Wer hat Erfahrung mit einer vermehrten Aufnahme von Tryptophan gegen Stimmungstiefs?

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9 Antworten

Hier die Ergebnisse einer Literaturrecherche: Der als sicher und wirksam bewertete Dosisbereich von Tryptophan wird mit 0,4 – 4 g täglich angegeben (Monographie L-Tryptophan). In zahlreichen Studien zur Behandlung der Depression mit Tryptophan wurden Dosierungen von täglich 6 g verabreicht (Herrington et al. 1974, D’Elia et al. 1977, Steinberg et al. 1999). Als ergänzende Therapie wurde Tryp auch in Dosierungen von 3 g täglich erfolgreich eingesetzt (Lam et al. 1997). Als Schlafmittel sind hingegen bereits Dosen von ≥ 1 g ausreichend wirksam. Die wiederholte Gabe von täglich 1,5 – 3 g Tryp über ca. 2 bis 3 Wochen scheint ausreichend, um einen relativen zentralen Serotoninmangel auszugleichen und um positive Veränderungen anzustoßen (aan het Rot et al. 2006).

Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist eine tägliche Dosis von 1,5 g Tryp nur dann ausreichend, wenn die Rahmenbedingungen der Aufnahme so gestaltet sind, dass hohe Konzentrationen an freiem Tryp an der Blut-Hirn-Schranke über einen ausreichend langen Zeitraum wirksam sind. Die Einnahme von z.B. 1,5 g Tryp zusammen mit einer normalen Mahlzeit sind nicht geeignet, das Angebot an freiem Tryp an der B-H-Schranke entscheidend zu erhöhen. Grundsätzlich ist die Aufnahme von Tryp zusammen mit eiweißhaltigen Nahrungsmitteln ungeeignet die zentrale Serotoninsynthese wesentlich zu beeinflussen. Dementsprechend sind 1,5 - 3 g tägliche Tryp-Gabe nur dann ausreichend, wenn die Einnahme im nüchternen Zustand, d.h. > 3 Std. nach der letzten und frühestens 2 Std. vor der nächsten Mahlzeit erfolgt. Weiter optimiert wird die Konzentration an freiem Tryp, wenn die Tryp-Einnahme nach einer längeren Nüchternphase (am Morgen vor der ersten Mahlzeit) stattfindet. Unter einer langandauernden Ausdauerbelastung (z.B. Laufen oder Radfahren), ohne zwischenzeitliche Energiezufuhr, werden nahezu optimale Bedingungen erreicht, um die Aufnahme ins ZNS und die zentrale Serotoninsynthese zu stimulieren (Chaouloff 1997).

Erste Anzeichen einer verbesserten Stimmungslage waren bei mir bereits nach 3 bis 4 Tagen (1,5 - 3 g /Tag) Einnahme spürbar. Nach 2 bis 3 Wochen war eine deutliche subjektive Besserung der Symptomatik eingetreten. Nach Rückbildung der Beschwerdesymptomatik ist ein Auslassversuch angezeigt. In Abhängigkeit von der Ursache des Serotoninmangels können die Symptome innerhalb weniger Wochen erneut auftreten. In diesen Fällen bedarf nach Ende der Therapiephase es in der Regel einer Erhaltungstherapie mit Tryp. Eine Tryp-Tagesdosis von 1,5 – 3 g an 3 bis 4 Tagen der Woche scheint ausreichend zu sein, die positiven Wirkungen zu erhalten.

Weiter Infos in meinem Tryptophan-Blog: http://tryptophan-supplementation.blogspot.com/

Das ist so nicht ganz richtig!

Mein Körper produziert z.B. nach meiner Schwangerschaft nur noch in sehr geringem Maß Östrogen...die Schwangerschaft ist bereits 2 Jahre her, es normalisiert sich also nicht und niemand weiß, warum.

Zudem ist es immer möglich, dass der Körper durch äußere Einflüsse, oder warum auch immer, seinen "Normalzustand" nicht mehr erreichen kann. Im Falle des Tryp z.B., weil der Körper es aus der Nahrung nicht mehr bekommt oder nicht mehr aufnehmen kann.

Tryp ist nunmal eine essentielle Aminosäure, der Körper kann es nicht selbst bilden, muss es also von außen zugeführt bekommen. Ist das aus irgendwelchen Gründen nicht mehr gegeben, kann man ihn unterstützen, indem man Tryp zuführt.

Der Körper, speziell das Hirnwasser wird natürlich nicht die vollständige zugeführte Menge verwerten, da man jedoch nicht weiß, wieviel davon verwertet wird, versucht man es eben einfach. Unterstützen kann man die Aufnahme von Tryp ins Hirnwasser auch, indem man z.B. dem Körper gleichzeitig Kohlenhydrate zuführt. Da am "Zugang zum Hirn" mehrere Aminosäuren um den Zugang "kämpfen", bringt man durch Kohlenhydrate einige davon dazu, sich auf das dadurch gebildete Insulin zu stürzen. So bekommt das Tryptophan eine größere Zugangs-Chance und damit die Möglichkeit, im Hirn zu Serotonin und Melatonin verarbeitet zu werden.

