nicht klarmachen, daß es nicht schon egal ist, weil ihm ja eh keiner glaubt! Nach seiner Aussage kann er sich ja dann auch benehmen, wie ein Rowdie wenn er eh für so einen gehalten wird!

und hier sehen wir, dass scheinbar hier andere Leute versuchen ein Kind in eine für ihn "ausgedachte" Rolle gesteckt wird, so lange, bis das Kind diese Rolle auch annimmt.

Da sehe ich in meinen Augen keine Hilfe gegenüber dem Kind sondern eher ein Versuch von Lehrern, Schülern etc. nacher (in Gedanken zu sich) sagen zu können:

"Seht ihr, wir haben immer Recht gehabt, dass er eigentlich so-und-so drauf ist!"

Das man jetzt mit Antipsychotika ankommt, klingt ja fasst wie eine ironische Real-Satire: Die "Normalen" definieren was "psychotisch/verrückt" ist und behandeln die "Psychotiker/Verrückten"!

Ich weiß nicht in wie weit dieses die gängige Praxis ist, ich habe es halt nur so erlebt.

Mittlerweile schläft er auch nicht länger als 2-3 Stunden am Stück, was natürlich sein Nervenkostüm in Konfliktsituationen nicht wirklich stärkt! Ich habe Angst, daß er selbst mit der Therapie nicht mehr aus diesem Teufelskreis entkommt!

Nach meiner Meinung würde so der Teufelskreis eben nicht durchbrechen.

Nehmen wir mal an es würde tatsächlich klappen und Risperidon hilft ihn in der Schule länger "durchzuhalten":

Außer, dass er das Mobbing länger aushält bis er ausflippt würde sich ja eigentlich nichts an den Problemen ändern. Er könnte sogar durch "längeres Mobbing" mehr sich hineinfressen oder verdrängen, bis alles explosionsartig sich entlädt.

Ich kenne solche Situationen nur zu gut... Auch ich bin in der Schule extremst gehänselt worden. Nur mit den Unterschied, dass ADS damals noch Grundliegend unbekannt war!

Bei mir ging man davon aus dass ich es wegen mein "Anders sein" selbst provozierte und ich sollte das "harmlose" Gehänsel meiner Mitschüler ignorieren.
Dass funktionierte leider nicht:, manch ein Rowdy sieht das als Einladung, und bevor man weiss was los ist hat man die halbe Schule gegen sich!

Wie oft man mich verfolgt hat, versucht zusammen zu hauen, Schulsachen demoliert hat.. Unzählige Malen! Auch ich hatte damals ein Stinkwut auf die Welt! Hilfe bekam ich nie und sogar Lehrer waren verdammt parteiisch.

Ich hatte (und habe) keine Medikamenten geschluckt, bin der Meinung das wenn Anderen wegen mein ADS Problemen mit mir haben, dass nicht mein Problem ist! Damals sind andere Mitschüler in den Selbstmord getrieben worden weil sie den Druck von aussen nicht standhalten konnten. Und die Schule selbst keine Hilfe war!

Ich war damals in einer Holländische Hilfegruppe wo man lernen konnte mit seine Aggressionen um zu gehen. Lernen warum sie entstanden und wie man damit leben konnte OHNE sich selbst und sein Umfeld lebensgefährliche Situationen auszusetzen.

Ich habe letztendlich diese Aggressionen meine Peiniger zugewandt...Extremst! Funktionierte hervorragend! Ich habe mich die Führende Fünfzehn herausgesucht und meine Wut an sie herausgelassen. Mindestens die Hälfte von denen brauchte mehrere Monate Krankenhausaufenthalt um wieder als mensch erkannt zu werden...

Natürlich sollte ich zur Direx kommen, und natürlich war ich Grund für alle Ärger! Auch dort bin ich hochgegangen und habe sein Massiv Eichen Buro handmässig in Kleinholz verwandelt... Danach war es auch seitens der Schule ruhig und hat mir keiner mehr genervt.

Was ich damit sagen wollte:

Wenn dein Sohn jetzt schon Dünnhäutig ist und anfällig für Rowdies. Wäre da eine Aggressionstherapie nicht wichtiger als ihm mit Medikamenten vollzudröhnen?.

Wenn er weiss wie er mit den Wut umzugehen hat ist die grosste Gefahr beseitigt, er wird selbst nicht daran zu Grunde gehen weil er es kontroliert herauslassen kann.