Es besteht also eine reelle Chance der Besserung der Syptome. Auch bei anderen Medikamenten, die für diese Syptomatik verabreicht werden, ist nie sicher, dass sie wirken, da jeder Körper anders auf ein Medikament reagiert. Auch hier heißt es dann: Ausprobieren! Nichts anderes ist es mit dem Tryptophan. Vielen hilft es, was man auch sieht, wenn man sich die Erfahrungsberichte von Anwendern ansieht,anderen wiederum hilft es nicht. Dann wird es eben abgesetzt. Aber einen Wirkstoff, der helfen kann, zumal er sowieso gebraucht und im Körper verarbeitet wird, von vornherein abzulehnen oder zu verteufeln, halte ich persönlich für falsch.

Hallo Feuerfrau,

Tryptophan – Stimmungsaufhellend und beruhigend

 Trypthophan wirkt im Prinzip wie eine natürliche Schlaftablette, sie entspannt, hilft bei Schlaflosigkeit, wirkt Depressionen und Angstzuständen entgegen. Aber wie macht sie das? Ganz einfach, führt man dem Körper Tryptophan zu, bildet es den Neurotransmitter Serotonin im Gehirn und das Hormon Melatonin. Beides zusammen bewirkt Entspannung, Ruhe und Schläfrigkeit. Diesen Effekt kann man ebenfalls beobachten wenn wir beispielsweise ein Stück Schokolade essen, die Bauchspeicheldrüse fängt an Insulin zu produzieren um die Kohlenhydrate abzubauen. Viele Aminosäuren werden dann zu den Muskeln transportiert. Trypthophan bildet dabei eine Ausnahme, es wird nicht abtransportiert, die Konzentration im Blut steigt, im Gehirn fängt es dann an Serotonin  zu produzieren.

Auch bei Schmerzpatienten hat sich der Einsatz von Trypthophan als positiv herausgestellt, denn die Schmerzempfindlichkeit wird immens gesenkt - Es müssen weniger Schmerzmittel eingenommen werden.  Auch bei Schlafstörungen ist es extrem erfolgreich, denn Serotonin ist auch für den Schlaf-Wachrhythmus zuständig. Serotonin ist ein wahrer Stresskiller und sorgt für Ausgeglichenheit, ein Mangel von Serotonin hingegen steht in Verbindung mit einer starken Neigung zu Aggressivität, Depressionen und krankhaften Essanfällen.

Täglich sollte man 3,5 bis 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen

  • Cashewnuss
  • Molke
  • Ei

LG

Mark1975

hab nie bewußt mehr Trptophan aufegenommen. Aber mal von der Logig her: Das bringt nichts.
Also der Körper produziert seine Eiweise so, wie er sie braucht. Das gilt auch für das Serotonin. Und nur weil mehr von einer Aminosäure vorhanden ist, die Bestandteil dieses Proteins ist, wird der Körper nicht daraus herstellen wollen. Vor allem, was Serotonin ein Hormon ist und es immer in der Menge produziert wird, wie es etwas steuern soll.

Ups....sorry, meine Antwort sollte eigentlich eine Antwort auf DIESEN Kommentar werden....falsch geklickt... ;o)

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hallo,

habe erst mit 5 htp angefangen,weil ich gelesen hatte,dass es mehr bringt als tryptophan,weil 5 htp die direkte vorstufe von tryptophan ist.jetzt nehme ich das normale tryptophan.kann nur sagen,seit dem gehts mir total gut.hatte vorher total unter essatacken gelitten,das ist jetzt vorbei,fühl mich wie von einer last befreit und das sagt eine,die früher harte medikamente genommen hat ala benzos,subutex.die erste zeit habe ich das tryptophan mit opipramol kombiniert,allerdings das opipramol nur abends und tryptophan tags,immer auf nüchternen magen bzw mit einer leichten kohlenhydratreichen mahlzeit,da reichte schon ein obstsalat und das tryptophan wirkte richtig gut.jetzt nehme ich nur noch das trypto,werde es auch weiterhin nehmen,das zeug ist für mich wie eine offenbarung.nehme eins aus der apotheke in einer blau-weissen packung;)

Stimungstiefs kann man nicht alleine mit den richtigen Lebensmitteln bekämpfen. Bevor eine Depression daraus entsteht, solltest du mal mit deinem Arzt oder einem Psychologen sprechen.

Haferflocken haben u. a. Tryptophan, auch der dunkle Kakao, der staubt zwar bissel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tryptophan .

Die Frage ist dann, ob der Magen Darm Tsyptophan u. a. aufnehmen kann, ob die Magen- Darmschleimhaut noch in Ordnung ist mit den vielen Chemikalien.

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Den Trinkfix unbed. meiden, der wurde in den Jahren immer heller, immer mehr schädl. synt. Traubenzucker macht die Bauchspeicheldrüse kaputt.

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Der schädl. synt. Traubenzucker wird auch viel in den UNgesundApotheken verhökert, wie Aspartam, Succharin "E"Gifte, chem. Farbstoffe und Chemikalien, bekommen die Leute vergifteten Körper und Kopf.

LG

Unerklärliche Downs müssen erklärlich gemacht werden. Das gelingt nur mit Hilfe eines Psychologen.

Jedes "Down" hat eine Ursache - das mußt du analysieren!

Man kann Stimmungstiefs nicht wegessen

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