Kann er jetzt nicht...

Soltten dabei ein paar Rowdies in ihren eigenen Schwert fallen, umso besser. Ihr eigene Medizin schmeckt solche Typen nähmlich gar nicht...

Sollten sie Fragen haben: Meine Mutter muss diverse Unterlagen betreffende diese Aggressionstherapie noch aufgehoben haben, und steht mit einige dieser Therapeuten noch in Kontakt. Ist zwar Holländisch, aber vielleicht kann so eine Deutsche Hilfegruppe gefunden werden.

Ist eine super Idee! Ich werde mich bezüglich einer Antiagressionstherapie mit unserer Psychologin auseinandersetzen! Wobei ich nicht weiß, in wie weit dort schon 9jährige behandelt werden! Natürlich sehe ich es als Mutter anders! Ich habe Angst davor, daß er jemandem etwas antut, da er eigentlich viel zu sensibel ist, um mit den Folgen dann klarzukommen!

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@burgfee79

Ähm, ich war 7 wenn ich meine erste Antiaggressionstherapie hatte. Nachdem ich auf der damalige Grundschule explodiert war und sie 6! Erwachsenen brauchten um mich zu bezügeln...

Ich war in Therapie von mein 7ten bis mein 16ten Lebensjahr.

Was die Sensibilität angeht: Auch ich bin sehr sensibel, aber in der Lage meine Aggresionen abzubauen. Das ist wichtig weil du sie sonst in dich hinein frisst! Dann staut sich das über Jahren und kommt dann irgendwann auf einmal los...wie eine Vulkaneruption, unhaltbar und arg heftig.

Mit Antiaggressionstherapie lernt man auch wie man mit die Folgen (sollte man mal hochgehen) klarkommt. Und ein 9-Jähriger, der über längere Zeit gemobbt wurde und es überstehen hat, ist flexibel genug auch das zu verkraften!

Er soll nur verstehen dass es für ihm wichtig ist, und nicht um Anderen zu entlasten. Er wird damit in erster Linie geholfen sein! Diese Anerkennung braucht er, dann steht er nicht mehr isoliert da! Wenn er das weiss, wird er sich mehr öffnen, weil denn endlich jemand ihm zuhört...

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Ich weiß einfach nicht, irgendwie betrifft mich diese Frage sehr.

Der dringende Rat der Psychologin wäre, ihm vor dem Schlafengehen Risperidon zu geben um ihn psychisch zu stärken und die Emotionen vorrübergehend runterzukochen!

Also ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber wenn man z.B. in einem Drogen-Internetforum schreibt man würde (hochpotente) Neuroleptika nehmen um zu schlafen, würden die einen doof angucken und fragen warum man sich etwas so Schädliches und Unangenehmes freiwillig antut, wenn man gar keine Psychose hat.

Auch sonst gibt es auch in anderen Stellen ein paar Leute, die Neuroleptika nur zum Schlafen, völlig über's Ziel hinaus finden. Risperidon ist ein hochpotentes NL , es macht also in der Regel ohnehin nicht unbedingt sehr müde. - Eher schränkt es nur beim Denken ein und lässt Gefühle etwas "flacher".

Risperidon ist eher ein Mittel, wenn Emotionen "grundlos" "hochkochen" und man evtl. zu schnell "ausflippt" bei völlig belanglosen Dingen.

Bei Emotionen, die jedoch einen längerfristigen nachvollziehbaren Grund haben (Wut auf die Mobber in der Schule), schränkt Risperidon nach meiner Erfahrung eher die Verarbeitung dieser Emotionen ein. Sie werden quasi "verdrängt" , aber nicht "verarbeitet" oder "gleichgültig"!

Neuroleptika haben eine sehr unangenehme Wirkung, gegen die man selber nicht einmal etwas machen kann - man kann es schlecht beschreiben, aber "sich selbst in Schacht halten" ist IMO hier gar nicht nötig, da die Probleme außerhalb liegen.

Um Emotionen runterzukochen oder psychisch zu stärken kämen mir eher andere Mittel im Sinn:

Stressenkende leicht sedierende, neuroprotektische Antidepressiva oder sehr kurzfristig geringe Dosen von Benzodiazepine (die "Sche*ß-egal!-chillig-mach"-Tabletten) am Abend wären da wohl eher die besseren Mittel um "ruhig zu bleiben" , " im Schlaf zu verarbeiten" und dennoch "nicht viel im Denken eingeschränkt" zu werden.

Aber ich würde dennoch einen Teufel dafür tun, dass ein 9-Jähriges Kind kurzfristig Benzos bräuchte - nur weil andere ihn zu sehr unter Stress belasten und psychisch in ein Wrack verwandeln!

Entschuldigt mich vielmals! Ich kann die Psychologin leider nicht für voll nehmen, einfach schon alleine dessen, dass sie kein Arzt ist und völlig am Problem vorbei geht.

"Ein Gemobbter kann doch nicht schuld dafür sein, dass er krank wird und deswegen er Medikamente bekommen muss damit er** damit klarkommt gemobbt zu werden**, statt dass die Mobber diese erhalten um sich zu beherrschen!"

Nun gut, vielleicht nehme ich deshalb sogar selbst Medikamente...

m.f.G.

Hallo Burgfee, ich bin "zwar keine JUGENDLICHE "mehr" aber wenn das Medikament bei Erwachsenen derart starke Nebenwirkungen "haben **kann*, kann es bei Kinder doch auch nicht anders sein. Bekannt "sind Wachsstumsstörungen" und das finde ich schon krass. Ich habe es ca. 1 Jahr lang genommen wegen einer Krankheit "Narkoleps." habe mir keine Gedanken gemacht wegen den NW bis mich die Leute darauf ansprachen auf meinen enormen starken Haarausfall (hinten fast eine Glatze) und vorne auch immer weniger Haara und die noch geblieben sind so dünn wie Seidenfäden..... für eine Frau nicht lustig. Ausserd. hatte ich immer "Muskelzuckungen" die anderen sahen es nicht, doch ich fühlte ein sehr unangen. kribbeln. Ausserdem war mir häufig übel und ich konnte fast nicht mehr Essen. Es gibt sicherlich heute ande4re Therapien wie Ritalin-Verschr. Viele Eltern "geben jedem Kind"* Ritalin ohne sich darüber Gedanken über die Nebenwirkungen zu machen. Es muss für ja ein Kind ja auch ein schleussliches Erlebnis sein wenn es jeden TAG Tabletten bekommt "nur weil es ja nicht so "sein darf wie ein 08.15". Ein Kind bekommt im Unterbewusstsein ein richtiger Komplex. Für Fragen bin ich gerne bereit - Gruss Gabriela. Die Nebenwirkungen werden sehr selten erlebt, es wird nut immer von "bessere Konzentration" - es ist ein RUHIG-STELLEN von unseren Kinder nichts anderes. Viele Eltern wählen nach div. Abklärungen> den gesünderen Weg.

Momentan bin ich auf der Suche nach der doch etwas verbreiteten Kombi: "Risperidon + MPH"

Also die antidopaminerge Wirkung von Risperidon ist natürlich eher ein Auschluss für eine Hilfe bei AD(H)S (was es auch in Einzeltherapie scheinbar ist).

MPH wirkt am Dopamin-Transporter, Risperdon direkt am Dopamin-Rezeptor (Antagonist). Direkte Wechselwirkungen sind daher nicht möglich. Mögliche indirekte Wechselwirkungen kann nur jeder für sich selbst wahrnehmen.

Nach Schnell-Googlen scheint es für mich so als ob gewisse Neuroleptika (Risperidon ist an 1.Stelle erforscht, obwohl nach meiner Meinung nicht unbedingt das Einzigste oder Beste dafür) durchaus die Wirkungen auf ADHS der Stimulanzien (MPH , Amfetamin, etc.), insbesondere bei Hyperaktivität und Aggressionen, boosten kann.

Das trifft tatsächlich auch nach meinen Klinik-Erfahrungen an anderen Patienten zu.

Aber die Frage stellt sich dennoch:

Inwiefern seine Probleme (Aggressionen gegenüber Schülern, etc.) wirklich noch mit der angeborenen ADHS-Problematik zusammen hängen, wenn scheinbar die Inakzeptanz der Anderen für seine momentanen Problemen verantwortlich zu machen sind. So könnten seine Reaktionen "nur" ein Gegendruck oder eine Kompensation von äußeren Druck sein.

Aus der Ferne kann ich es nur erraten. Aber wenn es wirklich nicht am ADHS liegt, ist meiner Meinung nach eine weitere Medikation zur Verbesserung der ADHS-Symptomatik (ob mehr passiert ist Glückssache) unnötig oder sogar kontraproduktiv.

Und so bleibt leider auch meine Meinung. Wenn es nötig ist und helfen, bleiben Medikamente natürlich nötig. Aber in dem Fall finde ich es schon: "Muss das wirklich sein, wegen ein paar für die Schullaufbahn unwichtige Tro**eln - mehr Medikamente nehmen zu müssen um diese besser auszuhalten...?"

oh...man... gut mache ich selber scheinbar auch aber...

oh...man... <:o(

Ein ziemlich schlechtes Umfeld existiert da für ihn. Ich glaube das ist gesichert!

m.f.G.

http://www.sepeap.org/archivos/pdf/9928.pdf

Trotzdem merkwürdig das sich so etwas so schnell verbreitet unter der Ärzteschaft.

Eigentlich hat Risperidon auch gar keine Zulassung für Kinder unter 16 Jahren und für ADHS schon gar nicht. - Die Krankenkassen erstatten es aber dennoch immer...

ich kapier' die Welt nicht mehr. ^^

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@o0Alea0o

Und ich erst! Von kapieren ist bei mir schon lange alles weit entfernt! Zuerst die unendlichen Qualen, gibt man seinem Kind Medikamente gegens ADHS, dann eigentlich total positiv! Fast keine Nebenwirkungen und plötzlich ein glückliches Kind! Und dann kommen so Kröten und machen alles zunichte! Ich will ihn nicht betäuben oder ruhigstellen! Mir wurde gesagt, das Medikament mache müde, so daß er Nachts wieder gut schläft! Am Tag bliebe dann eine kleine Restwirkung, bei der er nicht gedämpft wirke, aber sich besser unter Kontrolle hat, was seine Agressionen betrifft! Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll!

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@burgfee79

Mir wurde gesagt, das Medikament mache müde, so daß er Nachts wieder gut schläft! Am Tag bliebe dann eine kleine Restwirkung, bei der er nicht gedämpft wirke, aber sich besser unter Kontrolle hat, was seine Agressionen betrifft! Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll!

Ja doch, dass ergibt 100% Sinn!

Die letzten beiden Zeilen sind jedoch in dem Fall nur etwas überprüfungsbedürftig. Schließlich wissen wir nicht ob es wirklich seine Agressionen sind, oder dass er einfach ausflippt, weil er 2 Stunden am Stück nicht in Ruhe gelassen wird.

Wenn dies der Fall ist, würde das vielleicht aber bedeuten, dass er mit Risperidon 4 Stunden am Stück es aushält und DANN ausflippt. Es dämpft zwar wie schon genannt Gefühle, aber sie können immernoch ausbrechen.

Wenn die Ursache nicht behoben wird, bleibt natürlich die Folge. Medikamente sind wie bekannt nur eine "Stütze".

Des Weiteren ist meiner Meinung nach eher an ein anderes (wirklich atypisches) Neuroleptika zu denken. Risperidon ist einfach zu "Haldol"-mäßig und es gibt schwächere atypische Antipsychotika welche, die etwas sanfter zu den Nerven sind.

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Nun haben aber einige Klassenkameraden herausgefunden, daß beim "Drücken mancher Knöpfe" unser Sohn

Wenn die Aggressionen tatsächlich daher kommen, dass ihn andere Leute zu Aggressionen reizen (und das habe auch auch selbst sehr oft erlebt), dann ist das nicht sein Problem und nicht er soll Medikamente schlucken, sondern die Personen die ihn ärgern, weil diese sich nicht beherrschen können.

Für den Sohn selbst könnte man höchstens einen speziellen ADHS-Therapeuten in Betracht ziehen, damit der Sohn sein Nervenkostüm stärken kann und besser diesen Stress aushält.

Leider kennt man die Hintergründe nicht. Ich bin z.B. ein sehr geduldiger Mensch, aber es gibt tatsächlich "ärgernde-mobbende Klassenkammeraden" die einen sogar Stunden lang nerven und piesacken können und nach 6 Stunden Dauernerv (das ist i.d.R. nach der großen Pause für Mobber zu schaffen), flippt jeder in Kürze aus.

Tipp: Halte ihn von dem Pausenhof zurück und versuche , dass er z.B. im Klassenzimmer bleiben darf.

Es muss nicht ein anderer das in der Schule erleben, was ich erlebt habe!

Das ist mir auch bewusst! Und selbst ich als toleranter Mensch habe eine Wahnsinns Wut auf diese Personen! Aber unser Sohn bringt durch seine Wut mittlerweile andere und auch sich in Gefahr! Ich möchte ihn einfach davor schützen und glaube, nur wenn er sich über einen längeren Zeitraum nicht mehr ärgern lässt, kommt er aus diesem Teufelskreis raus! Es tut mir leid, daß du anscheinend auch Opfer von intoleranten Kindern geworden bist und ärgere mich jetzt im Nachhinein über mich selbst, daß ich teilweise in meiner Schulzeit aus Angst auch bei so etwas zugeschaut habe! Wobei es zu unserer Zeit noch harmlos abging, im Gegensatz zu heute! Nur glaube ich mittlerweile auch, daß wir es irgendwie schaffen müssen, ihn gegen Provokationen dickhäutiger zu machen! Mittlerweile bin ich so verzweifelt, daß ich Risperidon ernsthaft in Betracht ziehe! Auch wenn er nicht immer der Schuldige ist, wird er zu oft umsonst beschuldigt! Und daß macht seine Seele nach und nach kaputt

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@burgfee79

Ich sehe in dem Fall in Risperidon und andere Neuroleptika leider zu viel Symbolisches, als dass ich eine völlig rationale, unabhängige Meinung sagen kann.

Aber es ist nun mal so, dass es nicht umsonst Antipsychotikum (wörtlich-mittelalterlich-vereinfacht: Gegen-die-"Verrücktheit") heißt. Das bedeutet quasi der Sohn nimmt es, weil er in den Augen > der Anderen "verrückt" ist und er selber was dagegen machen muss.

In dem obigen Fall ist "Verrücktheit" definiert:* "Jemand, der nicht dickhäutig genug gegen Provokationen ist."*

...da habe ich schon bessere, relevantere Definitionen von "Verrücktheit" gehört.

In dem Kontext gefällt mir dann sogar eher der alte Begriff Neuroleptika (Nervendämpfungsmittel). ^^

Ich finde es irgendwie total unangebracht, sorry! xD Alleine schon die gegensätzlichen Wirkmechanismen der Medikamente passt einfach nicht.

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von risperdal kann ich nur abraten. mein nachbar hat 2 jahre lang risperdal genommen und es sind bleibende schäden entstanden. er war charismatisch, sportlich, kam gut bei den frauen an. und dann sind seine muskeln in fett umgewandelt, ihm sind brüste gewachsen, er brauchte über ein jahr um wieder normal zu weden. und es abhängig. ich war auch so als kind und meinen eltern wurde auch unter druck gesetzt mir ritalin zu geben. nach 1 jahr haben wir es abgesetzt. den ich wurde zwar ruig aber nicht glücklich und fühlte mich gefangen. lasst euch nicht medikamente aufreden. sie stellen einem rhuig, aber glücklich wird ein kind nicht damit. es geht nur ums geschäft. ist sowiso ein trend geworden dass alles was nicht otto normalverbraucher ist genormt werden muss. ich rate von ritalin und risperdal ab. vor 30 jahren ist es schlisslich auch ohne ritalin und co gegangen. und ein "dynamische auftreten" kann auch vorteile haben. viel glück

Bitte wende Dich mit Deiner Frage an ein seriöses ADHS-Forum wie die Anderswelt, da hier zumeist nur blutige Laien unterwegs sind.

Eine Kombination mit NL kann bei ADHS durchaus in vielen Fällen angezeigt sein.

BEI KINDERN JEDOCH EHER NICHT.

Wenn man mit NL kombiniert, dann in niedrigen Dosierungen. Das Angstgebäude, das hier aufgebaut wird, trifft also nicht zu.

Man verwendet auch NL wie Sulpirid oder Amisulprid, weil diese am wenigste mit den Dopaminrezeptoren ins Gehege kommen.

Meistens ist eine ZU HOHE Mph-Dosierung der Grund für die beschriebenen Probleme.

50 mg Medikinet ist für ein Kind eine recht hohe Dosierung.

Zu schauen wäre, ob

a) Eine Einmaldosis von 20 mg nicht überschritten wird und ob

b) zwischen Einnahme von Pille eins und Pille zwei mindestens 5 besser 6 - 8 h liegen.

Ist dies der Fall und die Impulsivität immer noch das Hauptproblem, arbeitet man mit AD, zumeist SSRI, also einem Antidepressivum. Bei Kindern sind zumeist sehr viel niedrigere Dosierungen erforderlich.

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